Waltert verliert gegen Doppel-Spezialistin Siniakova + Sinner locker weiter
Doppel-Spezialistin Siniakova zu stark für Waltert
Simona Waltert verpasst es am French Open, als fünfte Schweizerin in die 2. Runde einzuziehen. Die 25-jährige Bündnerin unterliegt der Tschechin Katerina Siniakova (WTA 36), der Weltnummer 1 im Doppel, 4:6, 6:7 (4:7).
Ein Returnfehler mit der Rückhand zum 4:7 im Tiebreak des zweiten Satzes besiegelte Walterts Aus nach mehr als zweistündigem Kampf.
Viel fehlte der Churerin bei Temperaturen über der 30-Grad-Marke nicht, um zum zweiten Mal nach 2023 in Roland Garros in die 2. Runde einzuziehen. Zwar handelte sie sich in beiden Sätzen einen frühen Rückstand ein, letztlich gaben aber wenige Big Points den Ausschlag zugunsten von Siniakova, der zehnfachen Grand-Slam-Siegerin und langjährigen Nummer 1 im Doppel, die mit variablem Spiel aufwartete, aber vor vielen unerzwungenen Fehlern nicht gefeit war.
Auch die Statistiken wiesen Siniakova im Duell auf dem Court 13 nicht als eindeutig bessere Spielerin aus. Von zwölf Breakbällen wehrte die Tschechin aber zehn ab, Waltert von fünf nur zwei. Im ersten Satz liess Waltert drei Breakchancen zum 5:5 ungenutzt, im zweiten konnte sie vier Satzbälle zum 6:4 nicht verwerten, ehe sie im Tiebreak das Nachsehen hatte.
Damit bleibt es in der 2. Runde bei einem Schweizer Quartett. Belinda Bencic, Viktorija Golubic und Jil Teichmann sind alle am Mittwoch wieder gefordert, Susan Bandecchi am Donnerstag. Bencic bekommt es um 11.00 Uhr mit der Amerikanerin Caty McNally (WTA 63) zu tun, Golubic um ca. 12.30 Uhr mit Alycia Parks (WTA 79), auch sie eine Amerikanerin. Jil Teichmanns Partie gegen die Polin Magdalena Frech (WTA 46) ist die vierte des Tages auf Court 12. Auf diesem ist zuvor auch Golubics Partie angesetzt. Bandecchis Gegnerin in ihrem ersten Zweitrundenspiel an einem Grand-Slam-Turnier ist am Donnerstag Daria Kasatkina.
Moïse Kouamé besiegt Cilic
Der 17-jährige Franzose Moïse Kouamé schreibt am French Open im Kampf der Generationen gegen Marin Cilic Tennis-Geschichte. Kouamé setzte sich frenetisch angefeuert vom heimischen Publikum gegen den 20 Jahre älteren Kroaten Marin Cilic mit 7:6 (7:4), 6:2, 6:1 durch.
Kouamé, der erst Mitte März seinen 17. Geburtstag feierte und vom französischen Ex-Profi Richard Gasquet trainiert wird, dominierte den früheren US-Open-Champion Cilic in den Sätzen 2 und 3. Er ist der jüngste Spieler in der Profi-Ära, der einen Grand-Slam-Sieger im Männereinzel am French Open besiegen konnte. Seit 1991 hat auch kein jüngerer Spieler als er einen Hauptrundenmatch bei den Männern in Roland Garros gewonnen.
World No. 318 Moïse Kouame gets his first Grand Slam win over former world No. 3 Marin Cilic
— The Tennis Letter (@TheTennisLetter) May 26, 2026
He becomes the first player born in 2009 to win a match at a major
Also the youngest man to win a match here since 1991
Pure joy in front of his home crowd 🥹 pic.twitter.com/Jg5xXqJfw6
Easy-Win für Sinner
Jannik Sinner bekundete in seinem Startspiel keine Schwierigkeiten. Der seit 30 Spielen ungeschlagene italienische Weltranglisten-Erste, der sich auf dem Weg zum Karriere-Grand-Slam in Abwesenheit von Carlos Alcaraz fast nur selber stoppen kann, blieb gegen den Franzosen Clément Tabur (ATP 171) ungefährdet (6:1, 6:3, 6:4).
Sabalenka und Gauff siegen problemlos
Ohne Probleme überstanden die Weltnummer 1 Aryna Sabalenka und die amerikanische Vorjahressiegerin Coco Gauff die Startrunde. Sabalenka gab gegen die Spanierin Jessica Bouzas Maneiro nur sechs Games ab, Gauff gegen ihre Landsfrau Taylor Townsend noch zwei weniger.
Medwedem schon draussen
Für den als Nummer 6 gesetzten Daniil Medwedew ist das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres dagegen bereits gelaufen. Der Russe unterlag dem mit einer Wildcard ausgestatteten Australier Adam Walton auf der ungeliebten roten Asche 2:6, 6:1, 1:6, 6:1, 4:6. (riz/sda/dpa)
