Sport
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Attraktivere Matches als Ziel

Federer probt mit Hewitt die Tennis-Revolution: Diese vier Dinge sollen anders werden

Roger Federer und Lleyton Hewitt testen am 12. Januar in Sydney in einer Exhibition ein neues Format für Tennisspiele. Das Ziel: Die Spieldauer soll verkürzt werden. Folgende vier Änderungen sollen getestet werden:

Nur noch vier Gewinn-Games

Statt wie bis anhin auf sechs Gewinn-Games zu spielen, sollen zwei Games radikal gestrichen werden. Nehmen wir eine x-beliebige Partie, etwa Roger Federer gegen Novak Djokovic. Der Serbe beginnt, hält sein Service-Game, breakt dann Federer und hält erneut. Es stünde 0:3 aus Sicht von Federer und der Schweizer servierte mit seinem zweiten Service-Game bereits gegen den Satzverlust.

Lleyton Hewitt, of Australia, wipes sweat from his face between points against Tomas Berdych, of the Czech Republic, during the second round of the 2014 U.S. Open tennis tournament, Wednesday, Aug. 27, 2014, in New York. (AP Photo/Matt Rourke)

Lleyton Hewitt zeigt sich von den angestrebten Innovationen restlos begeistert. Bild: Matt Rourke/AP/KEYSTONE

Tiebreak beim Stand von 3:3

Es wird gar nicht mehr erst gewartet, bis beide Spieler die für einen Satzgewinn erforderliche Anzahl Punkte (nach Regeländerung: 4) erreicht haben. Halten beide Spieler ihre Service-Games, geht's bereits ins Tiebreak.

Der «Vorteil» wird abgeschafft

Es steht 40:40 und der «Vorteil» wird hin- und hergeschoben, kein Spieler kommt zum Game: Schon manchem Tennis-Fan hat das die Nerven geraubt. Dem soll abgeholfen werden. Wer bei 40:40 den nächsten Punkt macht, gewinnt das Game.



LILLE, FRANCE - NOVEMBER 23:  Roger Federer of Switzerland in action against Richard Gasquet of France during day three of the Davis Cup Tennis Final between France and Switzerland at the Stade Pierre Mauroy on November 23, 2014 in Lille, France.  (Photo by Julian Finney/Getty Images)

Roger Federer ist offen gegenüber der Neuerung, will sich aber noch nicht auf die Äste herauswagen. Bild: Getty Images Europe

Keine Netzfehler bei Service

Ein Service, der via Netzkante ins Aufschlagsfeld fliegt, gilt als korrekter Service und würde nicht mehr wiederholt.

Die ersten Erfahrungen

Bei den australischen Klub-Meisterschaften sind diese Formatänderungen bereits getestet worden. Sie führten zu einer Halbierung der Spielzeit. Der Präsident des australischen Tennisverbandes sagt: «Heutzutage ist Zeit etwas sehr Wertvolles. Gerade für Klub- und Freizeitspieler ist das neue Format sehr geeignet, weil sie ihre Tennis-Aktivitäten in ihren ohnehin schon vollen Terminkalender packen müssen.»

Was sagen die Spieler?

Roger Federer: «Ich kann es kaum erwarten, ins wunderschöne Sydney zu fliegen und dieses sehr spezielle Match gegen meinen alten Freund und Rivalen Lleyton Hewitt auszutragen.»

Lleyton Hewitt: «Gegen Roger Federer in diesem neuen Format zu spielen, wird eine Herausforderung sein für uns beide und grossen Spass machen. Es ist eine fantastische Innovation fürs Tennis und ich hoffe, dass die Idee einschlagen wird.»

Für Roger Federer stellt das Experiment ein ideales Warm-up für das Australian Open dar. Dieses startet eine Woche später – noch im bewährten Modus. (tat)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Freeridersteve 25.11.2014 20:43
    Highlight Highlight Warum nicht einfach etwas kleinere Aufschlagfelder, damit es weniger Asse gibt, die Bälle langsamer ins Spiel kommen und der beste Tennisspieler gewinnt? Es heisst ja Tennis spielen und nicht Aufschlag spielen.
    3 1 Melden
  • egli55 25.11.2014 18:23
    Highlight Highlight 40:40 wo einer der beiden den Vorteil daraus machen kann aber hat trotzdem noch nicht den sicheren punkt macht ja die Spannung aus. Es kann ja nirgends mehr ein richtiges nervenkitzeln entstehen als bei bsp. diesen punkten wo es hin und her gehen kann. Und nur auf 4 gewinnsätze ist ja lachhaft! Bist du 1 break hinten ist der satz so gut wie verloren. Die hoffnung das dein spieler den satz noch kehren kann, ist so gut wie weg! Und legendäre spiele wie wir gesehen haben von z.b roger gegen nadal in london würde es nicht mehr geben! Und sind wir ehrlich das macht ja den sport unteranderem aus!
    9 0 Melden
  • alessandro 25.11.2014 16:06
    Highlight Highlight Ich weiss nicht... kürzere Spieldauer ist nicht nur positiv. Das bringt ganz andere Spielertypen aufs Feld, lässt weniger Spielraum für taktische Spiele und nimmt schon ein wenig den Zauber. Das Schöne ist doch am Tennis, dass jemand zwei Sätze hinten sein kann und sich so derart verbessert, dass er am Schluss mit 3:2 gewinnt... An Spannung ist doch sowas nicht zu überbieten!
    25 2 Melden
  • hektor7 25.11.2014 15:19
    Highlight Highlight Nur noch vier Gewinn-Games fände ich sehr schade... Dann ist ein Spiel unter Umständen nach nicht mal 30 Minuten zu Ende? Tennis lebt doch von den legendären Spielen, die 5 Stunden dauerten und knapp noch vor dem Eindunkeln zu Ende gespielt werden konnten (wenn überhaupt).

    Über die anderen Änderungen kann man diskutieren.
    26 1 Melden

«Diese Ekstase macht süchtig» – Federer holt den neunten Titel in Basel

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