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Murray sei Dank: Briten holen nach 77 Jahren wieder mal den Davis Cup

Davis Cup, Final Belgien – Grossbritannien in Gent
Goffin – Edmund 3:6, 1:6, 6:2, 6:1, 6:0
Bemelmans – A. Murray 3:6, 2:6, 5:7
Darcis/Goffin – A. Murray/J. Murray 4:6, 6:4, 3:6, 2:6
Goffin – A. Murray 3:6, 5:7, 3:6
Das britische Team weiss, wem es den Triumph zu verdanken hat: Andy Murray.
Das britische Team weiss, wem es den Triumph zu verdanken hat: Andy Murray.
Bild: Jason Cairnduff/REUTERS

Andy Murray sei Dank: Grossbritannien gewinnt 77 Jahre nach dem letzten Triumph den Davis Cup

Andy Murray war der entscheidende Spieler bei Grossbritanniens Erfolg im Final des Davis Cups. Der Schotte gewann gegen Belgien auch sein zweites Einzel, dazwischen hatte Andy gestern mit seinem Bruder Jamie auch im Doppel gesiegt.
29.11.2015, 16:0329.11.2015, 17:35
Ralf Meile
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«Vielleicht kriegen wir nie mehr eine Chance, das zu wiederholen. Diesen Erfolg müssen wir auf jeden Fall ausgiebig feiern.»
Andy Murray

Nur 75 Kilometer liegen das nordfranzösische Lille und das belgische Gent auseinander. Während in Lille im Vorjahr die Schweiz dank ihren Stars Roger Federer und Stan Wawrinka den Davis Cup gewann, so jubelt in diesem Jahr etwas nördlicher Grossbritannien. Andy Murray führte Grossbritannien mit zwei Siegen in seinen Einzeln und dem Erfolg im Doppel zum erstmaligen Triumph im Davis Cup seit 1939. Da auch Novak Djokovic und Rafael Nadal im Nationenbewerb schon mit Serbien respektive Spanien siegen konnten, haben nun alle fünf Topspieler der letzten Jahre auch den wichtigsten Bewerb abseits der ATP-Tour gewonnen.

Im entscheidenden Spiel gewann Murray am Sonntag gegen David Goffin. Nach knapp drei Stunden konnte er sich und seinen Landsleuten den Traum von der «hässlichsten Salatschüssel der Welt» erfüllen. Der Weltranglisten-Zweite aus Glasgow siegte mit 6:3, 7:5 und 6:3. Das Einzel war jedoch umkämpfter, als es das Resultat glauben lässt. Goffin hatte in den Sätzen zwei und drei jeweils mit einem Break geführt.

Schöner Support: Andy Murrays Gattin Kim Sears schreit mit.
Schöner Support: Andy Murrays Gattin Kim Sears schreit mit.
Bild: Getty Images Europe

Auch der Bruder half mit

Die Belgier hatten sich gestern mit der Aufstellung für das Doppel möglicherweise verspekuliert. Sie stellten Goffin auf, ihren besten Einzelspieler, der aber in den letzten eineinhalb Jahren auf der ATP-Tour bloss ein Doppel gewonnen hat. Auch im Davis Cup verlor Goffin vor drei Jahren sein bislang einziges Doppel. Ohne den Teamleader hatte Belgien hingegen fünf der letzten sechs Davis-Cup-Doppel vor dem Final gewonnen. So setzten sich die Brüder Andy und Jamie Murray, der einer der weltbesten Doppelspieler ist, gegen Goffin und Steve Darcis mit 6:4, 4:6, 6:3 und 6:2 durch.

Nach dem ersten Tag hatte es erwartungsgemäss 1:1 gestanden. Murray hatte sich gegen Ruben Bemelmans durchgesetzt. Anschliessend schlug Goffin trotz eines 0:2-Satzrückstands Kyle Edmund.

Jamie (links) und Andy Murray feiern den Sieg im Doppel.
Jamie (links) und Andy Murray feiern den Sieg im Doppel.
Bild: Geert Vanden Wijngaert/AP/KEYSTONE

So schön war's letztes Jahr: Die Schweiz holt den Davis Cup 2014

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Oh, wie war das schön! 2014 gewann die Schweiz den Davis Cup
Es ist vollbracht! Einmal mehr macht König Federer die Schweiz zur glücklichsten Nation der Welt. Die Schweiz gewinnt dank einem 3:1 gegen Frankreich im November 2014 die hässlichste Salatschüssel der Welt.
quelle: afp / philippe huguen
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