Sport
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Indian Wells, Halbfinals

Kerber – Bencic 6:4 6:2

Andreescu – Switolina 6:3 4:6 6:3

Angelique Kerber, left, of Germany, hugs Belinda Bencic, of Switzerland, after Kerber's win at the BNP Paribas Open tennis tournament Friday, March 15, 2019, in Indian Wells, Calif. Kerber won 6-4, 6-2. (AP Photo/Mark J. Terrill)

Bencic gratuliert Kerber fair zum Sieg. Bild: AP/AP

Kerber zu stark! Bencic verpasst in Indian Wells den Final



Die beeindruckende Siegesserie von Belinda Bencic endet im Halbfinal von Indian Wells. Nach 12 Siegen hintereinander verliert die 22-jährige Schweizerin gegen Angelique Kerber in 68 Minuten 4:6, 2:6.

Nur in der Startphase des Spiels knüpfte Belinda Bencic an die Leistungen der letzten vier Wochen an. Sie führte im ersten Satz 2:0 und 4:2. Die Wende wurde im achten Spiel des ersten Satzes eingeleitet, in welchem Bencic der Gegnerin mit drei schnellen Fehlern und einem Doppelfehler den Ausgleich zum 4:4 ermöglichte. Danach bekam Belinda Bencic den Halbfinal nie mehr in den Griff, obwohl sie auch zu Beginn des zweiten Satzes nochmals mit einem Break (1:0) führte.

Der Matchball:

Was lief anders als bei den zwölf vorangegangenen Siegen? Primär erwies sich Bencics Aufschlag nicht mehr als schnittige Waffe, wie beispielsweise im Viertelfinal gegen Karolina Pliskova, eine der derzeit besten Aufschlägerinnen auf der Frauen-Tour. Bencic brachte zwei ihrer ersten drei Aufschlagspiele durch, danach aber kein einziges mehr. Die Partie beendete sie mit ihrem fünften Doppelfehler beim ersten Matchball. Ausserdem kam Bencic mit der für sie neuen Situation nicht zurecht, einem Rückstand nachlaufen zu müssen. Während ihrer Siegesserie verlor sie einzig in Dubai gegen Simona Halep den ersten Satz - und in dieser Partie gelang es ihr gleich zu Beginn des zweiten Satzes, das Heft in die Hand zu nehmen.

Zu viel Risiko bei Bencic

Gegen Kerber schaffte sie die Wende nicht - was natürlich primär an der starken Gegnerin lag. Angelique Kerber spielte äusserst solide. Schon in den vorangegangenen Runden waren der 31-jährigen Deutschen trotz druckvollem Grundlinienspiel kaum Fehler unterlaufen. Kerber befindet sich nach einem schwachen letzten halben Jahr scheinbar wieder in der Topform, in der sie 2016 das Jahr als Nummer 1 der Welt beendete und im letzten Sommer in Wimbledon ihr drittes Grand-Slam-Turnier gewann.

Weil Kerber so gut spielte, musste Bencic bei ihren Schlägen immer grössere Risiken eingehen. Daraus resultierten markant mehr Fehler als in den Runden zuvor und die erste Niederlage seit dem Qualifikationsturnier Anfang Februar in St. Petersburg, als sie Veronika Kudermetowa (WTA 108) unterlag.

Dennoch verlässt Belinda Bencic die Oase Indian Wells mit nur guten Gefühlen. Die 22-Jährige aus Flawil bestätigte den Turniersieg von Dubai auf eindrückliche Art und Weise. Sie stösst am Montag erstmals seit zweieinhalb Jahren wieder unter die Top 20 der Weltrangliste vor (auf Platz 20) und startet nächste Woche ins Turnier in Miami als Mitfavoritin. (sda/kün)

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