USA
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A protester is arrested after the acquittal of Michael Brelo, a patrolman charged in the shooting deaths of two unarmed suspects Saturday, May 23, 2015, in Cleveland. Brelo, who fired down through the windshield of a suspect's car at the end of a 137-shot barrage that left the two unarmed black occupants dead, was acquitted Saturday of criminal charges by a judge who said he could not determine the Cleveland officer alone fired the fatal shots.  (AP Photo/Tony Dejak)

Die Polizei führt einen Protestierenden ab. Bild: Tony Dejak/AP/KEYSTONE

137 Schüsse: Polizist wird freigesprochen –Demos in Cleveland



Nach dem Freispruch eines weissen US-Polizisten in Cleveland im Bundesstaat Ohio ist es zu Protesten und Festnahmen gekommen. Grössere Gewalttätigkeiten wurden allerdings zunächst nicht gemeldet.

Lokale Medien berichteten am Samstagabend, mindestens drei Demonstranten seien festgenommen worden. Das Gericht hatte zuvor den Polizisten freigesprochen, der 2012 nach einer Verfolgungsjagd über ein Dutzend Schüsse auf zwei unbewaffnete Afroamerikaner in ihrem Auto abgegeben hat. Die Anklage wegen Totschlags lasse sich nicht aufrechterhalten, hiess es am Samstag in der Urteilsbegründung.

Cleveland police officer Michael Brelo attends his manslaughter trial in Cleveland, Ohio, in this file photo taken April 6, 2015.  Brelo was found not guilty on Saturday of voluntary manslaughter of an unarmed man and woman who were killed after a high-speed car chase in 2012.   REUTERS/Tony Dejak/Pool/Files

Michael Brelo ist der Polizist, der schoss. Bild: POOL/REUTERS

«Keine Gerechtigkeit – kein Frieden», skandierten schwarze Jugendliche unmittelbar nach der Urteilsverkündigung. Der Bürgermeister von Cleveland, Frank Jackson, äusserte Verständnis für Unmut, Gewalt werde aber nicht geduldet.

137 Schüsse abgegeben 

Richter John P. O'Donnell wies bei der Urteilsverkündung ausdrücklich auf jüngste Unruhen nach Polizeigewalt gegen Afroamerikaner in den USA hin. Zur Begründung hiess es aber, es könne nicht zweifelsfrei erwiesen werden, dass die Schüsse des Angeklagten tatsächlich die Todesschüsse waren.

Insgesamt feuerten nach der Verfolgungsjagd zahlreiche Polizisten auf das Auto mit den beiden Schwarzen – sie gaben nach Angaben des Gerichts 137 Schüsse ab. Aber nur der Angeklagte sei dabei auf die Motorhaube des Wagens gesprungen und habe von dort durch die Windschutzscheibe geschossen.

Nach dem Urteil brach der Polizist in Tränen aus. Im Falle einer Verurteilung wegen Totschlags in zwei Fällen hätte ihm eine Haftstrafe von über 20 Jahren gedroht. (feb/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • flyingdutch18 24.05.2015 13:30
    Highlight Highlight @ALBM: Was in den USA derzeit abgeht, ist pervers. 160 Schüsse auf ein stehendes Auto mit zwei unbewaffneten schwarzen Insassen: Das ist Hinrichtung ohne Todesurteil - und nach dem Freispruch also völlig legal. Das weisse Herrschaftssystem deckt sich gegenseitig, anders lässt sich dieses Urteil nicht verstehen.
    4 0 Melden
  • Lil'Ecko 24.05.2015 07:02
    Highlight Highlight shoot first ask questions later, ganz wie damals im Wilden Westen nur eben heute, ich finds krank
    7 1 Melden
    • Lil'Ecko 24.05.2015 15:55
      Highlight Highlight 😂😂 Yes Mr. I-know-everything
      lachhaft, sorry
      1 0 Melden
    • Lil'Ecko 24.05.2015 16:37
      Highlight Highlight Wird ja immer besser, möchten Sie sonst noch was loswerden?

      Antwort aber bitte in englisch, dann klingts intelligenter 😉
      1 1 Melden

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