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Belinda Bencic, of Switzerland, celebrates her win over Sabine Lisicki, of Germany, in the Rogers Cup women's tennis tournament in Toronto, Thursday, Aug. 13, 2015. (Frank Gunn/The Canadian Press via AP) MANDATORY CREDIT

Bencic schlägt Lisicki in drei Sätzen.  Bild: AP/CP

Sie ist nicht zu stoppen: Bencic steht nach abgewehrtem Matchball im Viertelfinal

Belinda Bencic steht beim hervorragend besetzten WTA-Premier-Turnier in Toronto im Viertelfinal. Die 18-jährige Ostschweizerin gewann gegen die Deutsche Sabine Lisicki 6:1, 1:6, 7:6 (7:3). Bei 4:5 im dritten Satz wehrte sie einen Matchball ab.



Belinda Bencic ist beim Turnier in der kanadischen Metropole nicht zu stoppen. Nach den Siegen gegen Eugenie Bouchard und Caroline Wozniacki verblüffte der Teenager aus der Schweiz auch gegen die vier Plätze schlechter klassierte Lisicki durch die grössere Coolness in den entscheidenden Momenten - und das gegen die dritte deutlich routiniertere Gegnerin.

Dramatik pur im dritten Satz

Nach zwei einseitigen ersten Sätzen, die zusammen gerade mal etwas über 50 Minuten dauerten, bot der entscheidende dritte Durchgang Dramatik pur. Im ersten Game vergab Bencic gleich vier Breakbälle, wenig später machte es Lisicki besser und zog auf 3:1 davon. Bencic konterte jedoch sogleich mit dem Re-Break zum 2:3. Danach hatten beide ihre Chancen.

Die Schweizerin wehrte beim Stand von 4:5 einen Matchball mit einem brillanten Netzangriff ab, im folgenden Game konnte sie selber zwei Breakbälle nicht zum vielleicht entscheidenden Vorteil nützen. Bevor Bencic bei 5:6 erneut gegen den Verlust der Partie aufschlagen musste, liess sich die Deutsche noch am linken Handgelenk behandeln, doch die junge Schweizerin liess sich auch dadurch nicht aus der Fassung bringen.

Sie gewann ihr Aufschlagspiel zu null und in der Folge auch die ersten drei Punkte des abschliessenden Tiebreaks. Bencic geriet nie mehr in Rückstand und profitierte nach genau zwei Stunden von einem Vorhand-Fehler Lisickis zum 7:3. 

Gelungene Revanche

Der Schrei der Erleichterung war wohl noch in ihrem Wohnort Wollerau im Kanton Schwyz zu hören. Bei der bisher einzigen Begegnung der beiden war sie von der Deutschen im Juni beim Rasenturnier in Birmingham regelrecht vom Platz geschossen worden.

Die 27 Asse Lisickis sind noch immer Rekord auf der WTA Tour. «Diesmal returnierte ich wesentlich besser», stellte Bencic zufrieden fest. «Das war eine richtige Achterbahn-Fahrt. Im ersten Satz spielte sie sicher nicht gut, im zweiten wusste ich nicht mehr, was machen.» Sie fand die Lösung aber noch rechtzeitig.

Als nächste Gegnerin versucht heute Freitag entweder die Serbin Ana Ivanovic (WTA 6) oder die Slowenin Polona Hercog (WTA 71), den Lauf der Schweizerin zu stoppen. Die beiden spielten gestern erst nach Redaktionsschluss. Bencic spielt sich aber auf jeden Fall wie schon beim Viertelfinal-Vorstoss am US Open des letzten Jahres in die Herzen der nordamerikanischen Tennisfans. «Viertelfinal, das klingt doch genial», meinte sie strahlend. (si)

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