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Kapitalismus

Bild: montage: watson / material: keystone

Analyse

Jetzt kritisieren die Kapitalisten den Kapitalismus

«Financial Times» und «Economist», die zwei führenden Publikationen in Sachen Liberalismus und Marktwirtschaft, haben übers Wochenende mahnende Worte an die Adresse des Kapitalismus gerichtet.



Wir haben uns daran gewöhnt, dass Rechtspopulisten wie Donald Trump oder Roger Köppel vor einem neuen rot-grünen Sozialismus und einer drohenden marxistischen Diktatur warnen und die Errungenschaften des Kapitalismus verteidigen. Vermehrt aber wird nun Kritik laut aus den Bastionen den Kapitalismus.

Die «Financial Times» tut dies in einem redaktionellen Kommentar unter dem Titel «Ein verantwortlicher Kapitalismus braucht neue Standards» (Responsible capitalism requires new standards). Dabei berichtet sie wohlwollend vom Beispiel des Unternehmers Julian Richter, der die Kontrolle über seine Firma in die Hände seiner Angestellten gelegt hat. «Nicht viele Eigentümer von Unternehmen werden diesem Beispiel folgen», so die «Financial Times». «Aber es zeigt, dass die Unternehmensformen nicht statisch sein müssen.»

«Warrens staatsfreundlicher Masterplan enthält vieles, was uns Sorgen machen muss.»

«The Economist»

Nicht nur die nach wie vor horrenden Manager-Saläre werden gegeisselt, die «Financial Times» setzt sich auch für die Einführung der neuen ESG-Standards ein. Das Kürzel ESG steht für Environment-Social-Governance und legt Kriterien für ökologisches und sozial verantwortungsvolles Wirtschaften fest.

Dazu stellt die «Financial Times» fest: «Die ESG-Standards mögen abgehoben wirken, und sie sollten so realistisch wie möglich sein: Wir brauchen Standards, die jedermann verstehen kann und die als Vergleichsmassstab eingesetzt werden können – intern und extern.»

Der «Economist» widmet die Titelgeschichte seiner jüngsten Ausgabe der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Elizabeth Warren. Sie hat gute Chancen, zur Herausforderin von Donald Trump erkoren zu werden. Warren wird gerne mit Bernie Sanders auf die gleiche Stufe gestellt. Zu Unrecht: «Einige Republikaner und Kritiker von der Wall Street behaupten, Mrs. Warren sei eine Sozialistin», stellt der «Economist» klar. «Sie ist es nicht.»

Tatsächlich betont Warren sechsmal die Woche und zweimal am Sonntag, sie sei eine «Kapitalistin mit Haut und Haar». Gleichzeitig betont sie ebenso regelmässig, dass sie den bestehenden Kapitalismus grundlegend reformieren will, so wie dies einst die Progressives vor dem Ersten Weltkrieg getan haben.

Democratic presidential candidate Sen. Elizabeth Warren, D-Mass., speaks at a campaign event at Dartmouth College, Thursday, Oct. 24, 2019, in Hanover, N.H. (AP Photo/Elise Amendola)
Elizabeth Warren

Weiss, was sie will: Elizabeth Warren. Bild: AP

«Sie hat einen bewundernswert detaillierten Plan, wie man das bestehende System transformieren kann, ein System, von dem sie überzeugt ist, dass es korrupt sei und die gewöhnlichen Leute im Stich lasse», so der «Economist».

Drei Grundübel stellen heute den Kapitalismus in Frage: Klimaerwärmung, Ungleichheit und Monopolisierung der Wirtschaft. Für alles hat Warren wohl durchdachte Gegenmassnahmen.

Die mächtigen Banken will sie wieder aufteilen und das Investmentbanking wieder vom Kundengeschäft trennen. Um zu verhindern, dass die Finanzmärkte zu einem Kasino werden, wurde diese Trennung in den USA in den Dreissigerjahren mit dem sogenannten Glass-Steagall Act schon einmal eingeführt. Ende der Neunzigerjahre hat die Clinton-Regierung dieses Gesetz aufgehoben.

Warren ist eine erklärte Gegnerin der neuen Monopolisten im Silicon Valley. Ob Facebook, Google oder Amazon, alle sollen nach dem Vorbild von Standard Oil zerschlagen werden. 1911 wurde das Ölmonopol von John Rockefeller in 34 Einzelteile aufgelöst.

Fracking will Warren gänzlich verbieten und den Umbau einer ökologischen Infrastruktur massiv vorantreiben. Krankenkassen will sie zu einer staatlichen Einheitskasse zusammenschliessen, um endlich jeder Amerikanerin und jedem Amerikaner Zugang zum Gesundheitswesen zu ermöglichen. Einen Mindestlohn von 15 Dollar die Stunde will sie per Gesetz einführen.

Schliesslich wird das Steuersystem radikal erneuert. Trumps Steuergeschenke will Warren umgehend wieder abschaffen. Unternehmensgewinne von mehr als 100 Millionen Dollar will sie mit einer zusätzlichen Steuer von 7 Prozent belegen. Hohen Einkommen will sie höhere Sozialabgaben aufbrummen; und wer ein Vermögen von mehr als 50 Millionen Dollar besitzt, muss von jedem Dollar darüber 2 Prozent abliefern.

Der «Economist» ist kein Warren-Fan, vor allem ihre protektionistische Handelspolitik wird abgelehnt. Die kühlen Briten haben jedoch erkannt, dass man ihr mit den dümmlichen Slogans der Rechtspopulisten nicht beikommen kann. «Warrens staatsfreundlicher Masterplan enthält vieles, was uns Sorgen machen muss», so der «Economist».

Dazu genügt auch ein Blick nach Süden: In Argentinien ist soeben eine linkspopulistische Regierung gewählt worden – und in Chile riecht es derzeit stark nach Revolution.

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 29.10.2019 14:21
    Highlight Highlight Entweder der Kapitalismus schafft es, sich weiter zu entwickeln und zu reformieren in Richtung "ökologisch-soziale Marktwirtschaft" mit demokratisch-rechtsstaatlicher-Lenkung, oder er "crasht"...
    Der Klimawandel und die damit zusammenhängende Flüchtlingskrise sorgen für den nötigen Druck!
  • Toni Müller 29.10.2019 09:36
    Highlight Highlight Uhhh.. Kritik am Kapitalismus von Kapitalisten. Mol, mol, jetzt wirds aber ernst...
    Die Lösung fällt denn auch entsprechend aus: Unverbindliches good governance Geplapper, das rein gar nichts bewirken wird.

    I
    • rodolofo 29.10.2019 14:26
      Highlight Highlight Und was willst Du sonst, wenn Du nicht auf das Verantwortungsbewusstsein von Menschen hoffen kannst?
      Vielleicht DAS:
      Der schlauste Egoist handelt verantwortungsbewusst und liebevoll und erntet dafür viel Liebe und Wohlsein.
      ;)
  • Der Rückbauer 29.10.2019 08:39
    Highlight Highlight Ueberall Rezession, Rezession, Rezession. Und überall: Börsengewinne, Börsengewinne, Alltzeithoch....
    Wir werden gigantisch hinters Licht geführt.
    Die Reichen werden immer reicher und die Fleissigen immer ärmer.
    • rodolofo 29.10.2019 14:27
      Highlight Highlight Ausser den fleissigen Geldschefflern...
    • Der Rückbauer 29.10.2019 15:25
      Highlight Highlight rodolofo: Ein fleissiger Geldscheffler? Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Dagobert Duck?
  • Schneider Alex 29.10.2019 05:43
    Highlight Highlight "Nichts ist alternativlos, weder der Kapitalismus als solcher noch seine neoliberale Variante. Wer politisch agiert, sollte sich jedoch bemühen, genau zu sein. Die Masse der Menschen mit Systemüberwindung vor den Kopf zu stossen, ist gefährlich, wenn man eigentlich nur die Überwindung des Neoliberalismus anstrebt. Ich fürchte, bei vielen, die leichtfertig über den Kapitalismus reden, fehlt es einfach an Wissen über die enorme Flexibilität eines Systems, das man sowohl Kapitalismus wie auch Marktwirtschaft nennen kann.“ (H. Flassbeck in Infosperber vom 24.7.19)
    • Der Rückbauer 29.10.2019 09:10
      Highlight Highlight Marktwirtschaft im Neoliberalismus? TINA: There is no alternative. Mit Thatcher und Reagan hats begonnen.
      Und es wird immer schlimmer. Ein Ende ist nicht in Sicht.
  • Crecas 28.10.2019 22:16
    Highlight Highlight Der Economist vertritt schon lange gewisse Positionen die Warren auch in ihrem Plan hat und hat den Kapitalismus in der heutigen Form schon jahrelang kritisiert. Der Plan von Warren ist zwar bewundernswert detailliert, aber hat sehr viele praktische Schwächen (die der Economist auch klar aufzeigt). Trotz einiger schlechter Ideen bin ich trotzdem klar ein Unterstützer von Warren. Sie hat viel Drive und generell ein starkes politisches Programm. Die falschen oder zu krassen Ideen, werden dann kaum umsetzbar sein.
  • Beat-Galli 28.10.2019 22:08
    Highlight Highlight Unternehmensgewinne versteuern ist toll.
    Fangt mal damit an, dass diese Ihre Gewinne überhaupt erzielen.
    Schliesst die Briefkästen von Delawehre, Bahamas, Panama, Gibraltar, Jersey Inseln,
    (Zug, Genf, Schwyz....) Singapore...
    Damit könnt Ihr dann die Mwst wieder verschwinden lassen, und Strassen, Schulen , und Polizei ausstatten.

    Eventuelle muss mann nicht mal mehr viel Steuer erhöhen.

    Ach, und wenn Erbschaften und Dividenden wieder sauber versteuert werden, reichts vielleicht auch noch für ein ordentliches Kranken und Rentensystem...
  • Joshzi 28.10.2019 21:00
    Highlight Highlight Selbst wer die Globalisierung als möglichen Garant für Frieden und Wohlstand sieht muss erkennen, dass es im Moment die autoritären Elemente des Kapitalismus sind, die sich jeder lokalen Rechtsstaatlichkeit entziehen und ihr Geld und ihren Einfluss überall bemkerbar machen, wo die Partizipation der Bürger immer mehr eingeschränkt wird. Und was machen die? Anstatt für einander einzustehen treten sie die Schwächeren und Schwächsten um die letzten Krümel. Was hat wohl der Aufstieg der Rechtsextremisten mit dem Kapitalismus zu tun?
    • Posersalami 29.10.2019 00:15
      Highlight Highlight Globalisierung garantiert erstmal gar nichts. Kapitalismus ist weder gut noch schlecht. Es kommt immer darauf an, nach welchen Regeln gespielt wird und die machen wir. Immerhin haben wir es hier nicht Physik oder Chemie zu tun die ist, wie sie eben ist.
  • Projektionsfläche 28.10.2019 20:29
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel. Es tut gut, zwischendurch mal wieder zu lesen, dass es in Übersee auch noch Stimmen der Vernunft und Mässigung gibt.

    Was die Finanzmärkte betrifft, bin ich indes unsicher, ob mit einer Aufteilung der Grossbanken schon die ganze Arbeit getan ist. Ich meine, dass es z.B. auch beim Derivatehandel grundlegende Reformen braucht, um die Systemrisiken zu minimieren. Die letzte Finanzkrise hat doch eindrücklich gezeigt, dass dieser „eine Wette auf eine Wette auf eine Wette“-Kasinokapitalismus, der jeden Bezug zu Realwerten verloren hat, keine besonders gute Idee ist.
  • Turicum04 28.10.2019 19:27
    Highlight Highlight Die einzige Lebensform ist der Marxismus! Nur in dieser Form können wir alle überleben. Das weiss hoffentlich auch die neue Schweizer Regierung. Die Banken müssen sofort enteignet werden, das Kapital gleichmässig an alle in der Schweiz wohnenden Leute verteilt werden. So braucht keiner mehr zu arbeiten, allen geht es gut! Was wollen wir mehr? Nieder mit dem Kapitalismus! Ueberwinden wir ihn!
    • P. Silie 29.10.2019 10:12
      Highlight Highlight Genau - keiner braucht mehr arbeiten - alle haben alles und es kommt einfach so aus dem nichts.. Dazu kommt noch dass alle gleich sind 😉
  • Ökonometriker 28.10.2019 19:22
    Highlight Highlight Der heutige Kapitalismus sollte eher als Korporatismus bezeichnet werden. Der Staat legt die Regulationen so, dass die Pfründe der Grosskonzerne geschützt werden. Konkurrenz wird durch massive Markteintrittsbarrieren behindert.
    Einzelne Konzerne zu zerschlagen wird hier nichts bringen. Es werden bald neue Monopolisten entstehen. Besser wäre es, die Regulationen so anzupassen, dass effektive Konkurrenz herrscht. 100 Kleinbanken sind kein Risiko, eine Grossbank hingegen schon. Die Frage lautet also: warum sind die Gesetze so gemacht, dass es immer weniger kleine Banken gibt statt immer mehr?
    • Shlomo 28.10.2019 20:53
      Highlight Highlight Keine Regulation zu haben führt zu Monopolen. Das ist genau das Problem welches wir Heute haben.
    • Ökonometriker 29.10.2019 07:17
      Highlight Highlight @Shlomo: keine Regulationen führt dazu, dass sich die Menschen umbringen. Das hatten wir in der Steinzeit. Heute haben wir Regulationen, die Grosskonzerne bevorzugen.
      Wenn Du z.B. selbst eine Bank aufmachen möchtest, benötigst Du extrem viel Geld um Systeme zu bauen, die die heutigen komplexen Regulationen erfüllen. Müssten sich Banken aber z.B. nicht selbst regulieren, sondern Compliance von einem externen Anbieter erledigen lassen, könntest Du ohne Weiteres eine eigene Bank eröffnen.
      Ein externer Regulator hat zudem weniger die Tendenz, Probleme zu "übersehen"...
  • namib 28.10.2019 19:04
    Highlight Highlight Weltweit haben immer mehr Menschen das Gefühl, sie seien abgehängt worden. Das äussert sich in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft. Das Heil wird gesucht, indem man Rechts- oder Linkspopulisten wählt und damit letztendlich den politischen Prozess lähmt.

    Aufstieg von AFD und Konsorten, Gilets Jaunes, Mietendeckel in Berlin, BREXIT und die diversen revolutionsähnlichen Zustände in diversen Ländern haben zwar unterschiedliche Rezepte, gründen jedoch alle im selben Problem: Einer tiefen Unzufriedenheit darüber, dass „die Schere zu weit aufgegangen ist“. FT und Economist haben recht!
  • dasKorrektorat 28.10.2019 18:37
    Highlight Highlight "Ich bin kein(e) Sozialist(in), aber..." ;)
    • Brett-vorm-Kopf 29.10.2019 06:36
      Highlight Highlight "Ich bin kein(e) Rassist(in), aber..." ;-)
  • Altweibersommer 28.10.2019 18:22
    Highlight Highlight Weder Wirtschaftsdemokratie noch Protektionismus sind im engeren Sinn kapitalistisch, aber wenns hilft kann mans ja nennen wie man will.

    Der Kapitalismus muss dringend reformiert werden, die Alternative ist nicht der Status Quo sondern die Revolution. Letztere ist mit grossen Risiken verbunden und deshalb nicht zu bevorzugen.

    Dass so ein Umbau in den USA beginnen muss scheint mir logisch: Erstens haben die Amerikaner den Kapitalismus noch viel weiter getrieben und zweitens haben sie ein System, das radikale Kurswechsel zulässt. Es bleibt spannend.
  • Denk-mal 28.10.2019 18:08
    Highlight Highlight Ich glaube in meinem hohen Alter absolut an keine Veränderungen, wenn es um Geld geht. Geld ist MACHT! Ich erlebte dies, währen der kommunistischen Zeit. Breschnew, Jelzin, Gorbi, Honi, ja und z.B. Putin! Alles warens und sind Kapitalisten, nur nicht im Umfang von Trump. Vielleicht hat Putin Trump schon überhohlt. Oder denkt an die Oligarchen, die reichen Chinesen und Inder. Hört auf zu hoffen, auch auf eine Revolution. Wir alle sind kleine Kapitalisten impliziert über die Börse bei Pensionskassen, AHV etc. "Es geit bis nümne geit", Laut Watkins leben wir noch 100 Jahre.
    • Posersalami 29.10.2019 00:17
      Highlight Highlight Wenn sie tatsächlich ein hohes Alter haben, haben sie ja selbst Alternativen zu unserem aktuellen System erlebt. Es gab ja mal eine Form des Kapitalismus, wo die Leute tatsächlich an den Gewinnen beteiligt waren.. da müssen wir wieder hin.
  • vamosT 28.10.2019 17:59
    Highlight Highlight Haha, die hat Ideen welche den 99 Prozent nützen würden. Also wird von der sogenannten Demokratischen Partei genau gleich illegal abgesägt werden wie Sanders vor vier Jahren. Und dann schicken sie wieder einen kriegsgeilen Reichenvertretter ins Rennen und wundern sich wieder dass und warum Trump gewinnt.

    Alles scho mol gseh.
  • Maracuja 28.10.2019 17:54
    Highlight Highlight <haben übers Wochenende mahnende Worte an die Adresse des Kapitalismus gerichtet>

    Mahnende Worte werden rein gar nichts bewirken. Solange sich die Mehrheit nicht endlich wehrt, wird sich nichts ändern. Sich wehren ist aber mit Anstrengungen verbunden, viele scheuen dies und laufen lieber Typen nach, die ihnen das Blaue vom Himmel versprechen. Zuerst den Neoliberalen (Trickle-down-Witz u. Ä. ) und jetzt den Rechtspopulisten (ohne Migration werdet ihr fürstlich leben - haha wer muss dann wohl die mies bezahlten Jobs übernehmen?).
  • Biotop 28.10.2019 17:53
    Highlight Highlight In kapitalistischen Systemen werden Menschen durch Menschen ausgebeutet. Beim Sozialismus ist es genau umgekehrt.
    • Platonismo 28.10.2019 18:58
      Highlight Highlight Haha, nicely put
    • *klippklapp* 28.10.2019 20:36
      Highlight Highlight Und was heisst das jetzt? Ein weiter so?

      Meiner Meinung nach rast der Westen und allen voran die USA mit dieser Alternativlosigkeit auf einen Abgrund zu und wir haben nun in den nächsten paar Jahren noch die Chance, geregelt einen Wandel zu schaffen.

      Wenn wir aber immer bei jedem, der nur den Hauch einer Änderung will (und Tatsächlich sind die Forderungen von Warren Systemanpassungen und kein -wandel) so tun, als ob der Gulag auf uns alle wartet, werden wir das sicherlich nicht schaffen!
  • banda69 28.10.2019 17:53
    Highlight Highlight Gut so.

    Den menschen- umweltfeindlichen Machenschaften von geld- und machtgeilen Rechtspopulisten wie SVP, Trump und Co. muss ein Riegel geschoben werden.
    • trotzten sagen dürfen . 29.10.2019 07:28
      Highlight Highlight Banda
      Was ist eigentlich los mit dir? Rezitierst du anti svp Sprüche bis ins Grab? Willst du das? Ich gehe jetzt mal davon aus, dass du einen alles dominierende Vaterfigur hattest. Den gescheiterten Widerstand zum Vater von damals hast du heute transformiert zum Widerstand gegen eine Partei. Dies hilft dir aber nicht es zu beenden. Heute gibt es Therapien für solche Fälle. Mach etwas!
    • karl_e 29.10.2019 10:53
      Highlight Highlight Banda69 hätte nicht "$VP" schreiben sollen, sondern "Blochers". Dann hätte seine Aussage logisch gestummen. Und
  • B-Arche 28.10.2019 17:49
    Highlight Highlight Der Westen wird nicht umhin kommen sich gegen China komplett abzuschotten wenn er in Zukunft weiterhin mit einigermassen Demokratie und individuellen Freiheiten leben will. Nicht jeder ist ein Spezialfall wie die Schweiz die als weltweiter Banktresor ihrs Demokratie erhalten wird.

    Sobald wir gegen China konkurrieren müssen werden wir wie die chinesische Gesellschaft werden müssen. Adieu individuelle Freiheiten und willkommen im Drill der Kinder.

    Noch ist Zeit. Mauer hoch auch wenn es erstmal wirtschaftlich weh tut aber auf Dauer noch ein freies Leben.
  • Lowend 28.10.2019 17:38
    Highlight Highlight So viele protektionistische Markteinschränkungen und (finanzielle) Bevorteilungen der oberen Zehntausend gab es nicht mal im ehemaligen Ostblock.

    Die amerikanische Zoll- und Planwirtschaft der extremen Rechten hat mit liberaler Marktwirtschaft so ziemlich nichts mehr zu tun. Das Ganze gleicht inzwischen eher dem, was dem Traum von Marx und Engels entspricht. - Einfach ohne die Gleichheit aller Menschen.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 28.10.2019 17:35
    Highlight Highlight Das Investmentbanking vom Rest abzutrennen ist denke ich eine gute Idee, das gleiche gilt gegen die Monopoltendenzen gewisser Konzerne vorzugehen. Facebooks Facebook ist dabei nicht das Problem, sondern das Facebook noch andere Soziale Netzwerke gehören, diese sollten entflechtet werden.
    Was amerikas Linken allerdings mit der Staatlichen Einheitskasse haben, verstehe ich nicht. Dies führt zu einem unterfinanzierten öffentlichen System und einem grossen privaten Sektor.
    Die grosse Merheit der Amerikaner verführt über eine gute private Versicherung, will sie diese wirklich riskieren?
    • Krise 28.10.2019 18:23
      Highlight Highlight Die grosse Mehrheit verfügt über eine gute private Versicherung?? Was?? Genau, darum nutzt man drüben ja auch uber statt den Krankenwagen, auch wenn man riskiert drauf zu gehen. Die Mehrheit der Nordamerikaner ist überhaupt nicht versichert und es werden immer mehr von Spitälern abgwiesen, auch wenn sie dann vor deren Türen sterben.
  • Nüübächler 28.10.2019 17:09
    Highlight Highlight Schade wird nicht weiter auf ihre protektionistische Handelspolitik eingegangen. Denn dort liegt meiner Meinung nach eine der grössten Hürden, der globale Warenverkehr und die Abwanderung von Know How der Produktion in Billiglohnländer. Das wird einmal den grössten wirtschaftlichen Bumerang an den wohlstandsverwöhnten Westen werden.
  • fools garden 28.10.2019 17:08
    Highlight Highlight Etwas mehr Sozialkompetenz würde auch der Rechten gut anstehn. Dafür muss ich nicht gleich ein Marxist sein.
    • Hansdamp_f 28.10.2019 17:51
      Highlight Highlight Wer ist fuer Dich "die Rechte"? Alles rechts der Mitte?
  • Jetzt LIVE dazugeschaltet 28.10.2019 16:57
    Highlight Highlight "Beispiel des Unternehmers Julian Richter, der die Kontrolle über seine Firma in die Hände seiner Angestellten gelegt hat."

    Wann tut es ihm Watson gleich?


    • Hansdamp_f 28.10.2019 17:53
      Highlight Highlight Wenn sie sich in die Firma einkaufen und das unternehmerische Risiko mittragen, wieso nicht...
  • geissenpetrov 28.10.2019 16:57
    Highlight Highlight Die alles entscheidende Frage lautet: Wollen wir eine marktkonforme Demokratie oder einen demokratiekonformen Markt.

    Warren hat Recht und wenn es ihr wirklich gelänge einige dieser Punkte umzusetzen, wird eine grosse Mehrheit auch ausserhalb der USA diesen Wandel begrüssen.
    Eine andere Welt ist möglich!
  • Gubbe 28.10.2019 16:49
    Highlight Highlight Bin mit dem Artikel fast einverstanden, aber...
    Bei den 3 Pfeilern, die der Kapitalismus in Frage stellen soll, ist die Klimaerwärmung. Es gibt durchaus Rot-Grüne, die davon Profit schlagen und reich werden. Weil sie sich im Rot-Grünen Teich bewegen, sind sie keine Kapitalisten? Auch wenn jemand auf einer Fertigung ein Monopol hat, ist das nicht a priori schlecht. Amazon hat eigentlich kein Monopol, es gibt auch den Ali baba und Andere. Ein Monopol ist doch die alleinige Nutzung von Irgendwas.
    • Fandall 29.10.2019 10:18
      Highlight Highlight Nicht ganz. Nach meinem Verständnis gibt es ein Monopol wenn man als Konsument für ein gewisses Gut keine Wahl hat.
    • Gubbe 29.10.2019 12:08
      Highlight Highlight Fandall
      Nun, dein Einwand ist die Konsequenz aus meinem Kommentar.
  • trotzten sagen dürfen . 28.10.2019 16:47
    Highlight Highlight „..dass Rechtspopulisten wie Donald Trump oder Roger Köppel..“

    Wow, was für eine gewaltige Kollegenschelte. Was ist da genau passiert? Sind das wirklich bloss politische Differenzen und stösst man am nächsten Journalisten-Ball wieder zusammen an?

    Immerhin, jetzt wir Köppel schon mit dem mächtigsten Mann der Welt verglichen.
    Etwa ein verstecktes Kompliment?
    😉
    • Marco86 28.10.2019 17:27
      Highlight Highlight Interessant an der Aussage ist auch, dass sich anscheinen nur Rechtspopulisten gegen den Sozialismus stellen...
  • FrancoL 28.10.2019 16:47
    Highlight Highlight Richtig erkannt:
    "Drei Grundübel stellen heute den Kapitalismus in Frage: Klimaerwärmung, Ungleichheit und Monopolisierung der Wirtschaft"
    An Übel 1 kranken so ziemlich alles Systeme.

    Übel 2 + 3 sind vom Kapitalismus und er freien Marktwirtschaft selbst gemacht und es ist tatsächlich an der Zeit dass man dies KORRIGIERT.
    • LeChef 28.10.2019 17:27
      Highlight Highlight Bin bei 1. und 3. absolut einverstanden. Und wie viel Ungleichheit wir zulassen möchten, ist schlussendlich eine politische Frage.

      Ich möchte aber zu Bedenken geben, dass die Marktwirtschaft ohne eine gewisse Ungleichheit nicht funktioniert (bzw. eine Wirtschaft die keine Ungleichverteilung generiert ist per Definition keine Marktwirtschaft). Insofern ist hier eine Balance aus in noch erträglichem individuellem Wohlstandsverlust und gewünschter Umverteilung anzustreben.
    • Ritter Kunibert 28.10.2019 17:31
      Highlight Highlight Ihr Kommentar ist ein einziges Oxymoron... Freie Marktwirtschaft welche eine Monopolisierung der Wirtschaft zu verantworten hat?
      Nonsens...
      Wie immer heisst es: Böser böser Kapitalismus... So macht man sich das Leben natürlich sehr einfach😄🤷🏼‍♂️
    • FrancoL 28.10.2019 17:46
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Clife 28.10.2019 16:41
    Highlight Highlight Noch ehe man jetzt auf den Kapitalismus einschlägt muss man sagen, dass das Kartellgesetz noch relativ neu ist (20 Jahre Jung) und es auch weiterhin erweitert wird. Dieses ist weltweit relativ harmonisch gestaltet. Ein erster Ansatz, um zumindest etwas Gleichberechtigung bzw. Chancen einzubringen. Dieses Kartellgesetz muss nun einfach in den nächsten 20 Jahren erweitert und sogar beschleunigt erfolgen.
    • geissenpetrov 28.10.2019 19:45
      Highlight Highlight Ja, toll dieses Kartellgesetz. Schon mal was von Opec gehört?
  • Toni.Stark 28.10.2019 16:37
    Highlight Highlight Danke! Haben Sie Literaturempfehlungen zum Thema?
    • Philipp Löpfe 28.10.2019 16:42
      Highlight Highlight Paul Masons «Klare lichte Zukunft» wäre ein Anfang.
  • NY125 28.10.2019 16:36
    Highlight Highlight Wird auch Zeit dass das Problem „Kapitalismus“ angegangen wird. Heute schafft es mehr Leid als Wohlstand. Weltweit, auch in der Schweiz, trennt sich die Schere zwischen Arm und Reich. Die Anzahl Menschen welche unter der Armutsgrenze leben erreicht jährlich neue Höchststände. Der Anteil an unter 40 Jährigen mit selbst erarbeiteten Wohneigentum ist auf einem Allzeittief und die Immobilienpreise steigen ungebremst. Die AHV und Rente ist zur Zwangssteuer der Millenials und nachfolgenden Generationen verkommen. Wir sollten eine neue Ära der menschlichen Zusammenarbeit anstreben...
    • Tjuck 28.10.2019 16:52
      Highlight Highlight Kapitalismus hat viele Vorteile, aber auch einige Nachteile. Werden diese besser berücksichtigt, könnte damit auch der Populismus bekämpft werden, sind doch dessen Anhänger oftmals wirtschaftlich abgehängte und daher frustrierte Bürger. Die Scharfmacher gehören selbstverständlich nicht dazu. Aber die Anhänger.
  • wolge 28.10.2019 16:35
    Highlight Highlight Dazu kann ich das Buch Reinventing Organizations von Frederic Laloux empfehlen

    https://www.reinventingorganizations.com/
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    • Lokutus 28.10.2019 17:35
      Highlight Highlight Was der Bauer nicht kennt, guttiert er nicht! Was du hier erwähnst, ist das Entwicklungsmodell „Spiral Dynamics“, das von Clare Graves und Don Beck entwickelt wurde . Es beschäftigt sich mit der Entwicklung des einzelnen Menschen, Gruppen und schliesslich der ganzen Menschheit hin zu immer grösserer Bewusstheit. Spektakulär war der erfolgreiche Einsatz des Modells in Südafrika bei der Überwindung der Apartheid.
    • wolge 29.10.2019 01:48
      Highlight Highlight Ich denke die Akzeptanz solcher „neuer“ Ansätze hat viel mit der persönlichen Ich-Entwicklung zu tun.

      Ein Grossteil der Europäer bewegt sich auf Stufe E5 bis E6.

      Um unsere derzeitigen Probleme ernsthaft und nachhaltig zu lösen, also nicht nur an der Oberfläche zu kratzen und die Symptome davon zu bekämpfen, müssten wir wohl auf Stufe E7 besser E8 sein...

      https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/zukunftsanalyse-nach-jane-loevinger-weg-vom-leistungsideal-a-1248816.html
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  • Lowend 28.10.2019 16:26
    Highlight Highlight Siegfried Landshut, der Inhaber des Lehrstuhls für Wissenschaft der Politik an der Hamburger Universität meint sogar, dass der Kapitalismus heute eher den Ideen von Karl Marx entspricht, während sich der Marxismus wie z.B. in China, immer mehr in Richtung der kapitalistischen Ideale entwickelt.

    Klingt absurd, aber bei genauerer Betrachtung ist es kaum von der Hand zu weisen, dass in dem Gedanken sehr viel Wahrheit steckt.

    Ein Artikel dazu in «Zeit online»:
    https://www.zeit.de/1955/07/karl-marx-wuerde-staunen
    • m:k: 28.10.2019 17:27
      Highlight Highlight Der verlinkte Artikel ist von 1955 (!). Siegfried Landshut ist gemäss Wikipedia 1968 gestorben.
      Die These mag 1955 ihre Berechtigung gehabt haben, aber seither hat sich sowohl die USA als auch die "Sowjetunion" (im Artikel wird China nicht angesprochen) wieder fundamental verändert.
    • Lowend 28.10.2019 17:54
      Highlight Highlight Ich weiss, dass der Gedanke und Artikel alt ist, aber durch die Politik des «America first» wird er wieder sehr aktuell, denn was ist der totale Protektionismus anderes als Planwirtschaft, wogegen sich Chinas globale Investitionspolitik fast wie der Traum jedes Kapitalisten ausnimmt. Putins Reich ist schwer einzuordnen. Wäre ich böse, würde ich sagen, es sei eine Art Mafia-Wirtschaft.

      Die Unterschiede bestehen nur noch in den Gesellschaftsmodellen. Während China die totale Gleichheit aller anstrebt, geht Amerika den Weg der totalen Ungleichheit. Bei Putin ist nur Putin wichtig.
    • bebby 28.10.2019 19:36
      Highlight Highlight Völlig einverstanden, nur strebt China spätestens seit Deng keine totale Gleichheit mehr an, sonst wären immer noch alle bettelarm.
  • Töfflifahrer 28.10.2019 16:22
    Highlight Highlight Was sie sagt tönt plausibel und vernünftig, alleine daher denke ich, dass sie keine Chance hat. Dies alleine weil zu viele Angst um ihre Gründe haben.
    • TrueStory 28.10.2019 17:38
      Highlight Highlight Plausibel: vielleicht, vernünftig: nicht alles. Präsident dort hat keine exekutive Funktion, mal gucken, ob sie alleine agiert oder von einem breiten Team unterstützt wird. Ansonsten Status-Quo.
  • Chrigi-B 28.10.2019 16:22
    Highlight Highlight Kapitalismus ohne Grenzen funktioniert nicht.

    Wiso funktioniert er momentan nicht?
    Weil gewisse Politiker mit dem Big Business unter einer Decke stecken und andere wollen zurück zur Planwirtschaft.

    Wie wäre es mit einer ehrlichen Disskusion der Menschen zwischen Mittelinks und Mitterechts? Links und Rechts kann man eh nicht brauchen.

    Turbokapitalismus und Planwirtschaft sind gescheiterte Projekte...
    • Tjuck 28.10.2019 16:58
      Highlight Highlight Kapitalismus tendiert dazu, Grenzen zu transzendieren, um neue Märkte zu erschliessen. Also sind Grenzen entweder antikapitalistische Eingriffe in den Markt oder der Kapitalismus funktioniert (gemäss deiner Behauptung) nicht.

      Beides stimmt nicht, und Globalisierung ist einer der Grundpfeiler unseres Wohlstands, und zwar seit der Antike.
    • geissenpetrov 28.10.2019 19:44
      Highlight Highlight "Weil gewisse Politiker mit dem Big Business unter einer Decke stecken und andere wollen zurück zur Planwirtschaft."

      Wer will zurück zur Planwirtschaft?
      Kann es sein, dass die neoliberale Gehirnwäsche Begrifflichkeiten wie soziale Marktwirtschaft und Keynsianismus zum verschwinden gebracht haben?
      Meine These. Die formulierte Kapitalismuskritik leuchtet dir ein (wem auch nicht). Weil sie aber von links kommt, muss diese Dissonanz mit dem Schlagwort "Planwirtschaft", was immer auch nach Stalinismus riecht, begradigt werden.
      "Ehrliche Diskussion"? Von wegen.
    • Chrigi-B 28.10.2019 21:08
      Highlight Highlight Es war als kleiner Witz gemeint verehrter geissenpetrov...

      Der Punkt ist: Ganz Links und ganz Rechts haben keine vernünftigen Lösungen anzubieten.

      Geischeiterte Modell aus vergangener Zeit, nicht mehr und nicht weniger...
  • bebby 28.10.2019 16:20
    Highlight Highlight Warrens Glaube, dass der Staat durch Regulierung alles richten kann, ist genauso unrealistisch, wie der Glaube, dass der Markt alles richten kann. Letztlich braucht es eine Balance. Und jetzt schwingt das Pendel halt wieder in die andere Richtung, bereits unter Trump mit seinem Merkantilismus und seinem Cronyismus.
    • Tjuck 28.10.2019 16:59
      Highlight Highlight Man sein, dass es eine Balance braucht. Da bin ich sogar mit dir einer Meinung. Nur ist zur Zeit die Balance ernsthaft zugunsten der Wirtschaft gestört.
    • bebby 28.10.2019 19:17
      Highlight Highlight Ich würde das etwas anders formulieren, zugunsten von ein paar Insidern und ein paar Erben. Wirtschaft per se ist nichts schlechtes. Aber Kapitalgeber und Management haben einen historisch hohen Anteil.
  • LCT 28.10.2019 16:19
    Highlight Highlight Bezüglich Warren's Vorhaben im Bezug zum Umgang mit den Steuern:

    Steuergeschenke abzuschaffen ist richtig, da folglich keine Bevorteiligung herrschen soll im Markt, das wäre ebenfalls in meinem Interesse (als bekennender Kapitalist).

    Jedoch, eine Zusatzsteuer auf hohem Einkommen zu fordern, geht wieder Richtung Sozialismus (falls man in diesem Fall zur Entscheidungsfindung von Warren zwischen Kapitalismus und Sozialismus darstellen will).

    Aber ich denke sowieso, falls man heute 10 Personen fragt, was Kapitalismus sein sollte, bekommt man 10 verschiedene Antworten ;)
    • Bruuslii 28.10.2019 18:40
      Highlight Highlight geld gebiert geld.

      mit viel geld kann man sehr schnell viel mehr geld erzeugen, ohne eine finger dafür zu rühren.

      die eigentliche werterzeugung geschieht durch die hart arbeitende unterschicht.
      diese wird durch diejenigen abgeschöpft, die oben sitzen und ihren reichtum spielen lassen.

      dass man durch eine gute idee oder ein risiko einen guten gewinn einfährt, ist die idee des kapitalismus und der freien marktwirtsch..

      dass dieser gewinn auch an die arbeiter geht, ist selten und geschieht kaum freiwillig.

      ich denke, dass die steuer dafür gedacht ist, den reichtum etwas fairer zu verteilen.
    • geissenpetrov 28.10.2019 19:26
      Highlight Highlight "als bekennender Kapitalist"

      *hüstel* ohne jetzt wieder eine ellenlange Geschichte provozieren zu wollen, weise ich dich erneut darauf hin, die Bücher, die sich in deinem Regal stapel, mal endlich zu lesen. Denn dann wüsstest du, dass der Kapitalist der Eigner über die Produktionsmittel ist (und da gibt es nich zehn Meinungen). Man kann sich also nicht zum Kapitalisten bekennen, nur einer sein oder eben nicht.

      Mit deiner Weltanschauung müsstest Du schreiben "ich bekenne mich zum Kapitalismus".
    • LCT 29.10.2019 07:11
      Highlight Highlight @Bruuslii:
      Die Intention von Warren mit den Steuern ist mir bewusst.

      Ich beschreibe oben den „Kapitalismus“ nach Idee der österreichischen Schule der Nationalökonomie, welche grundsätzlich Staatseingriffe, und somit mögliche Marktverzerrungen bezgl. Monopolbildungen, Vertragszwängen, Ausbeutergehälter ablehnt.

      @geissenpetrov:
      Soviel ich weiss, ist ein Kapitalist entweder einer, welcher Kapitaleigentümer ist oder ein „Anhänger“ des Kapitalismus.
      Aber in diesem Fall, bekenne ich mich zum Kapitalismus ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • DocShi 28.10.2019 16:12
    Highlight Highlight Nur jetzt auf den Inhalt des Artikels Urteilen denke ich dass Sie recht hat mit den hier vorgebrachten Punkten!
  • Safster 28.10.2019 16:09
    Highlight Highlight Ich würde es tatsächlich sehr begrüssen, wenn wir für eine breite Debatte das Diskussionsthema festlegen könnten. Und das könnte tatsächlich das bisherige kapitalistische System sein. Mein Problem ist eher, dass jeweils bei dieser Diskussion sofort der liberale Staat in Frage gestellt wird. Meines Erachtens ginge es aber darum, die liberale Demokratie zu erhalten, indem wir berechtigte Kapitalismuskritik betreiben. Um eben bspw. die wachsende korporatistische Unverantwortlichkeit zu korrigieren. So könnten wir einen breitestmöglichen Dialog führen, der uns allenfalls wirklich weiterbringt.
  • Supermonkey 28.10.2019 16:08
    Highlight Highlight Wie blind muss man sein um Kapitalismus als das ultimatve Erfolgsmodell anzusehen? Es brachte uns Wohlstand und Krankheit, Krieg und Armut.
    • michiOW 28.10.2019 16:19
      Highlight Highlight Vorher gab es auch Armut, aber weniger Reiche und einen kleineren Mittelstand.
      Krankheiten können besser bekämpft werden.
      Kriege gab es schon immer.

      Ob es die Welt wirklich verschlimmert hat?^^
    • Arutha 28.10.2019 16:21
      Highlight Highlight Er brachte Wohlstand und Armut?

      Was war denn vor dem Kapitalismus, Armut oder Wohlstand?
      Wann begann Kapitalismus?
    • just sayin' 28.10.2019 16:25
      Highlight Highlight https://www.watson.ch/wissen/history/754590137-20-grafiken-fuer-alle-die-glauben-dass-die-welt-immer-schlechter-wird
    Weitere Antworten anzeigen
  • uhl 28.10.2019 16:08
    Highlight Highlight Tönt alles schampar gut, nur haben wir halt wieder mal nur die guten Seiten des Plans gehört. Auch diese Pläne werden ihre Schattenseiten haben und die Welt nicht einfach retten. Aber wer weiss, vielleicht ist es immerhin eine Verbesserung.
    Ach ja: Der Titel ist dann doch arg zugespitzt, da sollten wohl alle Hardcore-Anti-Kapitalisten hinterm Holzofen hervorgelockt werden?
  • Auric 28.10.2019 16:01
    Highlight Highlight Aha nach dem der Begriff Klimaerwärmung im zusammenhang mit Kapitalismus gefallen ist, ist klar woher der Wind weht.

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