Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Germany's sprinter Marcel Kittel crosses the finish line ahead of Peter Sagan of Slovakia, right, to win the first stage of the Tour de France cycling race over 190.5 kilometers (118.4 miles) with start in Leeds and finish in Harrogate, England, Saturday, July 5, 2014. (AP Photo/Peter Dejong)

Bild: Peter Dejong/AP/KEYSTONE

101. Ausgabe der Tour de France

Kittel gewinnt erste Etappe

Marcel Kittel gewinnt die erste Etappe der 101. Tour de France und sichert sich damit das Gelbe Trikot. Das gleiche Kunststück ist ihm schon im Vorjahr in Bastia gelungen.

Marcel Kittel setzte sich in Harrogate im Massensprint vor dem Slowaken Peter Sagan und dem Litauer Ramunas Navardauskas durch. Damit sicherte sich der Deutsche auch gleich das Maillot jaune des Gesamtersten.

Wie bereits im Vorjahr erfolgte auch in Grossbritannien der Grand Départ des wichtigsten Radrennens der Welt ohne Prolog. Und genau gleich wie bei der Jubiläumstour war es wiederum Marcel Kittel, der das erste Leadertrikot übergestreift erhielt. Für den 26-Jährigen vom Team Giant-Shimano war es bereits der fünfte Tour-Tagessieg, nachdem er 2013 gleich vier Etappen in (Massen-)Sprints gewonnen hatte.

A teammate, rear, raises his arms as Germany's sprinter Marcel Kittel, second right, crosses the finish line ahead of second place Peter Sagan of Slovakia, third from right, third placed Ramunas Navardauskas of Lithuania, right, and fourth placed France's Bryan Coquard, left, to win the first stage of the Tour de France cycling race over 190.5 kilometers (118.4 miles) with start in Leeds and finish in Harrogate, England, Saturday, July 5, 2014. (AP Photo/Peter Dejong)

Bild: Peter Dejong/AP/KEYSTONE

Lokalmatador im Pech

Ebenso wie in Bastia hiess der grosse Verlierer des Tages wiederum Mark Cavendish. Das Scheitern des Briten, der in seinem Heimatland vor Hunderttausenden von Fans erstmals das Gelbe Trikot erringen wollte, kam einem Drama gleich.

Britain's Mark Cavendish, injured, crosses the finish line at the end of the 190.5 km first stage of the 101st edition of the Tour de France cycling race on July 5, 2014 between Leeds and Harrogate, northern England.  The 2014 Tour de France gets underway on July 5 in the streets of Leeds and ends on July 27 down the Champs-Elysees in Paris.  AFP PHOTO / LIONEL BONAVENTURE

Mark Cavendish. Bild: AFP

Cavendish kam rund 250 m vor dem Ziel zu Fall, als er sich in aussichtsreicher Position mit dem Australier Simon Gerrans beharkte. Der Sprintstar musste sich danach einige Minuten sammeln, ehe er ganz langsam über die Ziellinie fuhr und sich dabei vor Schmerzen die rechte Schulter hielt.

Aktive Schweizer

Die Favoriten auf das Gesamtklassement - allen voran Vorjahressieger Chris Froome sowie der zweifache Sieger Alberto Contador - hielten sich in der ersten Etappe erwartungsgemäss bedeckt.

Von den Schweizern, die 9 von 198 Fahrern im Feld stellen, setzte sich am Ende Fabian Cancellara gekonnt in Szene. Der 33-jährige Berner griff einen Kilometer vor dem Ziel vehement an und schuf sich eine grössere Lücke. Cancellara konnte aber das Tempo nicht ganz durchhalten und sah sich deshalb 200 m vor der Ziellinie wieder eingeholt. Als bester Schweizer klassierte sich letztlich Michael Albasini, der Zehnter wurde.

Prince William, the Duke of Cambridge and his wife, Catherine, the Duchess of Cambridge attend the first 190.5 km stage of  the Tour de France cycling race from Leeds to Harrogate, July 5, 2014. Giant-Shimano team rider Marcel Kittel of Germany won the stage.     REUTERS/Jean-Paul Pelissier (BRITAIN  - Tags: SPORT CYCLING ROYALS ENTERTAINMENT)

Königlicher Besuch bei der ersten Etappe. Bild: JEAN-PAUL PELISSIER/REUTERS

Grosser Animateur der ersten Etappe war Jens Voigt, der bei seiner ersten Tour-Teilnahme noch eine andere Welt erlebte. Der mit fast 43 Jahren älteste Fahrer im Feld riss unmittelbar nach dem Start in Leeds zusammen mit Nicolas Edet und Benoît Jarrier aus. 113 km vor dem Ziel liess der Deutsche nach einer Sprintwertung seine französischen Begleiter stehen und machte sich alleine auf den Weg. 60 km vor Harrogate war die Aktion allerdings bereits beendet. Doch immerhin sicherte sich Voigt das Trikot des besten Bergfahrers.

epa04300870 Trek Factory Racing procycling team rider Jens Voigt of Germany celebrates on the podium wearing the best climber's polka-dot jersey following the 1st stage of the 101st edition of the Tour de France 2014 cycling race between Leeds and Harrogate, in United Kingdom, 05 July 2014.  EPA/NICOLAS BOUVY

Jens Voigt. Bild: NICOLAS BOUVY/EPA/KEYSTONE

Um einiges anspruchsvoller als die Etappe zum Auftakt präsentiert sich das zweite Teilstück vom Sonntag, das über 201 km von York nach Sheffield führt. Gleich neun Bergpreiswertungen mit insgesamt über 3000 m Höhendifferenz stehen auf teils kurvenreichen und schmalen Strassen auf dem Programm. Für die reinen Sprinter wie Kittel und Cavendish (wenn er denn starten kann) sind dies wohl zu grosse Schwierigkeiten. (si/syl)

Tour de France, 1. Etappe, Leeds - Harrogate/Gb (190,5 km):

1. Marcel Kittel (De) 4:44:07 

2. Peter Sagan (Slk) alle gleiche Zeit

3. Ramunas Navardauskas (Lit) 

Ferner:

10. Michael Albasini (Sz)

11. Fabian Cancellara (Sz) 

14. Martin Elmiger (Sz)



Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Wenn dir auf dem Kopfsteinpflaster urplötzlich der Lenker weg bricht

9. April 2006: Auf den Frühlings-Klassiker Paris-Roubaix freut sich George Hincapie das ganze Jahr. 2006 will er ihn gewinnen, der Amerikaner gilt als einer der Favoriten. Doch dann bricht sein Lenker.

Die Radsportexperten des niederländischen Senders NOS sind schockiert: Ein erschrecktes «Hoooo!» entfährt beiden, als der US-amerikanische Radprofi George Hincapie über den Lenker fliegt und zu Boden geht.

Es ist der 9. April 2006, als Hincapie durch den Sturz seine Hoffnungen auf einen Sieg bei der «Königin der Klassiker», dem Eintagesrennen Paris-Roubaix, begraben muss und seiner an Unfällen reichen Karriere einen weiteren Crash hinzufügt. Sein Gabelschaft ist der Tortur auf dem …

Artikel lesen
Link to Article