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Der 15-jährige Maximus. Foto: Pete Throne

Fotoprojekt «Old Faithful»

Die Gesichter von uralten Hunden zeigen, wie bedingungslose Liebe und lebenslange Treue aussehen

Lüthi Susanne
Lüthi Susanne

Redaktorin



Im vergangenen Frühling hat der Kanadier Pete Throne angefangen, alte Hunde zu fotografieren. Und zwar mit der Absicht, mit den Bildern betagte Menschen zu karikieren. Doch bald hat der 35-Jährige entdeckt, dass sich in den vom Leben – und oft von Krankheit – gezeichneten Gesichtern, in den Augen (falls sie überhaupt noch vorhanden sind) der grossen und kleinen Vierbeiner die bedingungslose Liebe und absolute Loyalität zu ihren Besitzern spiegelt. 

«Mit den Fotos möchte ich zeigen, dass die Gesichtszüge von alten Hunden schön und würdevoll sind.»

Das hat ihn so fasziniert, dass er das Projekt «Old Faithful» ins Leben gerufen hat. Zur Zeit gibt es das auf Facebook, der Fotograf hofft aber, später eine Ausstellung zu machen und ein Buch herauszugeben. «Mit den Fotos möchte ich zeigen, dass die Gesichtszüge von alten Hunden schön und würdevoll sind.»

Die Porträts der Hunde, es sind mittlerweile an die 50, entstehen in Thrones Zuhause in Toronto. Damit die Tiere entspannt sind, bittet er die Besitzer, deren Lieblingsspielzeug oder -läckerli mitzunehmen. «Doch damit klappt es nicht immer, denn oftmals sind die alten Hunde blind oder taub, wenn nicht sogar beides». In solchen Fällen greift Throne zu einem Trick. Er selber legt sich mit der Kamera auf den Boden, während die Besitzer auf dem Teppich herumkriechen, um die Aufmerksamkeit ihrer Lieblinge zu ergattern.

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Bedingungslose Liebe, lebenslange Treue: Das steht in den alten Augen dieser alten Hunde. Pete Throne hat sie für sein Projekt «Old Faithful» fotografiert.
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Da er keinen der alten Kerle überstrapazieren will, hält Throne die Foto-Sessions so kurz wie möglich. Zusätzlich zu den geschossenen Bildern bekommt er von den Besitzern die Lebensgeschichte seiner Models: Darin steht dann, wo der Hund aufgewachsen ist, warum er blind wurde oder wo er am liebsten spazieren geht. Diese Informationen helfen dem Künstler, das passendste Porträt für sein Foto-Projekt auszuwählen. 

«Ich war so nah dran, das finale Porträt zu schiessen, und dann konnte ich es nicht mehr.»

Wie in der Slideshow oben zu lesen ist, leben leider nicht mehr alle der Hunde. Dass dies höchstwahrscheinlich in absehbarer Zeit bei dem einen oder anderen Hund passieren wird, «darauf war ich überhaupt nicht vorbereitet». Ganz schlimm sei es, wenn ein Hund vor seinem Foto-Termin sterbe. «Ich war so nah dran, das finale Porträt zu schiessen, und dann konnte ich es nicht mehr.»

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Das ist Mance. foto: Pete Thorne

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