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Palästinenser aus Israel sprich über Lage in Lod und Haifa.

Video: watson/lea bloch

«Ich schlafe kaum» – ein Palästinenser in Haifa über sein Leben in Israel

Rami Younis ist Palästinenser und lebt in Israel. Der 36-Jährige erklärt im Video-Interview, wie sich die Situation in Israel momentan zuspitzt und palästinensische Staatsbürger in Angst leben.
18.05.2021, 16:1019.05.2021, 16:33
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Rami Younis kommt ursprünglich aus der israelischen Stadt Lod und lebt zurzeit in Haifa. Er ist Palästinenser mit israelischer Staatsbürgerschaft – etwas, das vielen unbekannt ist. «Wenn die Leute von Palästinensern sprechen, dann meinen sie meistens Menschen, die im Westjordanland oder im Gazastreifen leben. Viele sind sich nicht bewusst, dass Palästinenser auch in Israel leben, so wie ich», erzählt der 36-jährige Journalist und Filmemacher im Videogespräch.

Video: watson/lea bloch

Palästinenser:innen mit israelischer Staatsbürgerschaft machen tatsächlich etwa 20 Prozent der Gesamtbevölkerung Israels aus. In Haifa leben circa 40'000 Palästinenser:innen. In Lod, Rami Younis Heimatstadt sind etwa 30 Prozent der Bevölkerung palästinensisch.

Israelische Araber, wie die Palästinenser in Israel genannt werden, bilden laut Younis die Zweitklassengesellschaft. Obwohl sie offiziell dieselben Rechte wie die jüdischen Bürger:innen Israels besitzen und beispielsweise wählen können, würden sie dennoch diskriminiert.

«Die palästinensischen Häuser werden demoliert und die Polizei ist klar auf der Seite der jüdischen Bevölkerung.»
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Bild: zvg
Zur Person
Rami Younis ist 36 und stammt ursprünglich aus Lod, einer Stadt südlich von Tel Aviv. Nachdem der Aktivist, Journalist und Filmemacher einige Zeit in den USA lebte, ist er seit Kurzem wieder zurück in Israel und lebt in Haifa, der drittgrössten Stadt Israels.

Seit den neusten Eskalationen zwischen Israel und Palästina hat sich die Lage zwischen der jüdischen und arabischen Bevölkerung nochmal zugespitzt, wie Younis schildert: «Die palästinensischen Häuser werden demoliert und die Polizei ist klar auf der Seite der jüdischen Bevölkerung.»

Normalerweise würden die Palästinenser in Israel unter polizeilicher Gewalt leiden. Der Aktivist meint jedoch: «Aktuell schickt Israel Verstärkung, wie Grenzpatrouillenbrigaden unter dem Vorwand die Bevölkerung zu schützen. Ironischerweise werden sie jedoch nur in den arabischen Vierteln eingesetzt.»

Rami Younis betont, man müsse der israelischen Regierung Druck machen, die palästinensischen Staatsbürgerinnen und - bürger, die unter Rassismus leiden, gleichberechtigt zu behandeln.

Das ganze Interview mit Rami Younis hier im Video:

Video: watson/lea bloch
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53 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Glenn Quagmire
18.05.2021 22:14registriert Juli 2015
Meine Erfahrungen sind sicherlich nicht massgeblich, jedoch lernte ich arabische Israelis und jüdische Kennen, welche am gleichen Tisch sassen und einander schätzten.

Gleichzeitig sind da Erinnerungen an Liverpools Salah(?), der einem Israeli die Hand nicht geben wollte
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Filzstift
18.05.2021 19:16registriert August 2016
Wer sich betont als Palästinenser bezeichnet und sich als Aktivist bezeichnet, da sollte man vorsichtig sein. Denn die arabischen Israels bezeichnen sich für gewöhnlich als „arabisch-israelisch“ (Quelle: Wikipedia-Eintrag „Arabische Israelis“, übrigens lesenswert).
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Allwissend
18.05.2021 17:28registriert Januar 2020
Die arabischen Israelis akzeptieren die Juden ja auch nicht und haben sie auch nie. Wer Hass sät, muss auch keine Gleichberechtigung erwarten.
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