−55 °C: Spektakuläre Aufnahmen zeigen die Niagarafälle im Eis
Eine aussergewöhnlich starke Kältewelle hat die Region der Niagarafälle erreicht und die Temperaturen auf bis zu −55 Grad sinken lassen. Verantwortlich dafür ist ein sogenannter Polarwirbel-Ausbruch, durch den arktische Kaltluft sowohl in tiefere Schichten (Troposphäre) als auch in den Süden abgedrängt wird. Die extreme Kälte sorgt aktuell dafür, dass sich grosse Eismassen bilden, die mit der Strömung über die Wasserfälle hinwegtreiben.
Vollständig zugefroren waren die Niagarafälle zuletzt vor rund 90 Jahren. Im Januar 1936 herrschten über Wochen hinweg extreme Minusgrade von unter −20 °C, die den Nordosten Nordamerikas fest im Griff hatten. Das Wasser im südlich gelegenen Eriesee lag damals nahe am Gefrierpunkt und blieb nur aufgrund seiner stetigen Bewegung flüssig. Dieser Zustand hielt rund 15 Tage an.
Trotz der aktuellen Kältewelle gilt es als sehr unwahrscheinlich, dass die Niagarafälle erneut komplett zufrieren.
Laut des Niagara Nationalparks kann sich zwar eine Eisdecke bilden, unter der das Wasser jedoch weiterhin in Bewegung bleibt.
(emk)
