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Ein ganz besonderer Siegerpreis: In der Toskana kann Fabian Cancellara einen Kiesweg gewinnen

Bild: AP
«Strade Bianche»

Ein ganz besonderer Siegerpreis: In der Toskana kann Fabian Cancellara einen Kiesweg gewinnen

Es ist eines der spektakulärsten Rennen der Radprofis: Das «Strade Bianche» in Italien. Ein Viertel der 200 Kilometer langen Strecke muss auf Kieswegen zurückgelegt werden. Fabian Cancellara könnte schon zum dritten Mal siegen.
07.03.2014, 06:4507.03.2014, 09:38
Bei schlechtem Wetter kämpfen die Fahrer mehr gegen den Weg als gegen die Konkurrenten.
Bei schlechtem Wetter kämpfen die Fahrer mehr gegen den Weg als gegen die Konkurrenten.Bild: Twitter/@espenjlee

Erst seit 2007 gibt es das Rennen, doch das «Strade Bianche» hat sich umgehend den Status eines Klassikers gesichert. Der Grund liegt in der Beschaffenheit des Untergrunds. Er führt das Profifeld nicht nur über asphaltierte Strassen, sondern zu einem beachtlichen Teil über staubige Kieswege.

Kein Wunder, nennen die Belgier das Rennen auch «Hölle des Südens», analog zur derjenigen des Nordens, Paris-Roubaix, mit ihren groben Pflastersteinen. Fabian Cancellara hat die Austragungen in den Jahren 2008 und 2012 für sich entschieden, in der vergangenen Saison belegte er Rang vier. Gelingt dem Berner der Hattrick in der Toskana, erhält er einen aussergewöhnlichen Preis: dann wird einer der Kieswege nach ihm benannt werden.

Die letzte halbe Stunde von Fabian Cancellaras Triumph 2012.Video: Youtube/PaquirrinTopModel

45 Kilometer müssen morgen bei der diesjährigen Austragung auf Schotter zurückgelegt werden, verteilt auf zehn Abschnitte zwischen San Gimignano und dem Ziel in Siena. Die beiden längsten Kieswege sind 9,2 bzw. 11,5 Kilometer lang. Als «technisch noch anspruchsvoller als in den vergangenen Jahren», beschreibt Renndirektor Mauro Vegni die Strecke.

Prominente Favoriten

Cancellara zählt als zweifacher Sieger auch 2014 zu den Favoriten. Er will kurz vor den grossen Frühlingsrennen wissen, wie es um seine Form steht. Der Vorjahressieger Moreno Moser und der Vorjahreszweite Peter Sagan gehören ebenso zum Kreis der Siegesanwärter wie Ex-Weltmeister Cadel Evans, Tour-de-France-Sieger Bradley Wiggins, Olympiasieger Samuel Sanchez und Alejandro Valverde.

Die Schweizer IAM-Equipe hofft auf Thomas Löfkvist. Der Schwede gewann das Rennen in der Toskana im Jahr 2009 und war Zweiter ein Jahr darauf. Für alle Fahrer gilt aber eines: Nicht nur die Form muss stimmen, man muss auch darauf hoffen, möglichst ohne eine Panne durchzukommen.

Vergeblich jagte Cadel Evans (rechts) dem Führenden hinterher …
Vergeblich jagte Cadel Evans (rechts) dem Führenden hinterher …Bild: AP
… im Ziel jubelte 2012 der Schweizer Meister Fabian Cancellara.
… im Ziel jubelte 2012 der Schweizer Meister Fabian Cancellara.Bild: AP
2011 setzte sich Philippe Gilbert durch.
2011 setzte sich Philippe Gilbert durch.Bild: Twitter/@pelotonmagazine
Kies, Staub und Dreck prägen das Rennen, wie der Trailer für die letztjährige Ausgabe festhält.Video: Youtube/ciclismomadeinitaly
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