Ukraine
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Uno-Vertreter zur Ukraine-Krise

«Es gab einen Schimmer der Hoffnung. Das ist nun vorbei»



Masked pro-Russian activists march to storm an administration building in the center of Luhansk, Ukraine, one of the largest cities in Ukraine's troubled east, Tuesday, April 29, 2014, as demonstrators demand greater autonomy for Ukraine's regions. The action on Tuesday further raises tensions in the east, where insurgents have seized control of police stations and other government buildings in at least 10 cities and towns. (AP Photo/Alexander Zemlianichenko)

Prorussische Demonstranten in Luhansk, Ukraine. Bild: AP/AP

Russlands Präsident Wladimir Putin hofft auf eine baldige Freilassung der OSZE-Beobachter. Doch die Vereinten Nationen sind pessimistischer wegen der Situation in der Ukraine

«Als wir uns hier das letzte Mal trafen, gab es einen Schimmer der Hoffnung vor den Friedensgesprächen in Genf», sagte der Untergeneralsekretär für politische Angelegenheiten, Jeffrey Feltman, am Dienstagabend (Ortszeit) vor dem UNO-Sicherheitsrat in New York. 

«Das ist nun vorbei. Der Wille zum Kompromiss wurde unterlaufen, die Situation verschlechtert sich weiter.» Feltman machte dafür vor allem die Entführung von OSZE-Beobachtern durch prorussische Kräfte verantwortlich. 

Jeffrey Feltman, UN Under-Secretary-General for Political Affairs, during the meeting on the situatioin in Syria in Geneva, Switzerland, November 25, 2013. (KEYSTONE/UN Photo/Jean-Marc Ferre) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***

Jeffrey Feltman von der Uno ist pessimistisch. Bild: UNITED NATIONS

Der Wille zum Kompromiss wurde unterlaufen, die Situation verschlechtert sich weiter.»

Jeffrey Feltman, Uno-Untergeneralsekretär

«Wir verurteilen das scharf. Die Beobachter müssen sofort, unverletzt und ohne Bedingungen freigelassen werden. Es geht hier um Menschenleben!» Die UNO hätten inzwischen auch Berichte über Folter, Entführungen und schwere Zusammenstösse in der Region. «Alle Staaten mit Einfluss müssen alles in ihrer Macht stehende tun, um eine friedliche Lösung zu erreichen.» 

Auch der russische Präsident Wladimir Putin hofft nach eigenen Angaben, dass die OSZE-Militärbeobachter umgehend freigelassen werden. «Ich hoffe, dass dieser Konflikt gelöst wird und dass sie das Gebiet frei verlassen können», sagte Putin am Dienstag im russischen Fernsehen. Zugleich vertrat er die Ansicht, die ukrainische Regierung hätte die Mission der OSZE-Beobachter mit den prorussischen Aufständischen im Osten des Landes absprechen müssen. 

Putins Drohung

Zudem drohte er indirekt, dass die Sanktionen gegen sein Land den westlichen Energiekonzernen schaden könnten. «Wenn dies weitergeht, werden wir natürlich darüber nachdenken müssen, wie (ausländische Firmen) in der Russischen Föderation arbeiten, insbesondere in Schlüsselindustrien wie dem Energiesektor», sagte Putin am Dienstag bei einer Regionalkonferenz im weissrussischen Minsk. 

Unter anderem kooperiert der russische Öl-Konzern Rosneft mit mehreren westlichen Energieunternehmen wie der US-Firma ExxonMobil, Statoil aus Norwegen oder dem italienischen Ölkonzern Eni. Wegen der Ukraine-Krise hatten am Montag sowohl die USA als auch die EU ihre Sanktionen gegen Russland verschärft. (rey/sda/dpa/afp) 

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