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Unvergessene Momente

Unvergessen

Cuches Husarenstück beim Ösi-Heimrennen

21. Januar 2012: Zwei Tage nach seiner Rücktrittserklärung brettert Cuche ein letztes Mal über die berüchtigte Streif. Er verhindert dabei einen österreichischen Dreifachtriumph - und wird Rekordsieger.



Didier Cuche gilt als einer der besten Abfahrer der Geschichte. Weltmeister wurde er in der Königsdisziplin zwar nie, das Heimrennen in Wengen hat er in 13 Anläufen auch nie gewonnen, aber in Kitzbühel - auf der schwierigsten Weltcupstrecke der Welt - ist er mit fünf Siegen Rekordhalter.

Didier Cuches Fahrt zum fünften Sieg auf der Streif. Video: YouTube/MLSMAAUDI

Didier Cuche zeigts an: Fünf Siege in Kitzbühel. Bild: AP

Lange deutete nichts auf dieses Husarenstück hin. 1998 gewann Cuche auf der Streif zum ersten Mal. Erst zehn Jahre später sollte er wieder in Kitzbühel triumphieren. Im Herbst seiner Karriere dominierte er die wichtigste Abfahrt des Saison dann fast nach Belieben: 2010 siegte er, 2011 ebenfalls und 2012 krönt er seine Karriere mit dem fünften Sieg auf dem wilden Ritt. 

Alleiniger Rekordhalter darf er sich seither nennen. Österreichs Franz Klammer muss im Zielraum live mitansehen, wie Cuche ihm die Bestmarke - wohl für die Ewigkeit - wegschnappt. Auch die Skilegende kann nur noch loben: «Er ist jetzt der Kaiser von Kitzbühel.»

Dreifacher Ösi-Triumph verhindert

37-jährig ist der Neuenburger an diesem Samstag schon. Das dritte Training am Donnerstag zuvor musste abgesagt werden. Cuche hielt stattdessen eine Pressekonferenz - und verkündete seinen Rücktritt auf das Saisonende hin.

Didier Cuche gibt zwei Tage vor dem Kitzbühel-Rennen seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt. Bild: AP

Zwei Tage später steht er zum letzten Mal am Start des Höllenritts. Cuche zaubert mit der Startnummer 19 auf der aufgrund von Wetterkapriolen verkürzten Strecke ohne Mausefalle und Steilhang eine nahezu perfekte Fahrt in das Schneegestöber. Im Ziel nimmt er dem bis dahin führenden Joachim Puchner 36 Hundertstelsekunden ab - der legendäre Ski-Salto darf natürlich nicht fehlen. Unmittelbar nach ihm verpassen mit Klaus Kröll und Romed Baumann zwei weitere Österreicher seine Bestzeit und landen auf den Rängen 2 und 3.

«Das ist schon ein bisschen verrückt»

Ein sichtlich bewegter Cuche sagt kurz nachdem sein Sieg feststeht: «Dass ich am Start wusste, dass ich hier zum letzten Mal starten werde, macht es noch spezieller. Es ist schon ein bisschen verrückt.» Cuche siegt danach bis zum Saisonende noch einmal in der Abfahrt und einmal im Super-G. Im März beendet er wie angekündigt seine glorreiche Karriere.

Didier Cuche fliegt in Kitzbühel der Bestzeit und dem Rekordsieg entgegen. Bild: EPA

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob eine hervorragende sportliche Leistung, ein bewegendes Drama oder eine witzige Anekdote - alles ist dabei.

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