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Alexander Zverev hat sich mit seinem Partybesuch ins Abseits manövriert. bild: screenshots instagram

Sperre gegen Partygänger Zverev gefordert – nur ein Ex-Bachelor nimmt ihn in Schutz



Party statt Selbstisolation: Nur eine Woche nach dem desaströsen Ende der Adria Tour, bei der Novak Djokovic und drei weitere ATP-Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, hat sich mit Alexander Zverev ein weiterer Tennis-Superstar ins Abseits manövriert.

Der 23-jährige Deutsche wurde nach seinen Auftritten in Belgrad und Zadar zwar mehrfach negativ getestet, doch statt die Öffentlichkeit zu meiden und sich wie angekündigt in eine Selbstisolation zu begeben, mischte er sich in seiner Wahlheimat Monaco unters Partyvolk. Mehrere Videos zeigen Zverev, weisse Leinenhose, das weisse Leinenhemd weit aufgeknüpft, wie er mit leicht bekleideten Damen im Privatclub Anjuna Plage in Èze an der Côte d’Azur zwischen Monaco und Nizza eine Party feiert. Von Quarantäne, von Einsicht, von Rücksicht ist nichts zu sehen.

Aus der ganzen Welt prasselt nun Kritik auf Zverev ein. «Wieder er! Wieder Sascha Zverev! Wie selbstsüchtig kann man sein. Diese Tenniswelt pisst mich an», sagte Nick Kyrgios. Die ehemalige Weltnummer 1 Andy Roddick twitterte: «Wenn du denkst, dass dich nichts mehr überraschen kann...» Die englische Spielerin Katie Boulter wiederum war «sprachlos» und fügte dann doch an: «Bitte sagt mir, dass ich falsch sehe.»

Zverev selbst hat sich noch nicht zu den Partybildern geäussert. Dafür springt ihm ein Schweizer Ex-Bachelor zur Seite. Patric Haziri war am Wochenende auf derselben Party wie der Tennisstar und erklärte gegenüber Nau.ch: «Wir wurden alle getestet, Zverev sogar gleich sechs Mal. Unsere Körpertemperatur wurde gestern Morgen vor Ort gemessen. Unsere Daten haben wir insofern angegeben, dass unser gemeinsamer Freund unsere Daten wie Handynummern usw. ja schon hatte. Er hat alles organisiert.»

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Auf Instagram postete Haziri ein Video, auf dem auch Zverev zu sehen ist. Video: streamable

Nichtsdestotrotz wird bald auch Zverev selbst Stellung zu seiner Partyausflug nehmen müssen. Die Weltnummer 7 plant, ab dem 13. Juli bei zwei Schaukämpfen vor 300 Zuschauern in einem Hangar auf dem Berliner Flughafen Tempelhof zu spielen. Mitorganisatorin Barbara Rittner erklärte kürzlich, dass man ein sehr striktes Hygienekonzept habe, von Zverevs Party-Auftritt zeigte sie sich deshalb «leicht geschockt: «Sind das wirklich Bilder von jetzt? Wenn es tatsächlich so ist, dann kratzt das ordentlich an seiner Glaubwürdigkeit», sagte die deutsche Tennis-Nationaltrainerin gegenüber dem «SID». «Ich sehe da kein Gefühl für Verantwortung oder seine Vorbildfunktion.»

Den Egoismus-Vorwurf von Kyrgios teilt Rittner voll und ganz: «Ich bin zwar kein Kyrgios-Fan, aber da hat er wohl recht», erklärte sie und forderte gar: «Die ATP sollte darüber nachdenken, ihn zu sperren.» Im Hinblick auf die beiden Schaukämpfe sagte Rittner: «Wir müssen zeigen, wie es geht. Auf uns wird die ganze Tenniswelt schauen. Jeder muss sich seiner Verantwortung und seiner Vorbildfunktion bewusst sein.»

Thiem fliegt durch halb Europa

Einer, der damit auch so seine liebe Mühe hat, ist der Österreicher Dominic Thiem. Die Weltnummer 3 war an der Adria-Tour ebenfalls mit von der Partie, hält nach seinem negativen Test aber wie Zverev nicht all zu viel von Selbstisolation. Als wäre nichts gewesen, jettet Thiem durch halb Europa und absolviert einen Schaukampf nach dem nächsten. Dass ihn die Corona-Pandemie dabei nicht sonderlich stört, erklärte er gegenüber einem französischen TV-Sender: «Ich bin wahrscheinlich der negativste Spieler auf der Tennistour», sagte Thiem mit spöttischem Unterton. Die vielen Corona-Tests hält er offenbar nicht für dringend notwendig. (pre/sha)

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Thiem auf dem Rückflug nach Wien. bild: instagram

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