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Ski-WM: Schweizerinnen verpassen Super-G-Medaille – Gold geht an Bassino

Ski-WM: Super-G der Frauen
🥇 Marta Bassino (ITA) 1:28,06
🥈 Mikaela Shiffrin (USA) +0,11
🥉 Cornelia Hütter (AUT) +0,33
🥉 Kajsa Lie (NOR) +0,33

6. Lara Gut-Behrami (SUI) +0,37
10. Michelle Gisin (SUI) +0,58
13. Joana Hählen (SUI) +0,80
20. Corinne Suter (SUI) +1,56
22. Jasmine Flury (SUI) +1,67
Out:
Isabella Wright (SA), Valerie Grenier (CAN)
Italy's Marta Bassino celebrates on the podium after winning an alpine ski, women's World Championships super G, in Meribel, France, Wednesday, Feb. 8, 2023. (AP Photo/Alessandro Trovati)
Feiert ihren ersten Super-G-Sieg gleich an einer WM: Marta BassinoBild: keystone

Gut-Behrami fehlen Bruchteile aufs Podest – Bassino holt WM-Gold im Super-G

08.02.2023, 13:1408.02.2023, 14:08
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Das Podest

Neue Super-G-Weltmeisterin ist Marta Bassino. Die 26-jährige Italienerin siegt elf Hundertstel vor Mikaela Shiffrin und 33 Hundertstel vor Cornelia Hütter und Kajsa Lie, die sich den 3. Platz teilen.

Für Bassino ist es der zweite WM-Titel nach dem Heimsieg im Parallelrennen vor zwei Jahren in Cortina d'Ampezzo. Ihre bisher sechs Weltcupsiege errang die Athletin aus dem Piemont allesamt im Riesenslalom. In ihrer Paradedisziplin gewann sie 2021 auch die kleine Kristallkugel. Im Super-G schaffte sie es im Weltcup viermal auf das Podest.

Die entscheidenden Hundertstel holte Bassino im zweiten Streckenteil heraus. Mikaela Shiffrin büsste auf den letzten 47 Sekunden vier Zehntel ein, Hütter sechs Zehntel und Lie 75 Hundertstel.

Das Schweizer Team

  • Lara Gut-Behrami (6.): Der sechste Platz wirkt sehr enttäuschend, doch Gut-Behrami schrammte nur vier Hundertstelsekunden am Podest vorbei. Oben hatte sie Bassino noch gut im Griff, im unteren Streckenteil riskierte sie dann zu wenig, um mit der späteren Weltmeisterin mitzuhalten.
«Es ist keine einfache Piste, um schnell zu sein. Im oberen Teil konnte ich frech fahren, unten habe ich dann aber angefangen zu sauber zu sein und mit dem Gelände zu arbeiten, statt einfach frech runterzufahren. Da bin ich zu ruhig auf den Ski gestanden und dort sind sicher mehr als 4 Hundertstel gelegen. Auch im Training für die Abfahrt war sichtbar, dass es mehrere Linien gibt, die gut sein können. Das macht es sicher spannend, aber eben auch nicht einfach.»
  • Michelle Gisin (10.): Im Gegensatz zur Kombination gelang Michelle Gisin heute ein guter Auftritt. Auf Rang 10 verlor sie etwas mehr als drei Zehntel aufs Podest.
  • Joana Hählen (13.): Joana Hählen liess die Schweizer Herzen mit Startnumme 18 noch einmal kurz höher schlagen. Die Berner Oberländerin hielt oben sehr gut mit, verlor aber wie alle ihre Teamkolleginnen unten viel Zeit.
  • Corinne Suter (20.): In ihrem ersten Renneinsatz seit dem schweren Sturz von Cortina d'Ampezzo hielt Suter oben sehr gut mit. Unten, wo der Kurs stärker zu drehen begann, konnte sie dann nicht mehr mit den Technikerinnen auf Augenhöhe agieren. So resultierte am Ende ein enttäuschendes Ergebnis.
  • Jasmine Flury (22.): Eine Enttäuschung setzte es auch für Flury ab. Sie kam über das gesamte Rennen nie richtig auf Zug und verlor am Ende 1,67 Sekunden auf die Siegerzeit.

Die fehlende Schwierigkeit als Schwierigkeit

Die Schwierigkeit im heutigen Super-G schien zu sein, dass er eben nicht schwierig war. Viele Fahrerinnen gaben im Zielraum zur Antwort, dass es eben einfach war und noch viel mehr Risiko hätte verleiden mögen. Die Siegesfahrt von Marta Bassino zeigte das perfekt. Keine Fahrerin fuhr direkter auf die Tore zu, und trotzdem hatte die Italienerin nie Mühe, die nächsten Tore auch zu erwischen.

Gerade Topfavoritinnen wie Lara Gut-Behrami, Federica Brignone oder Elena Curtoni fuhren fast zu rund und investierten zu viel vor den Toren, um heute ganz vorne mitzufahren. Ganz anders war die Situation bei der besten Super-G-Fahrerin der Saison: Ragnhild Mowinckel war auf Goldkurs, doch ein grosser Fehler warf die Norwegerin noch knapp hinter das Podest zurück.

Der Medaillenspiegel

Das nächste Rennen

Auch im Super-G der Männer stellt die Schweiz einen der Topfavoriten: Marco Odermatt ist der beste Fahrer in dieser Disziplin. Auch Stefan Rogentin und Loïc Meillard haben diese Saison schon Super-G Podeste herausgefahren. Aber natürlich wollen da auch Vincent Kriechmayr, Aleksander Kilde oder Alexis Pinturault ein Wörtchen mitreden.

9. Februar: Super-G Männer

Start 11.30 Uhr

Die Schweizer Starter:

  • Marco Odermatt
  • Stefan Rogentin
  • Loïc Meillard
  • Gino Caviezel

Mit Material der Nachrichtenagentur keystone-sda.

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