Sport
Tennis

French Open: Stan Wawrinka verliert gegen Jesper de Jong

epa12992853 Stan Wawrinka of Switzerland reacts after winning the second set during his Men's 1st round match against Jesper de Jong of the Netherlands at the French Open Grand Slam tennis tourna ...
Stan Wawrinka zeigte eine kämpferische Leistung.Bild: keystone

Wawrinka verliert und verabschiedet sich von den French Open – Schweizer Frauen überzeugen

Stan Wawrinka verliert an den French Open in der ersten Runde gegen Jesper de Jong. Zwei Schweizerinnen gelingen Überraschungen in Roland-Garros. Jil Teichmann (WTA 170) und Susan Bandecchi (WTA 215) erreichen die 2. Runde.
25.05.2026, 16:1825.05.2026, 17:23

Wawrinka sagt Roland Garros: «Au revoir»

Stan Wawrinka (ATP 113), dem Turniersieger von 2015, war am French Open in Roland-Garros kein Sieg mehr vergönnt. Der 41-jährige Romand unterliegt Jesper de Jong (ATP 106) nach gut drei Stunden Spielzeit 3:6, 6:3, 3:6, 4:6.

Immerhin gewann Wawrinka diesmal einen Satz. Vor einem Jahr, als viele auch schon damit rechneten, dass es der letzte Auftritt des Schweizern an der Stätte seiner grössten Erfolge gewesen sein könnte, unterlag er dem Briten Jacob Fearnley in drei Sätzen.

epa12992853 Stan Wawrinka of Switzerland reacts after winning the second set during his Men's 1st round match against Jesper de Jong of the Netherlands at the French Open Grand Slam tennis tourna ...
Wawrinka lässt sich nach einem Punktgewinn feiern.Bild: keystone

Gegen Jesper de Jong lag für Wawrinka diesmal viel mehr drin. Am Anfang spielte Wawrinka zu wenig effizient. Erst seine achte Breakmöglichkeit nützte er, was ihm den zweiten Satz eintrug. In den Sätzen 3 und 4 wogten die Vorteile hin und her. Die entscheidenden Ballwechsel gewann indessen der Niederländer, der zuvor in dieser Saison auf der ATP-Tour noch kein Einzel siegreich hatte gestalten können.

Paris verabschiedete Stan Wawrinka mit einer Zeremonie. Die Fans skandierten und sagen Stans Namen. Amélie Mauresmo, die Turnierdirektorin, und Gilles Moretton, der Präsident des französischen Tennisverbands, fanden rührende Worte. Wawrinka gewann das French Open vor elf Jahren und stand in den darauffolgenden Jahren nochmals in den Halbfinals und im Final.

Stan Wawrinkas Karriere und seine Abschieds-Tournée geht weiter. Und tatsächlich gibt es eine Chance, dass er auch in Paris, wo sie ihn so lieben, nochmals antritt. Denn sollte das Masters-1000-Hallenturnier von Paris Ende Saison noch eine Wildcard für ihn haben, erscheint unvorstellbar, dass Wawrinka diese Chance nicht nochmals ergreifen würde.

Bandecchi siegt bei Grand-Slam-Debüt

Susan Bandecchi, die 27-jährige Tessinerin, die sich erstmals für ein Grand-Slam-Turnier qualifiziert hatte, eliminierte die als Nummer 31 gesetzte Spanierin Cristina Bucsa mit 6:4, 2:6, 6:4.Weiter geht es für Bandecchi am Donnerstag. Dann trifft sie auf die seit einem Jahr für Australien spielende Daria Kasatkina, die vor vier Jahren in der Weltrangliste Platz 8 belegte.

Susan Bandecchi feierte mit Abstand den grössten Sieg ihrer Karriere - und nutzte die Gunst der Stunde. Nachdem sie im zwölften Anlauf endlich die Qualifikation für ein Grand-Slam-Turnier geschafft hatte, erhielt sie mit Bucsa eine Gegnerin zugelost, die sich in einer Krise befindet. Bucsa gewann die letzten zwei Jahre (!) auf Sand kein Einzel mehr. Bandecchi besiegte erstmals eine Top-70-Spielerin und überstand erst zum zweiten Mal an einem Tour-Event die Startrunde – vier Jahre nach einem Sieg in Lausanne über Oceane Dodin.

Teichmann schlägt die Weltnummer 20

Jil Teichmann, letzte Woche Halbfinalistin in Rabat, besiegte Ludmila Samsonowa (WTA 20), einst die Nummer 12 der Welt, mit 6:4, 6:4. Teichmanns Sieg über Samsonowa erfolgte nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Samsonowa gewann diese Saison erst drei Partien auf der WTA-Tour und spielt ganz und gar nicht wie eine Top-20-Spielerin. Im Juli muss sie die Punkte für die Halbfinalqualifikation 2025 in Wimbledon ersetzen; der Russin droht im Ranking ein tiefer Fall.

Jil Teichmann s'accroche.
Auch Jil Teichmann war erfolgreich.Bild: fxp-fr-sda-rtp

Jil Teichmann hat alle bisherigen drei Duelle gegen Samsonowa gewonnen. Und die Bielerin gewann erst zum zweiten Mal (vier Jahre nach dem Sieg über Viktoria Asarenka in Paris) an einem Major-Turnier gegen eine gesetzte Gegnerin. Teichmann trifft in der zweiten Runde am Mittwoch auf die Polin Magdalena Frech.

Auch Golubic weiter

Am späten Montagnachmittag setzte sich auch die vierte Schweizerin am French Open durch. Viktoria Golubic kam gegen die Ungarin Panna Udvardy (WTA 59) in nur 67 Minuten zu einem 6:0, 6:2-Sieg. Die nächste Gegnerin von Golubic am Donnerstag steht noch nicht fest. (riz/hkl/sda)

epa12992988 Viktorija Golubic of Switzerland in action during her Women's 1st round match against Panna Udvardy of Hungary at the French Open Grand Slam tennis tournament at Roland Garros in Pari ...
Viktoria Golubic gewinnt deutlich.Bild: keystone
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder der French Open 2026
1 / 12
Die besten Bilder der French Open 2026

Stan Wawrinka wird nach seiner Niederlage verabschiedet …

quelle: keystone / thibault camus
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Bald kannst du (vielleicht) Tennis mit diesem Roboter spielen
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die Doping-Spiele sind vorbei – rate mal, wie viele Weltrekorde es gab
In Las Vegas gingen dieses Wochenende die umstrittenen «Enhanced Games», eine Art Olympia, bei der Doping erwünscht ist, über die Bühne. Die Athletinnen und Athleten übertrumpften die Weltelite nur in einem einzigen Wettbewerb.
Ein einziger Weltrekord wurde bei der höchst umstrittenen Veranstaltung in der US-Casinostadt Las Vegas gebrochen: Der griechische Schwimmer Kristian Golomeew schaffte es, den «sauberen» Weltrekord des Australiers Cameron McEvoy über 50 Meter Freistil zu übertrumpfen. Der 32-Jährige schlug mit einer Zeit von 20,81 Sekunden an, McEvoys Bestmarke liegt bei 20,88. Für Golomeew lohnt sich die Teilnahme zumindest finanziell: Nebst 250'000 US-Dollar erhielt er auch den 1-Million-Dollar-Bonus für das Brechen eines bestehenden Weltrekords, wie Yahoo Sports schreibt.
Zur Story