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Taxis drivers block highway outside Paris, near Roissy on June 11, 2014, as they take part in a demonstration to protest against the growing number of minicabs, known in France as “Voitures de Tourisme avec Chauffeurs” (VTC).  Taxi drivers in London, Paris and other European capitals plan to bring chaos to the streets Wednesday in protest against unlicensed mobile car-hailing services such as Uber which have shaken up the industry.     AFP PHOTO / FRED DUFOUR

Blockieren eine Strasse bei Paris: wütende Taxifahrer. Bild: AFP

Widerstand gegen Taxi-Apps

Taxifahrer streiken, weil sie sich vor der günstigeren Uber-App fürchten



Der amerikanische Limousinendienst Uber mischt das Taxigewerbe auf. In mehreren europäischen Städten protestieren am Mittwoch tausende von Taxifahrern gegen den Taxi-App-Dienst. In Zürich beteiligen sich die Taxifahrer nicht an der Aktion.

Das Start-up-Unternehmen Uber aus San Francisco bietet seit 2009 einen Limousinendienst an. Über eine App können sich Kunden über Smartphone statt über Handzeichen einen Fahrer bestellen, der sie gegen Bezahlung mit Kreditkarte transportiert.

Die europäischen Taxifahrer sehen ihr Geschäft von Anbietern bedroht, die über Handy-Apps Fahrer vermitteln. Aus ihrer Sicht gibt es einen unfairen Wettbewerb, weil für den neuen Rivalen aus dem Internet die strikten Regeln des Taxigewerbes ausgehebelt seien.

120 Städte in 37 Ländern

Am Mittwoch sind in vielen europäischen Städten Proteste geplant. In London und Berlin wollen hunderte Taxifahrer langsam durch das Zentrum fahren. In Mailand und Madrid wird mit rund 5000 streikenden Fahrern gerechnet. In Paris wollen rund 3000 Fahrer die Flughäfen Orly und Charles de Gaulle blockieren. Proteste sind auch in Lissabon, Sao Paolo und Chicago geplant.

Uber ist inzwischen in 37 Ländern und über 120 Städten vertreten, in der Schweiz in Zürich und wohl bald auch in Genf. Der Onlinedienst sei im Moment noch kein grosses Problem, sagt Mehmet Usta, Präsident der Taxi Sektion Zürich. «Wir begrüssen die Protestaktion, nehmen aber nicht daran teil.»

Private als Taxifahrer

Die Zürcher Taxifahrer kritisieren die Billigkonkurrenz, weil die meisten Fahrer von Uber Privatleute seien und nicht kontrolliert würden. Die Fahrer seien oft nicht für die Beförderung versichert, absolvierten keine regelmässigen Gesundheitschecks, ihre Ausbildung und der technische Zustand des Autos würden nicht geprüft, sagt Usta.

LONDON, ENGLAND - JUNE 02: In this photo illustration, a smartphone displays the 'Uber' mobile application which allows users to hail private-hire cars from any location on June 2, 2014 in London, England. The controversial piece of software, which is opposed by established taxi drivers, currently serves more than 100 cities in 37 countries. London's black cabs are seeking a High Court ruling on the claim that the Uber software is breaking the law by using an app as a taxi meter to determine rates.  (Photo by Oli Scarff/Getty Images)

Per App wird der Fahrer bestellt. Bild: Getty Images Europe

Uber preist seinen Dienst auf der eigenen Homepage als schnell und günstig an. Durch seine Apps würden Fahrer und Fahrgäste verbunden, das Angebot erweitert und Fahrern würden neue Geschäftsmodelle eröffnet. Die Fahrer würden streng überprüft, um sicher zu stellen, dass eine Versicherung bestehe und dass jeder Fahrer auch berechtigt sei, ein Fahrzeug zu führen. (jas/sda)

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