DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Scharfe Kritik am früheren Chef

Hillary Clinton macht Obamas Syrien-Politik mitverantwortlich für Erfolg der IS-Terroristen

11.08.2014, 05:4711.08.2014, 10:58
No Components found for watson.rectangle.

Die frühere US-Aussenministerin Hillary Clinton hat US-Präsident Barack Obama für den Aufstieg der IS-Miliz in Syrien und im Irak mitverantwortlich gemacht. Die US-Regierung habe die Oppositionellen in Syrien vernachlässigt und so den Dschihadisten Raum zur Entfaltung gelassen.

Clinton äusserte sich in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit dem Wochenmagazin The Atlantic. Als Aussenministerin während Obamas erster Amtszeit hatte sie sich ohne Erfolg für eine Bewaffnung der syrischen Oppositionellen eingesetzt.

«Die fehlende Unterstützung beim Aufbau einer glaubwürdigen Kampftruppe aus den Menschen, die ursprünglich die Proteste gegen (Syriens Staatschef Baschar al-) Assad anführten – da waren Islamisten, da waren Säkularisten, da war alles dazwischen – hat ein grosses Vakuum hinterlassen, das die Dschihadisten nun gefüllt haben», sagte Clinton in dem Interview, das sie vor Obamas Anordnung von Luftangriffen auf Dschihadisten im Nordirak gab.

Der ehemaligen Aussenministerin, Senatorin und First Lady werden Ambitionen auf das Präsidentenamt in den USA nachgesagt. Gewählt wird in zwei Jahren. Noch hat Hillary Clinton keine Ankündigung gemacht.
Der ehemaligen Aussenministerin, Senatorin und First Lady werden Ambitionen auf das Präsidentenamt in den USA nachgesagt. Gewählt wird in zwei Jahren. Noch hat Hillary Clinton keine Ankündigung gemacht.Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Mehr über die Krise in Irak

Distanz schaffen vor dem Wahlkampf

Clinton unterstellte Obama indirekt eine fehlende Strategie für den Umgang mit der dschihadistischen Bedrohung: «Grosse Nationen brauchen organisierte Prinzipien, und «Macht kein dummes Zeug» ist kein organisiertes Prinzip», sagte sie in Anspielung auf einen Slogan Obamas. 

Die USA müssten eine «übergreifende» Strategie für den Umgang mit dem islamischen Extremismus entwickeln, ähnlich wie während der Zeit des von der Sowjetunion angeführten Kommunismus. Mit ihren Äusserungen will sich Clinton offensichtlich von Obama abheben, gegen den sie im Vorwahlkampf der Demokratischen Partei im Jahr 2008 unterlegen war.

Der früheren First Lady werden neue Ambitionen auf das Präsidentenamt nachgesagt. Sie war vier Jahre lang Aussenministerin und zog sich dann aus der aktiven Politik zurück. Kürzlich erschien ihr Buch «Entscheidungen», in dem sie von ihrer Zeit als Chefdiplomatin berichtet. Die nächste US-Präsidentschaftswahl findet 2016 statt. (trs/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Russischer Angriff in Syrien – mindestens fünf Menschen getötet

Bei russischen Luftangriffen im Nordwesten Syriens sind nach Angaben von Aktivisten mindestens fünf Menschen gestorben. Unter den Opfern seien auch drei Kinder, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag mit.

Zur Story