DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Dortmund players celebrate at the end of the Champions League quarterfinal second leg soccer match between Borussia Dortmund and Malaga CF in Dortmund, Germany, Tuesday, April 9, 2013. Dortmund defeated Malaga 3-2. (AP Photo/Frank Augstein)

Bild: AP

Dortmunder Last-Minute-Sieg gegen Malaga

Unvergessen

«Schieber mit dem Kopf, Reus, quer, Linie, Tor, Tor, Tooooor, Toooooooor!»

9.April 2013: Dank eines unfassbaren Endspurts dreht Borussia Dortmund das CL-Viertelfinalspiel gegen Malaga noch und zieht ins Halbfinale ein. Mindestens die gleiche heroische Leistung vollbringt der 90elf-Reporter Andreas Mann.



Als der eingewechselte Brasilianer Eliseu aus einer Abseitsposition Malaga, die Auswärtsmannschaft, mit 2:1 in Führung bringt, glauben selbst die grössten Optimisten im Ruhrpott nicht mehr an eine Wende. Nach dem 1:1 im Hinspiel müssen nun zwei Tore her. Dabei gilt der Vertreter aus Andalusien als äussert defensivstark.

Die Minuten zerrinnen, ohne dass Dortmund den Ball im Malaga-Gehäuse unterbringen kann. Bereits signalisiert Schiedsrichter Craig Thomson seinem Assistenten, dass drei Minuten nachgespielt werden.

Bild

Die BVB-Fans haben das Wunder schon vor dem Anpfiff im Blickfeld. Bild: IMAGO / Thomas Bielefeld

Mats Hummels schlägt mit letzter Kraft noch einen langen Ball in den gegnerischen Strafraum – im American Footbal würde man von einem «Hail Mary» sprechen – wo der argentinische Brocken Martin Demichelis unerklärlicherweise mit dem Kopf den Ball verfehlt. Neven Subotic kommt im Fünfmeterraum an den Ball, schiebt ihn in die Mitte, wo zuerst Felipe Santana scheitert. Doch Marco Reus kann den Abpraller zum Ausgleich verwerten.

Bild

90elf-Reporter Andreas Mann. Bild: express.de

Auch der 90elf-Radio-Reporter Andreas Mann findet auf der Tribüne des Signal Iduna Parks wieder neuen Kampfesmut. «Drei Minuten noch. Auf geht's BVB!», brüllt der Kommentator ins Mikrofon, wie es sonst nur in südlichen Gefilden zu hören ist.

Und der Moderator vom deutschen Fussball-Radio kann offensichtlich mit seinem «Redeanfall» auch die letzten Zweifel der BVB-Spieler an der noch kurz zuvor nicht mehr für möglich gehaltenen Wende auslöschen.

Ein deutscher Radioreporter im Stile eines Südamerikaners

In der 93. Minute schlägt Robert Lewandowski eine Flanke in den Strafraum, diese wird von Julian Schieber per Kopf sanft abgetropft, wo Marco Reus völlig frei zum Schuss ansetzen kann. Der deutsche Nationalspieler verzieht bei seinem Torversuch kläglich, doch zum Glück der Dortmunder wird sein Schuss zu einem scharfen Querpass, wo Felipe Santana den Ball schliesslich am Schluss irgendwie über die Linie bringen kann. Oder mit den Worten von Kommentator Mann:

«Schieber mit dem Kopf, Reus, quer, Linie, Tor, Tor, Tooooor, Tooooooor!»

Der gute Andreas Mann kriegt sich in der verbleibenden Spielzeit nicht mehr ein. Noch nie hat ein deutsch sprechender Kommentator so viele Vokale in einem Beitrag gebraucht.

«Keine Ahnung, wer's geschossen hat, ist mir auch scheissegal!»

Nachdem seine Stimme durch die Schreierei hörbar an Qualität eingebüsst hat, ist der Radioreporter mit den Kräften mehr am Ende als die Spieler.

«Ich geh am Stock!»

Dieser Radioreporter macht mit seinem Auftritt definitiv allen südamerikanischen Berufskollegen Konkurrenz.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das Wunder von Barcelona

Beifang: Wundervolle Bilder: Hier schwimmt eine Freediverin mit einem riesigen Hai

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eklat am G-20-Prozess in Zürich: Beschuldigte verlassen den Gerichtssaal

Eine Gerichtsverhandlung soll über Schuld oder Unschuld entscheiden. Ab wann ist ein Gericht voreingenommen? Diese Frage stellt sich nun nach einer Datenpanne am Zürcher Bezirksgericht.

Es war am 7. Juli 2017, frühmorgens gegen 06 Uhr: Eine Gruppe von etwa 200 Personen marschierte vom Hamburger Volkspark in Richtung Innenstadt. Sie demonstrierten gegen den G-20-Gipfel – schwarz gekleidet, teils vermummt und teils bewaffnet.

Wenige Minuten später eskaliert die Situation. Die Bilder von wüsten Strassenschlachten zwischen Polizeibeamten und Gewalttätern gehen um die Welt. Es kommt zu Massenverhaftungen. Auch zwei Männer und eine Frau aus der Schweiz werden festgenommen. Wir …

Artikel lesen
Link zum Artikel