Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Deutsche Firmen im Sturm

Bild: montage: watson / material: shutterstock

Analyse

Entlassungen, Gewinnwarnungen: Deutsche Unternehmen im perfekten Sturm

Ob DB oder BMW, ob VW oder BASF: Die deutschen Vorzeigeunternehmen glänzen nicht mehr – und der lahmende Welthandel setzt dem Exportweltmeister weiter zu.



«Ich mache mir mehr Sorgen um Deutschland als um Italien», hat Samy Chaar, Chefökonom der Bank Lombard Odier, kürzlich in einem Interview mit watson erklärt. Seine Sorgen sind begründet. Die Wirtschaftsnews aus dem Norden waren in den vergangenen Tagen alles andere als erfreulich:

Die krisengebeutelte Deutsche Bank will 18’000 Jobs streichen. Der CEO von BMW tritt wegen schlechter Zahlen zurück. Daimler erschreckt die Investoren mit einer Gewinnwarnung, ebenso der Chemiekonzern BASF. Bayer hat derweil die unglückselige Übernahme von Monsanto noch nicht verkraftet.

VW verspürt immer noch die Nachwirkungen des Dieselskandals und will ebenfalls Arbeitsplätze abbauen. Ähnliche Pläne hegen der Softwaregigant SAP und der Stahlbauer Thyssenkrupp AG.

FILE - In this June 16, 1954 file photo, VW beetles are assembled in lines at the Volkwagen auto works plant, which manufactures nearly 900 automobiles each day, in Wolfsburg, West Germany. Thanks to Volkswagen, Wolfsburg boomed in West Germany's postwar rebirth and today the town and the company are inseparable. Volkswagen is halting production of the last version of its Beetle model in July 2019 at its plant in Puebla, Mexico, the end of the road for a vehicle that has symbolized many things over a history spanning eight decades since 1938.(AP Photo/Albert Riethausen, File)

Fliessband des VW Käfers in Wolfsburg. Damals brummte der Laden. Bild: AP

In dieses düstere Bild passt, dass rund ein Drittel der Publikumsgesellschaften Gewinnwarnungen, Restrukturierungspläne oder juristische Dispute verkündet haben.

Das Herz der deutschen Wirtschaft ist die Autoindustrie. Rund 800’000 Menschen arbeiten entweder für einen Autohersteller oder einen Zulieferer. Ohne Autoindustrie wäre das deutsche Wirtschaftswunder in den letzten Jahren ausgeblieben. Sie war zwischen 2007 und 2017 für mehr als die Hälfte des Wirtschaftswachstums verantwortlich.

Das deutsche Auto-Herz schlägt derzeit deutlich schwächer. Der Dieselskandal wirkt weiter nach, nicht nur bei VW, sondern auch bei Mercedes und BMW. Die Autobosse verkünden inzwischen zwar lauthals, dass sie künftig ebenfalls auf Elektroautos setzen. Ob sie es auch schaffen werden, den technischen Rückstand auf Tesla aufzuholen und der neuen Konkurrenz aus China die Stirne zu bieten, ist ungewiss.

German Chancellor Angela Merkel, right, and Prime Minister of Finland Antti Rinne listen to the national anthems at the chancellery in Berlin, Germany, Wednesday, July 10, 2019. Merkel's body shook visibly as she stood alongside the Finnish prime minister and listen to the national anthems during the welcoming ceremony at the chancellery.(AP Photo/Markus Schreiber)

Die zitternde Kanzlerin hat die Deutschen verunsichert. Bild: AP

Nicht nur die Zahlen der Grosskonzerne sind ernüchternd, auch die volkswirtschaftliche Bilanz sieht verhangen aus: Im letzten Herbst entging Deutschland knapp einer Rezession. In den ersten Monaten des laufenden Jahres wuchs die Wirtschaft magere 0,7 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP). Bis Jahresende werden es nach Angaben von Berlin nicht wie ursprünglich prophezeit 1,8, sondern gerade mal 0,5 BIP-Prozent sein.

Zur ökonomischen gesellt sich eine politische Misere. Die Kanzlerin erleidet mysteriöse Zitteranfälle, die dominierenden Volksparteien befinden sich im freien Fall und – was lange undenkbar schien – radikale Rechte befinden sich wieder auf dem Vormarsch. Die AfD ist nicht nur erfolgreich, sie wird auch täglich brauner.

«Die deutsche Wirtschaft ist sehr verletzlich. Sie hat von der Globalisierung profitiert, aber die Globalisierung befindet sich auf dem Rückzug», hat Chefökonom Chaar weiter gewarnt. Auch damit liegt er richtig.

In den USA neigt sich der längste Wirtschaftsaufschwung der Geschichte seinem Ende zu. China hat seinerseits soeben die schwächsten Wachstumszahlen der jüngeren Geschichte verkündet. Die amtierende und die aufkommende Supermacht sind die Lokomotiven der Weltwirtschaft.

Der Handelsstreit zwischen den beiden zeigt jedoch Folgen: Der internationale Handel hat sich merklich abgekühlt.

Europa steht derweil vor schicksalshaften Monaten. Ein No-Deal-Brexit mit ungewissen Folgen für die Wirtschaft wird immer wahrscheinlicher. Die hochverschuldete italienische Wirtschaft bleibt eine tickende Zeitbombe in Euroland. Für den Exportweltmeister ist beides Gift.

Den Deutschen ist es immer noch nicht gelungen, ihren Binnenmarkt in Schwung zu bringen. Zu gross ist die Angst vor einer nicht existierenden Inflationsgefahr und die Fixierung auf eine «schwarze Null» in der Staatskasse.

THEMENBILD ZUR MK APOTHEKER UND PHARMAINDUSTRIE ZU

Schweizer Exportschlager: Pharmaprodukte. Bild: KEYSTONE

Für die ebenfalls stark exportorientierte Schweizer Wirtschaft ist die Gefahr deutlich kleiner. Wir exportieren vor allem Pharma und Uhren. Beides sind wenig preissensible Produkte.

Die Ökonomen der beiden Grossbanken geben sich daher verhalten optimistisch: Die UBS prophezeit der Schweizer Wirtschaft ein BIP-Wachstum von 1,3 Prozent im laufenden und 1,6 Prozent im kommenden Jahr. Bei der CS sind die Volkswirte noch mutiger: Sie stellen uns 1,5, respektive 1,8 BIP-Prozent in Aussicht.

Dritter Zitteranfall in der Öffentlichkeit

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

32
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • weisenheimer 16.07.2019 22:25
    Highlight Highlight Der Aufschwung am Arbeitsmarkt ist zu Ende, deutsche Konzerne streichen Tausende Stellen. Doch die Massenarbeitslosigkeit kommt nicht zurück, sagen Ökonomen. Grund sind eine veränderte Wirtschaftsstruktur (= viele Jobs sind in konjunkturunanfälligen Bereichen entstanden, der Dominoeffekt bleibt damit aus) – und die Demografie = Babyboomer gehen in Rente).
  • Gipfeligeist 15.07.2019 17:50
    Highlight Highlight Ein mageres Wachstum von 0.7% ? Warum muss genau der Wohlstand der Zivilisation am BIP gemessen werden, anstatt Glück, Armut, Bildung,
    • PC Principal 15.07.2019 19:55
      Highlight Highlight Es gibt ja auch mehr als nur diese eine Statistik. Die Bildung wird durch die Pisa-Studie und andere gemessen, zum Thema Glück gibt es zahlreiche Umfragen. Das BIP misst die jährliche Wirtschaftsleistung.
    • Gipfeligeist 15.07.2019 21:40
      Highlight Highlight Ja klar, aber muss ein Land denn ein hohes Bruttoinlandprodukt aufweisen (mit schönen Wachstum) um "gut" zu sein? Ich finde nicht, dass die Wirtschaft ein komplettes Bild abgibt.

      Aber der Artikel ist mit "deutschen Unternehmen" betitelt, dementsprechend sollte ich mich nicht wundern. War nur so mein Gedanke...
  • WHYNOT 15.07.2019 14:50
    Highlight Highlight Die deutsche Wirtschaft kann es richten, wird sie nicht mit Regulierung und immer neuen fiskalischen Belastungen daran gehindert. Vorgemacht hat es Schröder, welche die Deutschland AG entfesselte. Die CO2 Histerie und der Oeko-Faschismus sind die grosse Gefahr und natürlich das kranke Europa, welches mit Grossbritanien nicht nur einen Beitragszahler sondern Garanten für eine freie Wirtschaft verliert, derweil Merkel u Macron sich im Nebel bewegen.
    • PVJ 15.07.2019 16:08
      Highlight Highlight Herzlichen Glückwunsch zu diesem messerscharf und fundiert argumentierenden Beitrag. Schön, dass solche Analysen für einmal ganz ohne Polemik und ideologische Kampfbegriffe auskommen!
    • zombie woof 15.07.2019 16:09
      Highlight Highlight Oeko Faschismus....du weisst aber schon was du hier schreibst?
    • überflüssig 15.07.2019 16:31
      Highlight Highlight ja voll: nieder mit allem innovativen und hop hop weiter liberalisieren, die wirtschaft wirds richten.
      das kommt dann sicher gut.

      wirtschaft existiert nicht ohne menschen ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cremetörtchen 15.07.2019 14:17
    Highlight Highlight Liegt aber auch an der deutschen Politik. Statt der Wirtschaft Vorgaben zu machen lässt man sich von den Lobbyisten vor den Karren spannen. Es winken zahlreiche Ämter in Aufsichtsräten.

    Der Markt in Deutschland reguliert sich nicht selbst. Er reguliert die Politik. Raubtierkapitalismus hat sicher nichts mehr von einer gesunden Ökonomie...
  • Goldjunge Krater 15.07.2019 14:00
    Highlight Highlight „Ob sie es auch schaffen werden, den technischen Rückstand auf Tesla aufzuholen und der neuen Konkurrenz aus China die Stirne zu bieten, ist ungewiss.“

    😂😂😂😂

    Tesla gibt es noch ein paar Monate, danach ist Schluss. Evtl können sie noch als Akku-Zulieferer für die chinesische Kopier weitermachen wenn sie Schwein haben. Ist aber zu bezweifeln, die Chinesen haben auch die Akkus kopiert und produzieren unter übelsten Bedingungen selber..

    Störts den Linken? Nein, er jubelt den Chinesen zu und kauft..

    • reaper54 15.07.2019 14:43
      Highlight Highlight Jeder der Ahnung vom Elektromotoren Markt hat weiss auch dass die Tesla Motoren aktuell auf dem technischen stand der ABB Motoren vor 20 Jahren sind 😂 aber ja “technischer Vorsprung” nein wohl ehr gutes Marketing und leichtgläubige Journalisten...

      Ah ja kritisiere niemals das gelobte Maoland das ertragen die linken nicht ist ja schliesslich ihr Kommunistisches Vorbild 🙈
    • DerHans 15.07.2019 14:54
      Highlight Highlight Goldjunge sie könnten doch glatt als Nokia oder Kodak Manager durchgehen. Wie lange behaupten sie schon Tesla gehe in den nächsten Monaten pleite? 1 Jahr? 5 Jahre? Aber was interessiert mich das Geschwätz von Gestern, gäll?
    • DerHans 15.07.2019 15:42
      Highlight Highlight @reaper wieso bieten sie denn ihre Hilfe nicht Audi und Mercedes an? Mit ihrem Wissen müssten diese ja richtige Elektrowunderautos bauen! Ich bin auch kein Fan der Chinesen aber dieses Belächeln ist genau der grosse Fehler. Im Gegensatz zu den Deutschen haben die eine Marschrichtung, während Deutschland von „Technologieoffenheit“ redet aber insgeheim sich immer noch an altem klammert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 15.07.2019 13:41
    Highlight Highlight Das passiert halt wenn man nicht in Innovationen investieren will.
  • Der Tom 15.07.2019 13:23
    Highlight Highlight Ist so wenn man auf veraltete Technologie setzt.
  • Rimaduls 15.07.2019 13:21
    Highlight Highlight Haben die Firmen weniger Umsatz, wird dies auf den Mitarbeiter abgewälzt. Gibt es mehr Umsatz, geht der Gewinn zugunsten des Managements und der Steakholder. Der Mitarbeiter bleibt auf der Strecke. So oder so blutet der Arbeiter der sich für die Firma ausbeuten lassen muss. Wenn es nicht der Arbeiter ist, dann die ganze Nation da die Firma als Too-Big-To-Fail kurzerhand deklariert wird.
    • sephiran 15.07.2019 14:11
      Highlight Highlight Ja, immer die blöden Steak-Holder.. Was bringen die eigentlich!? Für irgendwas gibts ja Teller..
    • Cityslicker 15.07.2019 16:03
      Highlight Highlight Ich denke, das ist so ne Grillgabel.
    • Abu Nid As Saasi 15.07.2019 16:37
      Highlight Highlight Steakholder, am Spiess?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dede7 15.07.2019 13:01
    Highlight Highlight Auch wenn es den deutschen Unternehmen gut geht, oder gut gehen soll, werden sie Mitarbeitende entlassen. SAP zieht den Cloud-Umbau durch und E-Autos werden um ein Vielfaches einfacher. Was der perfekte Sturm sein soll, ist mir unklar. Die Themen sind in der Analyse durcheinandergewirbelt worden. „Lueg wohär dr Wind wäit“
  • PC Principal 15.07.2019 12:30
    Highlight Highlight Natürlich kann man alles schwarzmalen und nur die negativen Beispiele herauspicken. Es gibt einige spektakuläre Massenentlassungen, darüber berichten die Medien ohne Ende. Aber gleichzeitig werden noch viel mehr neue Stellen geschaffen, darüeber wird kaum berichtet.

    Tatsächlich war die Arbeitslosigkeit in Deutschland noch nie so tief wie heute und es gab noch nie so viele offene Stellen.

    Ja, das Wachstum hat sich ein bisschen verlangsamt. Aber die Wirtschaft befindet sich weiterhin im Wachstum, das ist das Wichtigste, doch ihr schreibt von einer "ökonomischen Misere"?
    • Effersone 15.07.2019 14:23
      Highlight Highlight Sie haben recht. Die wahre Misere ist, dass Deutschland als reiches Land nach wie vor den grössten Niedriglohnsektor in Westeuropa hat und viele Personen einen Zweitjob machen müssen, um über die Runden zu kommen. Aber immerhin ist man Exportweltmeister und die Wirtschaft wächst. Alles paletti.
    • PC Principal 15.07.2019 14:56
      Highlight Highlight @Effersone: Löhne sind natürlich ein anderes Thema. Der Artikel redet ja nicht von Löhnensondern von Entlassungen, und ich finde es einfach sehr fragwürdig, wenn man über Massenentlassungen schreibt und daraus eine "wirtschaftliche Misere" ableitet aber völlig "vergisst" zu erwähnen, dass insgesamt mehr Arbeitsplätze geschaffen werden und die Arbeitslosigkeit sinkt.

      Natürlich hat Deutschland einen Niederiglohnsektor verglichen mit der Schweiz. Aber die Löhne sind besser als in den meisten Ländern Europas und in den letzten Jahren sind die Löhne in DE stark gestiegen.
    • COLD AS ICE 15.07.2019 16:52
      Highlight Highlight @pc principal: von welchem deutschland redest du?!?! informier dich bitte richtiig bevor du hier unwahrheiten verbreitest.
    Weitere Antworten anzeigen

Trump sagt: «Ich bin der Auserwählte» – und meint es ernst

Kein Witz: Der US-Präsident glaubt, er sei von Gott auserkoren.

Seit dem Rücktritt von Sarah Huckabee Sanders sind die Presse-Briefings der Trump-Regierung gestrichen. Stattdessen spielt sich auf dem Rasen vor dem Weissen Haus regelmässig folgende absurde Szene ab: Vor dröhnenden Helikopterrotoren brüllen Reporter dem Präsidenten Fragen zu – und dieser brüllt zurück.

Am vergangenen Mittwoch war nur eines noch absurder als die Szenerie: die Antworten des Präsidenten. Auf die Frage, wie es im Handelskrieg mit China weitergehe, entgegnete Trump: «Ich bin dazu …

Artikel lesen
Link zum Artikel