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Ski Alpin: Marco Odermatt und Gino Caviezel in Sölden auf dem Podest

Switzerland's Gino Caviezel, left, and his teammate Marco Odermatt hug each other in the finish area after completing alpine ski, men's World Cup giant slalom in Soelden, Austria, Sunday, Oc ...
Eine dicke Umarmung: Gino Caviezel und Marco Odermatt fahren in Sölden aufs Podest.Bild: keystone

Odermatt und Caviezel in Sölden auf dem Podest: «Davon haben heute 70 Athleten geträumt»

Die Schweizer Männer starten verheissungsvoll in die neue Weltcupsaison. Marco Odermatt fährt im Riesenslalom in Sölden als Zweiter hinter Lucas Braathen aufs Podest, Gino Caviezel als Dritter.
18.10.2020, 14:3318.10.2020, 15:52

Odermatt verbesserte sich im zweiten Durchgang dank Laufbestzeit vom 7. auf den 2. Platz. Gino Caviezel nahm den zweiten Lauf als Führender in Angriff und rettete sich drei Hundertstel vor Vorjahressieger Alexis Pinturault aufs Podest.

Marco Odermatts fünfter Weltcup-Podestplatz überrascht nicht. Zum vierten Mal schon stieg der 23-jährige Nidwaldner im Riesenslalom aufs Podest. Seinen zweiten Weltcupsieg nach dem Triumph im Super-G von Beaver Creek im Vorjahr vergab er wohl im ersten Lauf. Bevor er im unteren Streckenteil aufdrehte, hatte er oben Zeit liegenlassen. Zwischenzeitlich hatte sein Rückstand auf Caviezel knapp acht Zehntel betragen.

Der Sieg bei der bei prächtigem Wetter, aber unter Ausschluss von Zuschauern ausgetragenen Ouvertüre auf dem Rettenbachgletscher ging an den 20-jährigen Norweger Lucas Braathen, der erstmals im Weltcup reüssierte. Er war fünf Hundertstel schneller als Odermatt, obwohl ihm im zweiten Lauf ein Fehler unterlief.

«Es ist ein perfekter Tag, davon haben heute 70 Athleten geträumt. Das mit Gino zu teilen ist ‹uh huere geil›. Es ist mir lieber, dass Gino die 3 Hundertstel für den dritten Platz geholt hat, als dass ich die fünf Hundertstel zum Sieg hole. Ein Podest zu teilen ist viel schöner.»
Marco Odermatt

Für den 28-jährigen Gino Caviezel ist es der erste Podestplatz im Weltcup. Dem jüngeren Bruder von Mauro Caviezel wurde die Qualität für Spitzenergebnisse im Riesenslalom, seiner Spezialdisziplin, schon immer attestiert. Lange suchte er indes nach der richtigen Balance zwischen Kontrolle und Angriff. Oft hatte er mit starken Abschnittszeiten, aber selten zwei fehlerfreien Läufen geglänzt.

«Ich habe sehr sehr lang auf mein erstes Podest gewartet. Dass ich es runter gebracht habe, auch wenn ich noch zwei Plätze verloren habe, ist unglaublich. Es ist cool, so in die Saison zu starten. Ich war nervöser im ersten Lauf, vor dem zweiten hatte ich ein gutes Gefühl und wusste, dass ich Vollgas geben muss.»
Gino Caviezel

Auch die drei weiteren Schweizer im zweiten Lauf schnitten ordentlich ab. Loïc Meillard wurde Fünfter, Justin Murisier Elfter, Daniele Sette Zwanzigster. Pech hatte Thomas Tumler. Mit Startnummer 50 fehlten dem Bündner als 31. vier Hundertstel, um sich für den zweiten Lauf zu qualifizieren.

«Es ist immer gut ein Top-5-Resultat herauszufahren. Wenn zwei Teamkollegen aufs Podest fahren, weisst du, dass du vorne dabei bist. Ich kann noch einiges verbessern, aber es gab auch schon sehr gute Kurven. Ein solcher Auftakt als Team ist einfach genial.»
Loïc Meillard

Zu den Verlierern des Tages gehörten die Österreicher und Aleksander Kilde. Das ÖSV-Team verzeichnete mit Stefan Brennsteiner auf Platz 17 sowie Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer in den Rängen 24 und 25 sein schlechtestes Sölden-Ergebnis der Weltcup-Geschichte. Kilde, der norwegische Gesamtweltcupsieger der letzten Saison, rutschte am Morgen auf der eisigen Piste nach bester Zwischenzeit weg und schied aus. (abu/sda)

Das Emoji-Quiz mit Ski-Profi Marco Odermatt

Video: watson/Angelina Graf

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