Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Stanislas Wawrinka of Switzerland, right, and Roger Federer of Switzerland hold their trophies after Wawrinka defeated Federer in the final match of the Monte Carlo Tennis Masters tournament, in Monaco, Sunday April 20, 2014. Wawrinka won 4-6, 7-6, 6-2.  (AP Photo/Claude Paris)

In Monte Carlo trafen Wawrinka und Federer erst- und bisher letztmals in einem Endspiel aufeinander. Bild: Claude Paris/AP/KEYSTONE

Historisches Endspiel möglich

Diese Spieler stehen dem allerersten Schweizer Grand-Slam-Final noch im Weg

Roger Federer und Stan Wawrinka trennen je noch zwei Siege vom ersten Schweizer Major-Final der Geschichte. So stehen die Chancen.



Im Januar platzte beim Australian Open der Traum vom ersten rein schweizerischen Grand-Slam-Final aller Zeiten auf der Zielgerade. Stan Wawrinka schaltete in seinem Halbfinal Novak Djokovic aus, doch Roger Federer konnte gegen Rafael Nadal nicht nachziehen und schied in drei Sätzen aus.

Umfrage

Kommt es zum ersten Schweizer Grand-Slam-Final?

  • Abstimmen

63

  • Ja46%
  • Nein, Wawrinka erreicht das Endspiel nicht.30%
  • Nein, Federer erreicht das Endspiel nicht.2%
  • Nein, beide scheiden vorher aus.19%

Neun Monate später könnte der erste Schweizer Major-Final wieder Tatsache werden. Noch fehlen beiden Spielern nur zwei Siege. Im April in Monte Carlo sorgten Wawrinka und Federer für den ersten gemeinsamen Final, das erste Schweizer Endspiel auf hoher Stufe gab es 2000 in Barcelona, als der damals 18-jährige Federer gegen Marc Rosset verlor. Danach war er so bitter enttäuscht, weil er dachte, er würde nie ein Turnier gewinnen können.

14 Jahre später muss sich Federer nicht mehr um einen möglichen ersten Turniersieg kümmern. Sein Palmares ist eindrücklich. Doch die Schweiz träumt wieder mehr denn je vom Schweizer Endspiel der beiden Davis-Cup-Spieler. Die Vorbereitung auf den Halbfinal gegen Italien würde dann zwar extrem kurz ausfallen, aber uns wäre ein «Swiss final» auch recht. Diese Hürden müssen noch aus dem Weg geräumt werden:

Stan Wawrinka

Kei Nishikori (ATP 11)

Head-to-Head: 2:0
Der Romand trifft im Viertelfinal heute Abend (im watson-Liveticker) zum dritten Mal in seiner Karriere auf Kei Nishikori. Der 24-Jährige gehört zur jungen Garde, der man grosse Titel zutraut. In diesem Jahr holte er zwei seiner fünf Titel. Wie Wawrinka gilt Nishikori als Spieler, der nie aufgibt und mit seiner Schnelligkeit und Ausdauer die Gegner zermürben kann.  
Bisherige Duelle: Die ersten beiden Duelle vor zwei Jahren gewann er locker in zwei Sätzen (in Cincinnati und Buenos Aires). 
Siegchancen: 70%
Wie Wawrinka ist auch Nishikori gezeichnet vom bisherigen Turnier. Im Achtelfinal schaltete er Milos Raonic etwas überraschend in fünf Sätzen aus, stand dafür aber bis morgens um 2.26 Uhr auf dem Court. 

Kei Nishikori, of Japan, reacts after defeating Milos Raonic, of Canada, during the fourth round of the U.S. Open tennis tournament in the early morning hours of Tuesday, Sept. 2, 2014, in New York. (AP Photo/Jason DeCrow)

Kei Nishikori. Bild: AP/FR103966 AP

Möglicher Halbfinal-Gegner: Andy Murray (ATP 9)

Head-to-Head: 6:8
Murray hat seine Form nach einem schwachen Sommer wiedergefunden. Beeindruckte beim Dreisätzer gegen Jo-Wilfried Tsonga, gab aber gegen Andrey Kuznetsov und Robin Haase je einen Satz ab.
Bisherige Duelle: Die Bilanz ist ziemlich ausgeglichen, die letzten beiden Duelle holte sich der Schweizer souverän. Beim US Open trafen die zwei schon dreimal aufeinander. Das erste Duell holte sich der Schotte, zuletzt zweimal der Schweizer.
Siegchancen: 55 %
Es ist alles offen. Murray liegt Wawrinka aber grundsätzlich etwas besser als Djokovic.
 

Andy Murray of Britain reacts after defeating Jo-Wilfried Tsonga of France during their match at the 2014 U.S. Open tennis tournament in New York, September 1, 2014. REUTERS/Ray Stubblebine (UNITED STATES  - Tags: SPORT TENNIS)

Andy Murray. Bild: RAY STUBBLEBINE/REUTERS

Möglicher Halbfinal-Gegner: Novak Djokovic (ATP 1)

Head-to-Head: 3:15
Djokovic ist beim US Open wie auf Knopfdruck wieder bereit und fliegt derzeit durch das Turnier. Gegen Philipp Kohlschreiber bekundete er aber trotz Dreisatzsieg mehr Mühe als erwartet. Die wirklich grosse Hürde stellt sich dem Serben heute Nacht im Spiel gegen Murray. Gewinnt er dort – ist er ein ganz heisser Titelfavorit.
Bisherige Duelle: Die Bilanz spricht zwar klar für Djokovic. Im Januar siegte der Schweizer erstmals wieder nach 14 Duellen gegen den Serben und gewann danach die Australian Open. Im fünften Satz rang Stan den Djoker mit 9:7 nieder. Unvergessen sind auch die vorherigen Grand-Slam-Duelle 2013. Beide gingen über fünf Sätze, der Achtelfinal beim Australian Open war mit dem 10:12 im Entscheidungsdurchgang episch, beim US Open letztes Jahr gab Wawrinka zweimal eine Satzführung preis.
Siegchancen: 40 %
Besiegt Djokovic Murray, dürfte er wieder genug Selbstvertrauen haben, um Wawrinka im Normalfall zu besiegen. Aber Wawrinka ist Wawrinka. Da ist immer alles möglich.

Novak Djokovic of Serbia reacts after defeating to Philipp Kohlschreiber of Germany at the 2014 U.S. Open tennis tournament in New York, September 1, 2014.         REUTERS/Eduardo Munoz (UNITED STATES  - Tags: SPORT TENNIS)

Novak Djokovic. Bild: EDUARDO MUNOZ/REUTERS

Roger Federer

Gaël Monfils (ATP 24)

Head-to-Head: 7:2
Der Franzose ist einer der Publikumslieblinge in Flushing Meadows und einer der grossen Defensivkünstler, was Federer wenig behagt. Der Showman geht allerdings auch grosses Risiko ein und will bei eigenem Aufschlag die Punkte oft schnell beenden. Sein Sieg gegen Grigor Dimitrov im Achtelfinal konnte nicht erwartet werden.
Bisherige Duelle: Auch wenn die Bilanz klar für Federer spricht, die Partien sind meist hart umkämpft. Zuletzt siegte Federer in Cincinnati in drei Sätzen knapp, in Schanghai verlor er gegen Monfils noch.
Siegchancen: 75%
Monfils mag in Form sein, aber Federer ist dies auch. Er hat alle Mittel, um den Franzosen auszuspielen. 

Gael Monfils, of France, reacts after defeating Grigor Dimitrov, of Bulgaria, during the fourth round of the 2014 U.S. Open tennis tournament, Tuesday, Sept. 2, 2014, in New York. (AP Photo/Darron Cummings)

Gaël Monfils. Bild: Darron Cummings/AP/KEYSTONE

Möglicher Halbfinal-Gegner Marin Cilic (ATP 16)

Head-to-Head: 5:0
In den Achtelfinals musste Cilic gegen Gilles Simon über fünf Sätze, zuvor schon gegen Kevin Anderson über vier. Der Kroate hat noch nicht vollends überzeugt.
Bisherige Duelle: Gegen den Kroaten hat Federer noch nie verloren. In Toronto in diesem Sommer stand der 25-Jährige aber nahe am ersten Triumph. In einem fast dreistündigen Krimi siegte Federer erst mit dem siebten Matchball und zwei Durchgängen im Tiebreak. Die Partie endete um 00.20 Uhr, am Geburtstag Federers. Der sagte danach im Spass: «Ich spielte extra schön lange, um noch mit der Presse feiern zu können. Es war schon immer mein Wunsch und Traum, mit Journalisten zu feiern …» Beim US Open 2011 setzte sich Federer in vier Sätzen durch.
Siegchancen: 80%
Cilic wäre sicherlich die einfachste Aufgabe auf dem Weg ins Endspiel. In der aktuellen Form dürfte er für den Kroaten unerreicht sein.

Marin Cilic, of Croatia, reacts after defeating Gilles Simon, of France, in five sets during the fourth round of the 2014 U.S. Open tennis tournament, Tuesday, Sept. 2, 2014, in New York. (AP Photo/John Minchillo)

Marin Cilic. Bild: AP/FR170537 AP

Möglicher Halbfinal-Gegner Tomas Berdych (ATP 7)

Head-to-Head: 12:6
Um ein Haar wäre Berdych in der 2. Runde an Martin Klizan gescheitert, zog seinen Kopf aber in fünf Sätzen aus der Schlinge. Danach überzeugte der Tscheche mit zwei flotten Dreisatzsiegen. Im Duell mit Cilic ist er zu favorisieren.
Bisherige Duelle: Auch wenn Federer 12:6 führt, der Tscheche darf als eine Art «Angstgegner» bezeichnet werden. Mit dem Hardhitter und starken Aufschlägen bekundet der Baselbieter immer wieder Probleme und musste schon einige bittere Niederlagen einstecken. Da war die Olympia-Pleite 2004 oder die Viertelfinal-Niederlagen beim Wimbledon 2010 und beim US Open 2012. Beide Male stoppte Berdych schöne Serien. In Wimbledon verhinderte er den möglichen achten Finaleinzug Federers in Serie, in New York schied Federer erstmals seit 2003 wieder vor den Halbfinals aus. Berdych sagte danach: «Etwas von meinem Spiel behagt ihm nicht.» Er hat recht.
Siegchancen: 60 %
Federer wäre trotz allem der Favorit. In Dubai besiegte er den 28-Jährigen in diesem Jahr im Endspiel nach Satzrückstand. Jetzt ist Federers Spiel noch besser geworden. Ein weiteres Mal lässt sich der Schweizer vom Tschechen nicht die Suppe versalzen.

Sep 2, 2014; New York, NY, USA; Tomas Berdych (CZE) waves to the crowd after recording match point against Dominic Thiem (AUT) on day nine of the 2014 U.S. Open tennis tournament at USTA Billie Jean King National Tennis Center. Mandatory Credit: Jerry Lai-USA TODAY Sports

Tomas Berdych. Bild: Keystone

Das könnte dich auch interessieren:

Musk kam, sah und wurde fast von Ameisen gebodigt – das steckt hinter der Wut auf Tesla

Link zum Artikel

Instagram-Star Morena Diaz hat einen ehemaligen Freund wegen Vergewaltigung angezeigt

Link zum Artikel

Covid-19 zertrümmert den Mythos von der Effizienz des chinesischen Systems

Link zum Artikel

Attentat von Hanau: «Rechtsextreme Influencer radikalisieren die ‹einsamen Wölfe›»

Link zum Artikel

6 Schweizer Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Das Verkehrsregel-Quiz: Wer hier versagt, muss den Bus nehmen

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Waadtländer wird von falscher Geliebter abgezockt – und zwar so richtig

Link zum Artikel

Schweizer Zahnärzte haben ein Hygiene-Problem – und niemand tut etwas dagegen

Link zum Artikel

Bill Gates hat sein erstes Elektroauto gekauft – jetzt rate, was für eins! 🙈

Link zum Artikel

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Musk kam, sah und wurde fast von Ameisen gebodigt – das steckt hinter der Wut auf Tesla

184
Link zum Artikel

Instagram-Star Morena Diaz hat einen ehemaligen Freund wegen Vergewaltigung angezeigt

257
Link zum Artikel

Covid-19 zertrümmert den Mythos von der Effizienz des chinesischen Systems

101
Link zum Artikel

Attentat von Hanau: «Rechtsextreme Influencer radikalisieren die ‹einsamen Wölfe›»

91
Link zum Artikel

6 Schweizer Mythen im Faktencheck

32
Link zum Artikel

Das Verkehrsregel-Quiz: Wer hier versagt, muss den Bus nehmen

194
Link zum Artikel

Waadtländer wird von falscher Geliebter abgezockt – und zwar so richtig

10
Link zum Artikel

Schweizer Zahnärzte haben ein Hygiene-Problem – und niemand tut etwas dagegen

27
Link zum Artikel

Bill Gates hat sein erstes Elektroauto gekauft – jetzt rate, was für eins! 🙈

84
Link zum Artikel

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

41
Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

115
Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

129
Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

223
Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

10
Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

118
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Musk kam, sah und wurde fast von Ameisen gebodigt – das steckt hinter der Wut auf Tesla

184
Link zum Artikel

Instagram-Star Morena Diaz hat einen ehemaligen Freund wegen Vergewaltigung angezeigt

257
Link zum Artikel

Covid-19 zertrümmert den Mythos von der Effizienz des chinesischen Systems

101
Link zum Artikel

Attentat von Hanau: «Rechtsextreme Influencer radikalisieren die ‹einsamen Wölfe›»

91
Link zum Artikel

6 Schweizer Mythen im Faktencheck

32
Link zum Artikel

Das Verkehrsregel-Quiz: Wer hier versagt, muss den Bus nehmen

194
Link zum Artikel

Waadtländer wird von falscher Geliebter abgezockt – und zwar so richtig

10
Link zum Artikel

Schweizer Zahnärzte haben ein Hygiene-Problem – und niemand tut etwas dagegen

27
Link zum Artikel

Bill Gates hat sein erstes Elektroauto gekauft – jetzt rate, was für eins! 🙈

84
Link zum Artikel

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

41
Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

115
Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

129
Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

223
Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

10
Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

118
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Mein Gott, das war hart!» – Federer ist nach unfassbarer Wende weiter

Roger Federer zieht am Australian Open in Melbourne zum 18. Mal in die Achtelfinals ein. Der Weltranglisten-Dritte setzt sich in einem packenden Tennis-Thriller nach gut vier Stunden gegen den Australier John Millman 4:6, 7:6 (7:2), 6:4, 4:6, 7:6 (10:8) durch.

Am Tag des grossen Favoritensterbens im Melbourne Park erwischte es beinahe auch den sechsfachen Champion. Federer musste leiden, bis er seinen 100. Einzel-Sieg am Australian Open unter Dach und Fach hatte. «Mein Gott, das war hart», sagte er im Sieger-Interview.

Die Entscheidung fiel weit nach Mitternacht im Super-Tiebreak des fünften Satzes, als Federer in dem 2019 in Melbourne eingeführten Format bereits mit 4:8 zurückgelegen hatte, dank sechs Punkten in Folge aber doch noch die Wende …

Artikel lesen
Link zum Artikel