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Ukraine

Humanitäre Situation in Ostukraine verschlechtert sich laut UNO

06.08.14, 01:53 06.08.14, 09:23

Die humanitäre Situation in der umkämpften Ostukraine verschlechtert sich von Tag zu Tag. Nach Angaben des Nothilfebüros der UNO leben 3,9 Millionen Menschen in der Region, in der es regelmässig zu Kämpfen kommt. Tausende sind geflohen.

John Ging, Director of Operations, OCHA, speaks during a press conference about the Humanitarian situation and challenges in the Syria crisis, at the European headquarters of the United Nations, in Geneva, Switzerland, Friday, May 09, 2014. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

«1376 Tote»: Ging. Bild: KEYSTONE

«Die Infrastruktur ist zerstört, Strom gibt es kaum und Wasser nur ein paar Stunden am Tag», sagte John Ging vom Nothilfebüro am Dienstag in New York in einer Sondersitzung des Sicherheitsrates. Jeden Tag würden etwa 1000 Menschen aus dem Kampfgebiet fliehen. Seit Beginn des Konflikts seien 1376 Menschen getötet worden, mehr als 4000 seien verletzt.

Russia's Ambassador to the United Nations Vitaly Churkin speaks during meeting at United Nations headquarters in New York, July 21, 2014. The United Nations Security Council on Monday condemned the downing of a Malaysian passenger plane in Ukraine with 298 people on board and demanded that armed groups allow

«Kassettenbomben»: Vitali Tschurkin. Bild: EDUARDO MUNOZ/REUTERS

«Es ist ein echter Krieg», sagte Russlands UNO-Botschafter Vitali Tschurkin, der die Dringlichkeitssitzung gefordert hatte. «Trotz internationaler Abkommen setzt Kiew seine Militäreinsätze fort. Wohngebiete werden beschossen und es werden sogar Kassettenbomben eingesetzt.» Tschurkin sagte, Russland habe 800'000 Flüchtlinge aufgenommen. Laut UNO sind es 168'000.

Deputy Ambassador to the United Nations Rosemary DiCarlo speaks as the U.N. Security Council meets to discuss the humanitarian situation in Ukraine, Tuesday, Aug. 5, 2014, at the United Nations headquarters. The spread of fighting into Donetsk could result in an alarming escalation in the humanitarian crisis gripping the country's easternmost regions. (AP Photo/Frank Franklin II)

«Heuchelei»: Rosemary DiCarlo. Bild: Frank Franklin II/AP/KEYSTONE

Die USA warfen Russland Heuchelei vor. «Russland kann das alles beenden», sagte Vize-Botschafterin Rosemary DiCarlo. «Die Gewalt endet an dem Tag, an dem Russland seine Hilfe für die Aufständischen einstellt.»

Moskau müsse die Ukraine respektieren und die Besetzung der Krim beenden, sagte sie. «Und Russland muss endlich mit der Destabilisierung der Ostukraine aufhören.» (kad/sda/dpa)



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