Kälter als in der Antarktis: Eisige Temperaturen in New York
Seit zwei Wochen hält eine aussergewöhnlich heftige Kältewelle New York fest im Griff. Dabei sanken die Temperaturen wiederholt auf Tiefstwerte von bis zu -15 Grad. Somit herrschten tiefere Temperaturen als in Teilen der Antarktis. Damit erlebt die Metropole die längste ununterbrochene Phase mit Minustemperaturen seit 65 Jahren.
Die extreme Kälte hinterlässt deutliche Spuren im Stadtbild: Auf dem Hudson River treiben Eisschollen, und die Brunnen sind vollständig zugefroren. Um den Fährverkehr aufrechtzuerhalten, mussten Eisbrecher eingesetzt werden, die den Schiffen den Weg durch das gefrorene Wasser freimachen.
Besonders dramatisch ist die Lage für Obdachlose. Am 19. Januar riefen die Behörden den sogenannten «Code Blue» aus – eine Notfallmassnahme, die zusätzliche Schutzangebote aktiviert. Sie verpflichtet unter anderem die Polizei dazu, Menschen nicht aus U-Bahn-Stationen zu verweisen. Trotz dieser Massnahmen kamen nach offiziellen Angaben mindestens 18 Menschen infolge der anhaltenden Kälte ums Leben.
Inzwischen zeichnet sich jedoch eine leichte Entspannung ab. Die zuvor geltende Kältewarnung wurde am Montag aufgehoben und die Meteorologen rechnen ab Mitte der Woche mit steigenden Temperaturen. Prognosen zufolge könnten die Werte auf bis zu 4 Grad klettern.
(emk)
