Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07256978 Dominik Baldauf of Austria in action during the men's sprint qualification (prologue)  of the 3rd stage of the Tour de Ski in Tschierv, Switzerland, 01 January 2019.  EPA/GIAN EHRENZELLER

Baldauf wurde an der WM 2019 im heimischen Seefeld als Dopingsünder überführt. Bild: EPA/KEYSTONE

Was wusste der ÖSV? Gedopter Langläufer belastet Österreichs Ski-Verband

Der durch die «Operation Aderlass» überführte ehemalige österreichische Langläufer Dominik Baldauf war vor Gericht in Innsbruck geständig. Der 27-Jährige gab zu, sowohl Blutdoping betrieben als auch Wachstumshormone eingenommen zu haben.



Er sei in den Jahren 2016 und 2017 vom notorischen und chronischen Doper Johannes Dürr an die Praktiken herangeführt worden, sagte Baldauf. Von Dürr habe er auch die Kontaktdaten des überführten deutschen Sportmediziners und Dopingarztes Mark Schmidt bekommen.

In einem anderen Punkt gingen die Meinungen in der Gerichtsverhandlung stark auseinander. Die Staatsanwaltschaft warf Baldauf vor, er habe mit dem Sportbetrug auch seine Sponsoren getäuscht. Die Sponsoren hätten nicht gezahlt, wenn sie vom Doping gewusst hätten.

Orchestriertes ÖSV-Doping?

Ganz anders sah dies naturgemäss der Verteidiger. Der Vertrag mit den Sponsoren sei erfüllt worden. «Er sollte langlaufen, und genau das hat er getan», sagte der renommierte Verteidiger Andreas Mauhart. Und er fügte Brisantes hinzu: Mitarbeiter sowohl des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) als auch der Skifirma hätten vom Doping gewusst. Damit habe es keine Täuschung gegeben.

Sollten die Behauptungen des Athleten respektive des Anwalts stimmen, würde dies ein systematisches, orchestriertes Doping im ÖSV bedeuten.

Baldauf war den Behörden im Zuge der «Operation Aderlass» bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld ins Netz gegangen. Dabei handelt es sich um Ermittlungen in einer internationalen Blutdopingaffäre, die im Februar 2019 in Seefeld sowie in Deutschland ans Licht gekommen ist. Die Liste der mutmasslich in den Skandal um Arzt Schmidt verwickelten Sportler soll 21 Namen umfassen. (ram/sda/apa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Prominente Sportler von A bis Z, die mit Doping erwischt wurden

Sein Kollege wurde an der WM 2019 in flagranti erwischt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
Neruda
14.01.2020 15:18registriert September 2016
Sind wohl nicht die einzigen, die mehr wissen, als sie zugeben. Kann mir keiner sagen, der norwegische Verband ist sauber, nachdem er an den letzten Olympischen Winterspielen für ca. 170 Athleten 6000 Asthma-Nasensprays dabei hatte...
434
Melden
Zum Kommentar
one0one
14.01.2020 14:04registriert July 2014
Ne, der Verband wusste von nichts. In demfall sind sie aber arg unfaehig wenn sie nichts von dem Leistungszuwachs seiner Sportler merkt...
Das ist ungefaehr dasselbe wie wenn Donald Trump durch eine geistreiche Kopie getauscht wuerde und es niemanden auffallen wuerde...
367
Melden
Zum Kommentar
5

In flagranti erwischt – Video zeigt österreichischen Langläufer beim Blut-Doping

So etwas gibt es selten zu sehen. Ein Video, das am Donnerstagabend von Voralberg Online veröffentlicht wurde, zeigt den verhafteten Langläufer Max Hauke beim Blut-Doping.

Die Ermittler stürmten dessen Wohnung, als der Sportler die Infusion im Arm hatte. «Ist sonst noch jemand da im Haus?», ist einer von ihnen im Video zu hören. Ob auch der zweite verhaftete Österreicher, Dominik Baldauf, in der Wohnung war, wird im neunsekündigen Clip nicht ersichtlich. Hauke jedenfalls gibt keine …

Artikel lesen
Link zum Artikel