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Salman Putin Teaser

Analyse

Wie Putin und MBS die Weltwirtschaft ins Elend stürzen

Riad und Moskau tragen ein gefährliches Macho-Spiel aus. Die Finanzmärkte beben, die Angst vor einer Rezession der Weltwirtschaft wächst.



Das Coronavirus hat eine ohnehin schon angeschlagene Weltwirtschaft geschwächt. Um den Preis des Erdöls zu stützen, wollten die Saudis daher die Produktion drosseln und forderten die anderen Erdöl produzierenden Länder auf, ihrem Beispiel zu folgen.

Davon wollten die Russen nichts wissen. Aus Moskau kam ein dezidiertes Njet zu diesem Vorschlag. Das brachte den starken Mann in Riad, Mohammed bin Salman (MBS), auf die Palme. Er wollte gleichzeitig seinen Marktanteil verteidigen und Wladimir Putin zeigen, wer Herr und Meister auf dem Ölmarkt ist.

Anstatt die Produktion zu drosseln kündigte Saudi-Arabien eine massive Ausweitung an. Die Reaktion der Märkte folgte auf den Fuss, der Preis für ein Fass Erdöl rasselte in den Keller. Das wiederum versetzte die bereits verunsicherten Investoren in Panik. Ein historischer Sturz an den Börsen war nicht mehr zu vermeiden.

epa08046264 A undated handout photo made available by Saudi Arabian oil company Saudi Aramco on 05 December 2019, showing Saudi Aramco's  Tanajib facility, Saudi Arabia. Tanajib is an oil complex located on the coast of the Arabian Gulf, some 200 km north of Dammam. Saudi Aramco that is due to go public at the Tadawul stock exchange in Riyadh, Saudi Arabia, in mid-December, is expected to announce the final price for its initial public offering on 05 December 2019. The IPO could become world's biggest initial public offering ever if it exceeds the 2014 IPO of Alibaba that raised 25 billion USD.  EPA/SAUDI ARAMCO HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Die Tanjib-Bohrtürme von Aramco im Persischen Golf. Bild: EPA

Selbst wenn sich die Aktienkurse und der Ölpreis wieder erholen, ist der angerichtete Schaden nicht so schnell wiedergutzumachen. «Es handelt sich um einen gegenseitigen Vernichtungskrieg aller Öl exportierenden Länder inklusive Saudi-Arabien, Russland und wahrscheinlich auch der Vereinigten Staaten», sagt Greg Brew gegenüber der «New York Times». Brew ist Professor an der Southern Methodist University und Spezialist für die Golfregion.

Der Hahnenkampf zwischen MBS und Putin entbehrt jeglicher wirtschaftlichen Logik. Auch wenn sie grosse Bemühungen zur Dekarbonisierung ihrer Wirtschaft unternehmen, sind die Saudis nach wie vor auf Tod und Leben vom Öl abhängig. Experten schätzen, dass sie einen Preis von 60 Dollar pro Fass brauchen, um über die Runden zu kommen.

Sollte der Preis länger unter dieser Marke liegen, müssen die Saudis ihre Reserven von rund 500 Milliarden Dollar anknabbern. MBS muss gleichzeitig seine ehrgeizigen Pläne für die Modernisierung der Wirtschaft zurückschrauben.

Bereits hat der Ölkrieg Opfer gefordert. Die Aktien des Ölkonzerns Aramco haben mehr als 15 Prozent eingebüsst und sind unter den Ausgabepreis gefallen. Aramco hat kürzlich einen teilweisen Börsengang über die Bühne gebracht. Viele Saudis haben zugegriffen und dürften jetzt eher unglücklich sein. MBS wird dies kaum kümmern. Er hat soeben wieder einige seiner Verwandten verhaften lassen, weil sie es gewagt haben, ihn zu kritisieren.

epa04912063 Russian President Vladimir Putin (C)  addresses delegates of oil producers as part of the Far East Economic Forum, on Russkiy island outside Vladivostok, Primorskiy area, Russia, 04 September 2015.  EPA/ALEXEY DRUZHININ/RIA NOVOSTI/KREMLIN POOL MANDATORY CREDIT/RIA NOVOSTI

Wladimir Putin spricht vor Ölmanagern in Wladiwostok. Bild: EPA/RIA Novosti POOL

Russlands Wirtschaft ist breiter abgestützt. Zudem besitzt es eine eigene Währung und kann mit einem schwächeren Rubel die schlimmsten Folgen des tiefen Ölpreises teilweise auffangen. Langfristig ist jedoch auch Russland vom Ölpreis abhängig. Nicht von ungefähr wird es auch die «Tankstelle der Welt» genannt.

Kurzfristig jedoch spielt der tiefe Ölpreis Putin in die Karten. Es hilft ihm, die Dominanz des amerikanischen Schieferöls zu brechen und Russlands Herrschaft über den europäischen Energiemarkt zu sichern. «Er ist zudem sauer, weil die USA gegen seine Nord-Stream-2-Gaspipeline, die Sibirien mit Deutschland verbindet, opponieren», kommentiert das «Wall Street Journal».

Präsident Donald Trump ist sehr stolz darauf, dass die USA dank dem Schieferöl wieder zum grössten Ölproduzenten aufgestiegen und energieunabhängig geworden sind. Der Ausstoss ist innerhalb von drei Jahren von 490’000 auf 3,5 Millionen Fass pro Tag angestiegen.

Nach wie vor ist die Schieferöl-Produktion jedoch deutlich kostspieliger als die normale. In den USA hat der tiefe Ölpreis daher möglicherweise weit reichende Folgen, vor allem in Texas. «Viele kleinere amerikanische Ölfirmen könnten Pleite gehen, wenn der Ölpreis mehr als ein paar Wochen auf diesem Niveau verharrt», schreibt die «New York Times». «Die grösseren werden keine Dividenden mehr ausschütten. Tausende von Arbeitern stehen vor der Entlassung.»

Die Pleiten der Ölfirmen wirken sich auf die Banken aus. Sie müssen befürchten, auf faulen Krediten dieser Firmen sitzen zu bleiben. Beim grossen Börsenbeben vom Montag sind deshalb gerade die Banktitel unter die Räder gekommen.

Zu den Opfern des Ölpreiskrieges gehören auch Länder, die bereits schon massiv angeschlagen sind. Venezuela und der Iran beispielsweise, oder auch die Ölproduzenten in Afrika. «Saudi-Arabien pokert sehr hoch», kommentiert daher die «Financial Times». «Seine Strategie mag zum Ziel haben, Russland an den Verhandlungstisch zu zwingen. Sollte das nicht gelingen – und wir glauben nicht daran – wird dies für alle Ölproduzenten auf der Welt weit reichende Folgen haben.»

Das wird auch die Weltwirtschaft zu spüren bekommen. Billigeres Benzin ist da ein schwacher Trost.

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    Alle Leser-Kommentare
  • heureka 12.03.2020 05:33
    Highlight Highlight Ach nur keine Panik, Die Einzig wirklich Leidtragenden, sind die Tausenden Saudiprinzen, welchen die Renten vielleicht gekürzt werden. Saudiarabien hat die Niedrigsten Förderkosten der Welt 2 Dollar nämlich pro Barrell. Aber halt fette und Faule Aerscher und brauchen zuviel Geld für Krieg und Dschihad.
  • Dirk Leinher 11.03.2020 22:56
    Highlight Highlight Wir werden es Hern Löpfe zu verdanken haben, wenn in Geschichtsbüchern der Zukunft steht, dass der böse Russe den Niedergang der Fracking Industrie der USA zu verantworten hat. Mann, Mann diese Russen, was die nicht alles können. Zuerst küren sie den Präsidenten der USA mit einem kleinen Bruchteil der Gelder die die Kandidaten selbst aufwendeten, dann vertreiben sie die Amis aus dem nahen Osten und nun lassen sie auch noch die über alles erhabene Fracking Industrie der Amis kollabieren.
  • Jättelattejaterö 11.03.2020 21:12
    Highlight Highlight Spiegel schreibt: Saudi-Arabiens Förderreserve sichert die globale Ölversorgung ab. Nun nutzt Riad sie als Waffe gegen Russland und die USA - mit weitreichenden Folgen für Wirtschaft und politische Stabilität.

    Was stimmt jetzt?
  • Alice36 11.03.2020 08:08
    Highlight Highlight Beides Trump Kumpel die sich nicht auf einen Deal einigen können. Bin mal gespannt wie Donnie das seinen Jüngern erklärt, wahrscheinlich sind Obama und/oder Hillary schuld.🤣
  • Zingoo 10.03.2020 22:24
    Highlight Highlight
    Bin Salman glaubt, dass Russland zuerst aufschreien wird, weil die Kosten für die Herstellung eines russischen Fasses doppelt so hoch sind oder mehr als die Produktion seines saudischen (3 USD pro Barrel), aber er erkennt nicht, dass Russland eine stärker diversifizierte Wirtschaft hat und im Gegensatz zu seinem saudischen nicht von Öl und seinen Einnahmen abhängt, Die Öleinnahmen machen rund 90 Prozent des Nationaleinkommens Saudi arabien aus.
  • Zingoo 10.03.2020 22:23
    Highlight Highlight das ist sie der zweite Krieg, den Saudi-Arabien gegen Russland führte, der erste war im Jahr 2014 auf Geheiss Amerikas, als das Königreich beschloss, seine Produktion zu erhöhen, um die Preise zu senken, um der russischen und iranischen Wirtschaft Schaden zuzufügen, sodass die Preise von 120 USD pro Barrel auf 30 USD fielen.
  • Selbstverantwortin 10.03.2020 18:52
    Highlight Highlight Ein tiefer Ölpreis ist gut für alle ausser Ölfirmen und die Umwelt.
    Der tiefe Ölpreis nichts mit wirtschaftlichen Problemen oder Börsensturz zu tun.
    Etwas Wirtschaftsgeschichte (Ölkrise 70er) wäre bildend.
  • Alteresel 10.03.2020 18:22
    Highlight Highlight Und beide arbeiten daran, den Rest ihres Lebens Präsident oder König oder beides ihres Landes zu bleiben. Shit!
  • Ökonometriker 10.03.2020 17:54
    Highlight Highlight Europa muss nicht mal Diplomatie und Demokratieförderung betreiben: Abwarten und Tee trinken reicht inzwischen offenbar! Die Despoten haben einen neuen Tiefpunkt erreicht: sie disqualifizieren und ruinieren sich gerade gegenseitig selbst. Und zwar, in dem sie ihre Ersparnisse und Reserven aufbrauchen, um Europa billiger zu beliefern.
    Danke, ihr VOLLPFOSTEN!
  • Thadic 10.03.2020 17:46
    Highlight Highlight Das Hauptproblem ist, dass der Preis der fossilen Brennstoffe völlig von den realen Kosten abgelöst ist. Die UNO müsste eine Steuer von 100% auf Erdöl und cO erheben, dann könnten diese Machos ihren Machtkampf zu unserem Nutzen treiben.
  • Kubod 10.03.2020 17:43
    Highlight Highlight Danke für den Reminder.
    Wir brauchen Alternativen zum Erdöl.
    Schnell.
  • Quacksalber 10.03.2020 17:21
    Highlight Highlight Da gibt es nur eine Lösung: die Abgaben auf Erdölprodukte so stark erhöhen, dass der Einkaufspreis keine Rolle mehr spielt und die Dekarbonisierung vorwärts geht.
    • Mirko Timm 11.03.2020 09:37
      Highlight Highlight Du weisst schon das dann praktisch alles teurer wird selbst e autos
  • Locutus70 10.03.2020 16:59
    Highlight Highlight Noch ein Grund mehr, sich weniger abhängig von Öl zu machen ^^
  • Zeit_Genosse 10.03.2020 16:47
    Highlight Highlight Instabilität bei den Ressourcen macht die Welt unsicherer. Wir haben im Westen jemand, der alles für seine Wiederwahl unternehmen wird. Von Corona hat er keine Ahnung, aber beim Öl wird er bis zu kriegerischen Mitteln weltweit mitmischen, um als Commander in Chief zu gewinnen.
  • Erklärbart. 10.03.2020 15:38
    Highlight Highlight Ein Grund mehr auf E-Mobilität zu setzen.

    Obwohl, der Titel ist etwas reisserisch... Putin/Arabien bieten natürlich viel Angriffsfläche, aber nur ihnen den "Untergang" der Weltwirtschaft anzukreiden ist trotzdem Schwachsinn. Da ärgert sich sogar Corona 😅
  • Hans Jürg 10.03.2020 15:35
    Highlight Highlight Wenn zwei Egomanen und Kriegsverbrecher streiten, freut sich der Dritte eben nicht. Denn diese zwei Banditen reissen uns alle mit ins Elend.
    • Hans Jürg 10.03.2020 17:10
      Highlight Highlight oh sh... hab ja ganz vergessen, dass der Putin ja ein Guter ist...
  • namib 10.03.2020 15:26
    Highlight Highlight Die Amis holen sich mit hohen Produktionskosten einen grossen Teil ihres Öls per Fracking aus dem Boden, in Kanada wird ebenfalls zu hohen Kosten Ölsand abgebaut (mit üblen Auswirkungen auf die Natur) und Russland muss sich via Ölverkäufe dringend nötige Devisen besorgen, weil es nach diversen Provokationen seit Jahren unter Sanktionen leidet.
    Die Saudis sind mir ja auch nicht sympathisch, aber dass sie an der aktuellen Krise schuld sein sollen, entbehrt jeder Logik.
    • maylander 10.03.2020 17:07
      Highlight Highlight Die Saudis haben die höchste Produktionund die tiefsten Produktionskosten von Erdöl. Sie können also alle preislich unterbieten. Zudem haben sie noch riesige Geldreserven.
      Für die Wirtschaft sind tiefe Ölpreise nicht schlecht und alternative Energien werden so auch unter Druck gesetzt. Kleinere Erdölproduzenten werden aber unter dem Preiskrieg leiden.
  • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 10.03.2020 15:23
    Highlight Highlight Erdölpreis: steigt
    Börse: PANIK!!!

    Erdölpreis: sinkt
    Börse: PANIK!!!
    • Kiro Striked 10.03.2020 15:27
      Highlight Highlight Man könnte heute keine Wahreren Worte schreiben. Wie es kommt, es ist nicht recht.
    • rodolofo 10.03.2020 15:49
      Highlight Highlight Oder anders gesagt:
      Die Börse ist ein Affenhaus.
      Geht das Geschrei los, ist bald ein ohrenbetäubender Lärm.
    • Ueli der Knecht 10.03.2020 15:50
      Highlight Highlight Wenn die Preise für Rohstoffe wie Kupfer oder Erdöl steigen, dann ist das ein Indiz für eine brummende Wirtschaft, also etwas, was die Börsianer gerne sehen, weil dann in der Regel auch auch die Börsenkurse steigen.

      Panik gibt es bei sinkenden Rohstoffpreisen, weil das meist eine Rezession einläutet, und falls sie hart wird, dann auch mit Konkursen und Kreditausfällen zu rechnen ist. Das freut dann diejenigen, die auf sinkende Kurse wetten und Kreditausfallpapiere (Credit Default Swaps) horten. Kann gut sein, dass Russland und Saudi Arabien über ein paar Ecken genau darauf setzen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tavares 10.03.2020 15:16
    Highlight Highlight Und jetzt erst recht auf erneuerbare Energien setzen und von solchen Despoten unabhängig zu werden!
    • aern 10.03.2020 18:06
      Highlight Highlight Von wem werden wir denn abhängig?
  • ursus3000 10.03.2020 14:58
    Highlight Highlight Und vor kurzem hiess es höhere Ölpreise = Rezession
  • Skeptischer Optimist 10.03.2020 14:57
    Highlight Highlight Putin und MBS stürzen nicht die Weltwirtschaft ins Elend, sondern die Wall Street, die ins US-Amerikanische Fracking Business investiert hat. Ohne Fracking würden „die Märkte“ den niedrigen Ölpreis bejubeln.
  • My Senf 10.03.2020 14:55
    Highlight Highlight Tja JR Ewing ist ja damals auch pleite gegangen 😂

    Nein ernst jetzt. Glaub ich nur oder hauen im Moment alle Trump buddies ihn in die Pfanne?

    Nun wenn Du den Mördersuftraggeber MBS Und den kriegsfeldherren Putin als Kollegen hast... dann kommen noch Covid-19 Parteikollegen dazu...
  • DieFeuerlilie 10.03.2020 14:38
    Highlight Highlight “Das wiederum versetzte die bereits verunsicherten Investoren in Panik.“

    Ja.. und jedesmal bei solchen Aussagen denke ich mir, dass Leute, die sofort verunsichert sind und in Panik geraten, vielleicht besser nicht an Börsen handeln sollten.. 🤬
  • Pain in the Ass 10.03.2020 14:32
    Highlight Highlight Die Saudis wollen mit künstlicher Verknappung die Ölpreise steigern. Die Russen spieken dieses dreckige Spiel nicht mit. Die Saudis täubeln und laufen Sturm wie ein kleinen Kind.

    Fazit von watson - > Die Russen tragen eine Mitschuld

    Habe ich etwas verpasst beim Durchlesen des Artikels oder ergibt die Aussage watson's keinen Sinn?
    • Stinkstiefel 10.03.2020 20:55
      Highlight Highlight Die momentane Situation hilft Russland am meisten, das Finanzministerium hat bereits vorgerechnet wie lange und wie tiefe Preise Russland aushalten kann.

      Das Ziel ist die US-Frackingindustrie zu killen. Das sollte allen mit ökologischem Bewusstsein auch gar nicht so unsympathisch sein. Russland hat aber die Kapazitäten für eine solche Preissenkung gar nicht und kann die Förderung nicht so schnell hochfahren. Der Trick war die Saudis so zu provozieren, dass sie das übernehmen.

      Entweder war das ziemlich schlau von Putin, oder ein grosser Zufall. Insofern dürften die Russen schon Schuld sein.
  • rodolofo 10.03.2020 14:31
    Highlight Highlight Ich verstehe es einfach nicht!
    Das Erdöl wird um einen Drittel bis um die Hälfte billiger, und DAS soll ein Problem sein für die Wirtschaft?!
    Wenn sich Bin Salman und Putin streiten, freut sich doch der Dritte!
    Aber wer ist denn dieser "Dritte"?
    • Tavares 10.03.2020 15:46
      Highlight Highlight Hast du den Artikel gelesen?
      Mit dem Deutlich tieferen Preis Sind sehr viele Firmen / Jobs in Gefahr, primär in den USA (Schieferöl). Deshalb der Aktiencrash.
    • rodolofo 10.03.2020 15:57
      Highlight Highlight Nein, diese "Erklärung" erklärt rein gar nichts.
      Fracking gehört sowieso verboten, und als alle Umweltschutzbeamten arbeitslos wurden, nachdem Trump deren Behörden die Gelder zusammengestrichen hatte, jammerte auch niemand von der "Geschäftswelt" über diesen Branchen-Kahlschlag!
      Hier jammern einfach mal die "Lebenden Fossile"!
      Und gleich geht's "DER Wirtschaft" schlecht.
      "DIE Wirtschaft" sympathisiert offenbar immer noch mit evolutionären Auslaufmodellen aus den 50er Jahren.
      Kein Wunder! Die meisten Milliardärs-Investoren waren in den 50er-Jahren jung.
    • Ueli der Knecht 10.03.2020 16:20
      Highlight Highlight "Das Erdöl wird um einen Drittel bis um die Hälfte billiger, und DAS soll ein Problem sein für die Wirtschaft?!"

      Es ist umgekehrt.

      Die Wirtschaft hat Probleme, und braucht daher weniger Öl, was die Förderländer auf dem kalten Fuss erwischt. Sie können die Fördermengen nicht gleichermassen drosseln, weswegen ein erhebliches Überangebot existiert. Der derartig massiv sinkende Erdölpreis deutet darauf hin, dass die Wirtschaft in einer ernsten Krise steckt.

      Auch der Kupferpreis und andere Rohstoffpreise sinken, und zwar schon seit einem Jahr. Klares Indiz, dass eine Rezession vor der Tür steht.
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