USA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Der Prototyp ist 38 Tonnen schwer: Neuer Paddelpanzer Screenshot youtube

So sieht die Zukunft aus

Schwertransport: US-Marines testen schwimmenden Ketten-Lastwagen

Das US-Militär will seine Fähigkeit stärken, an Krisenherden weltweit einzugreifen: Bei einem Grossmanöver wurde erstmals der Prototyp eines riesigen Schwimmtransporters mit Kettenantrieb vorgestellt. 

29.08.14, 10:34

Ein Artikel von

Schweres Militärgerät an einem Strand anzulanden, ist ein anspruchsvolles Unterfangen - und dennoch oft notwendig, um an Krisenherden militärisch zu intervenieren. Nun hat das US-Marinekorps, das bei solchen Einsätzen meist an vorderster Front eingesetzt wird, eine technische Lösung vorgestellt: einen Schwimmtransporter, der in seiner endgültigen Version bis zu drei schwere Kampfpanzer zugleich über das Wasser bringen soll.

Beim diesjährigen "Rimpac"-Grossmanöver im Pazifik hat das Marine Corps Warfighting Lab in Quantico (Virginia) den "Ultra Heavy-lift Amphibious Connector" (Uhac) präsentiert. Der Prototyp sei vom Bellows-Trainingsgelände des Marinekorps auf Hawaii auf das Docklandungsschiff USS "Rushmore" geschwommen. Anschliessend sei der Transporter aus eigener Kraft ans Ufer gelangt.

Aus der Distanz betrachtet ist das ein bemerkenswertes Schauspiel: Der Uhac wirkt wie ein Panzer, der über das Wasser fährt. Er verfügt über Gleisketten, deren Glieder aus einer Art Schaumstoff bestehen. Sie verleihen dem Gefährt Auftrieb und wirken zugleich als Paddel, die im Wasser das Fortkommen ermöglichen.

An Land wiederum sorgt der Antrieb nach Angaben des US-Militärs dafür, dass der Uhac-Prototyp einen Druck von lediglich 70 Gramm pro Quadratzentimeter auf den Boden ausübt. Der amphibische Transportpanzer AAV7, den das Marinekorps derzeit einsetzt, komme in Gefechtsausstattung auf den nahezu zehnfachen Wert.

Allerdings dürfte auch der Uhac, sollte er denn wirklich einsatzfähig werden, noch deutlich schwerer werden. Denn der jetzt getestete Prototyp - obwohl bereits 38 Tonnen schwer, 13 Meter lang und fünf Meter hoch - ist nur etwa halb so gross wie die geplante Endversion. Die soll dann eine Nutzlast von bis zu 180 Tonnen schleppen können, was in etwa dem Gewicht von drei schweren Kampfpanzern entspricht.

Damit böte der Uhac rund die dreifache Zuladung des Luftkissenboots LCAC, das derzeit von den Marines genutzt wird, um schweres Gerät vom Schiff ans Ufer zu bringen. Dennoch soll der Koloss im Wasser eine Geschwindigkeit von fast 40 km/h erreichen und an Land bis zu drei Meter hohe Hindernisse überwinden können. (mbe/spon) 



Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Trumps grösstes Problem sind nicht die Steuern, sondern die wütenden Frauen

Die Wahl von Brett Kavanaugh an den Obersten Gerichtshof wird zu einer Abrechnung mit der Macho-Kultur der weissen Elite. Und es zeigt sich: Die Frauen machen nicht mehr mit.

Simon Kuper hat kürzlich in der «Financial Times» ein deprimierendes Zukunftsszenario entwickelt: Die Linksliberalen werden resignieren und den Rechtspopulisten das Feld überlassen. Warum auch nicht? Trump & Co senken die Steuern, was vor allem dem oberen Mittelstand zugute kommt, obwohl der politisch mehrheitlich linksliberal tickt. 

Die Rechtspopulisten übergeben derweil den Linksliberalen ein paar geschützte Territorien – Universitäten, einige ausgewählte kritische Medien und …

Artikel lesen