Wirtschaft
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Trump Schmerz Teaserbild

Bild: montage: watson / material: keystone, shutterstock

Analyse

Der kommende Wirtschaftsabschwung schmerzt Trump mehr als das Impeachment

Die US-Wirtschaft befindet sich am Ende eines schmerzhaften Schulden-Zyklus. Mit seiner verfehlten Politik hat der Präsident alles noch schlimmer gemacht.



Ray Dalio ist einer der erfolgreichsten Hedge-Fund-Manager der Welt. Er hat an den Finanzmärkten Milliarden verdient – und er versteht auch sehr viel von Ökonomie. (Wahrscheinlich ist er deswegen so reich geworden.)

Vor rund einem Jahr hat Dalio ein Buch mit den Titel «Big Debt Crisis» veröffentlicht. Darin zeigt er sehr einleuchtend auf, wie sich Volkswirtschaften in Zyklen bewegen und weshalb es dabei zu Krisen kommt.

Er unterscheidet dabei zwischen Deflations- und Inflations-Schulden-Zyklen. Was wir derzeit in den entwickelten Industrienationen erleben, ist ein Deflations-Schulden-Zyklus. Und das geschieht dabei:

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Interview mit Ray Dalio. Video: YouTube/CNBC International TV

In einer gesunden Volkswirtschaft wächst das Einkommen schneller als die Schulden. Am Beginn eines Zyklus ist das kein Problem. Die Wirtschaft boomt. Obwohl die Banken willig Kredite erteilen, besteht keine Gefahr. Die Kredite machen die Wirtschaft produktiver, der Wohlstand wächst. Alle sind glücklich.

In der zweiten Phase beginnen sich Blasen zu bilden. Jetzt wachsen die Schulden schneller als das Einkommen. Zum Glück schreitet jedoch die Notenbank ein. Sie senkt die Zinsen und sorgt so dafür, dass die Schulden weiterhin bedient werden können. Der Boom geht weiter.

In der Blasen-Phase verdienen sich Spekulanten dumm und dämlich. Das verstärkt die Blasenbildung zusätzlich. Es kommt zu einer Vermögens-Inflation. Diese ist jedoch nicht so einfach zu erkennen, und die Notenbanken können sie – anders als die Geldinflation – nur begrenzt bekämpfen.

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In diesem Video erklärt Dalio den Schuldenzyklus. (Es hat deutsche Untertitel.) Video: YouTube/Principles by Ray Dalio

In der Blasen-Phase werden mit Schulden Vermögenswerte gekauft. Immer öfters können diese Schulden jedoch nicht mehr bedient werden. Die Gläubiger bekommen es mit der Angst zu tun und fordern Rückzahlung oder mehr Sicherheiten ein.

Nun setzt die Verelendungsspirale ein. Um ihre Schulden zu bedienen, müssen die Spekulanten verkaufen. Die Preise sinken, die Spekulanten müssen noch mehr verkaufen, etc. Es kommt zu einem schmerzvollen Entschuldungsprozess.

Die Notenbanken versuchen, die Schmerzen des Entschuldungsprozesses (oft wird auch der englische Begriff «deleveraging» verwendet) zu lindern. Zuerst senken sie die Leitzinsen, dann greifen sie zu Massnahmen wie dem Quantitativen Easing (Notenbanken kaufen im grossen Stil Vermögenswerte wie Staatsanleihen, Unternehmensobligationen oder Aktien auf.)

ARCHIVBILD ZUR VERURTEILUNG VON SVP-POLITIKER HERMANN LEI IN DER

Denkt laut über Helikopter-Geld nach: Philipp Hildebrand, ehemaliger Präsident der Schweizerischen Nationalbank. Bild: KEYSTONE

Diese Massnahmen beginnen jedoch allmählich ihre Wirkung zu verlieren. Um einen Absturz in die Depression zu verhindern, werden nun extreme Massnahmen diskutiert: «Helikopter-Geld» beispielsweise, will heissen: Die Notenbanken verteilen Geld direkt an die Bürger, um einen Einbruch der Nachfrage zu verhindern. Oder sie finanzieren beispielsweise ein allgemeines Grundeinkommen.

Vieles deutet daraufhin, dass sich die westlichen Industrienationen an diesem Punkt befinden. Die Schulden wachsen schneller als die Einkommen. Weltweit sitzen wir auf dem höchsten Schuldenberg aller Zeiten. Die Notenbanken haben ihr Pulver verschossen: Die Leitzinsen befinden sich auf einem Rekord-Tiefpunkt.

Das Wiederbeleben des Quantitativen Easing der Europäschen Notenbank wurde heftig kritisiert, weil es wirkungslos geworden sei. Namhafte Experten der Geldpolitik wie Philipp Hildebrand, der ehemalige Präsident der Schweizerischen Nationalbank, denken laut über «Helikopter-Geld» nach.

Schulden-Zyklen führen gemäss Dalio bis zu einem gewissen Grad ein Eigenleben. Sie können jedoch besser oder schlechter gemanagt werden. Präsident Trump hat sich als äusserst unfähig erwiesen. Dabei hatte er alles Glück der Welt: Er konnte eine Wirtschaft übernehmen, die sich in einer robusten Aufschwungsphase befand.

Mit unnötigen Steuergeschenken hat er diesen Aufschwung weiter aufgeheizt und die Blasenbildung verstärkt. Dabei hat er ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum von vier Prozent des Bruttoinlandprodukts versprochen. Für eine entwickelte Wirtschaft ist das unrealistisch.

epa07595719 A farmer wears a President Donald Trump themed hat listens as he delivers remarks on supporting American farmers, in the Roosevelt Room at the White House in Washington, DC, USA, 23 May 2019. Trump announced a 16 billion US dollars in aid to farmers and also spoke on China tariffs, Iran, and his relations with Congressional Democrats.  EPA/KEVIN DIETSCH / POOL

US-Farmer und Trump-Fan. Auch sie leiden unter der Handelspolitik des Präsidenten. Bild: EPA/UPI POOL

Gleichzeitig hat Trump mit seiner Handelspolitik die weltweiten Supply Chains der Unternehmen empfindlich gestört. Das erweist sich als Bumerang: Der amerikanische industrielle Sektor wächst nicht, wie Trump es versprochen hat. Er schrumpft, weil den Unternehmen oft Teile fehlen, die sie von Zulieferern aus Schwellenländern beziehen.

Auch die amerikanischen Farmer leiden. Sie sind auf Exporte angewiesen, doch China, der wichtigste Kunde, hat auf Trumps Strafzölle mit Gegenmassnahmen reagiert und bezieht Soja und andere Landwirtschaftsprodukte aus anderen Ländern wie Brasilien.

Fassen wir zusammen: Die Wirtschaft der entwickelten Nationen nähern sich dem Punkt, an dem sie sich einem schmerzhaften Entschuldungsprozess unterziehen müssen. Mit seiner verfehlten Wirtschafts- und Handelspolitik hat Trump diesen Prozess verschärft.

epa05225318 US economist and Nobel Prize winner Paul Krugman reacts to questions from journalists after his meeting with Japanese Prime Minister Shinzo Abe at Abe's official residence in Tokyo, Japan, 22 March 2016. Paul Krugman participated in a meeting on international financial economy with top Japanese governmental officials.  EPA/FRANCK ROBICHON / POOL

Paul Krugman, mit dem Nobelpreis geadelter Ökonom. Bild: EPA/EPA POOL

Oder wie es Nobelpreisträger Paul Krugman in der «New York Times» formuliert: «Es sieht so aus, als hätte Trump etwas Einmaliges erreicht: Er könnte der erste Präsident werden, der es geschafft hat, dass nicht Pech zu einem Abschwung geführt hat, sondern dass er direkt dafür verantwortlich gemacht werden kann.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sir Lanzelot 05.10.2019 15:58
    Highlight Highlight Lieber Löpfe...
    Wie oft willst du noch Artikel gegen den Trump schreiben?
    Das wird doch langsam langweilig? Wirklich nix anderes zu tun?
    • Jürg Müller 06.10.2019 07:16
      Highlight Highlight Lieber Lanzelot...
      Wie oft willst du noch Artikel über Trump lesen?
      Das wird doch langsam langweilig? Wirklich nix anderes zu tun?
  • WHYNOT 05.10.2019 15:49
    Highlight Highlight Was den Schuldenzyklus und die damit verbundenen grossen Herausforderungen anbelangt eine gute und verständliche Analyse. Was dagegen die Verbindung zu DT anbelangt, wirkt vieles allzu konstruiert, der Zweck (Trump Bashing) scheint die Mittel zu heiligen. Statt immer mehr Zeit zu kaufen (EZB&Co mir QE) müsste man der Blase die Möglichkeit geben, dass etwas Luft entweichen kann, d.h. etwas höhere Zinsen in Kauf nehmen. Doch dann würde Italien und die ClubMed-Staaten insolvent und die EU auseinander brechen. Weil man sich die Politik davor fürchtet, nimmt man eine noch grössere Blase in Kauf.
  • /dev/null 05.10.2019 06:08
    Highlight Highlight Früher hiess es immer, der Präsident sei nur eine Marionette und eigentlich sei es egal, welcher Präsident an der Macht ist, da die Strippenzieher im Hintergrund alles Steuern usw..

    Seit Trump ist das komplett gedreht! Finde ich eine sehr interessante Entwicklung!
    • Ueli der Knecht 05.10.2019 21:02
      Highlight Highlight Bei Trump wissen immerhin alle, dass Putin mithilfe der Pipi-Tapes die Fäden zieht. Und hinter Putin stecken natürlich die Illuminaten.
  • Domino 05.10.2019 01:31
    Highlight Highlight Heute haben Ex-Notenbanker der EU harsche Kritik an der EZB geäussert. So was gab es noch nie. Wie bewerten Sie das? Vor allem im Vergleich zur USA?

    Heute kamen die neuen Arbeitslosenzahlen der USA heraus. Laut SRF waren es die niedrigsten der letzten 50 Jahren. Wie bewerten sie das?
    • Saerd neute 05.10.2019 10:48
      Highlight Highlight Das passt halt nicht ins Trump - Bashing hinein, da verschweigt man solche Sachen.
      Bei Obama wars genau umgekehrt, es wurde nur gesagt was für ihn positiv schien.
    • cgk 05.10.2019 10:57
      Highlight Highlight Die Wirtschaftspolitik Trumps hat kurzfristig Arbeitsplätze gebracht. Den Aufschwung, den er von Obama übernommen hat, konnte er gut gebrauchen. Man muss schon fast hoffen, dass er für die 2. Amtsperiode gewählt wird um dann von den Ergebnissen seiner desaströsen Politik überwälzt zu werden.
  • TodosSomosSecondos 05.10.2019 00:01
    Highlight Highlight Ach das ewige Sinieren über Trump. Es gibt 3 Möglichkeiten:
    - Trump wird impeached und geht in Knast
    - Trump wird abgewählt und geht in Knast
    - Trump geht in 4 Jahren in Knast

    und egal was davon passiert. Es wird a) keinen Bürgerkrieg geben und b) die amerikanische Wirtschaft ist im Arsch aber das wäre sie auch ohne Trump zu diesem Zeitpunkt gewesen.

    • Chrigi-B 05.10.2019 17:05
      Highlight Highlight Knast für was?

      Wenn die US Wirtschaft vor die Hunde geht, so auch der Rest der Welt....
  • Doppelpass 04.10.2019 23:41
    Highlight Highlight Trump alles schlimmer gemacht?
    Er ist der grösste, grossartigste und genialste US Präsident, den die Welt je gesehen hat.
    Zweifel? Fragt ihn einfach.
    Die Wirtschaft wächst nicht? Schuld sind:
    1. Obama
    2. Die Demokraten
    3. Die Fed
    4. Die Chinesen
    5. Die Mexikaner
    6. Die Europäer
    6. Die Kommunisten (das sind übrigens alle, welche nicht mit Trump sind)
    7. Joe Biden
    8. Alle zusammen oder wer sich sonst grad so anbietet
    • Töfflifahrer 05.10.2019 07:47
      Highlight Highlight Nicht vergessen, wenn die Wirtschaft sich abschwächt ist dies eine Verschwörung gwgen ihn persönlich.
    • Fichtenknick 05.10.2019 07:48
      Highlight Highlight Du hast Hillarys Emails vergessen...
  • Ökonometriker 04.10.2019 23:24
    Highlight Highlight Trump ist die Exekutive. Der kann auch nichts machen. Nach über 10 Jahren ultra-lockerer Geldpolitik brauchen wir wieder eine Krise um die Exzesse zurück zu setzen. Langfristig brauchen wir eine Politik, die die Peoduktivität steigert: de facto bessere Infrastruktur und mehr Bildung. Aber das braucht Jahrzehnte um zu wirken, nicht eine Amtsperiode.
    • TodosSomosSecondos 04.10.2019 23:47
      Highlight Highlight Wieso in aller Welt sollten wir mehr Produktivität brauchen..
    • Doppelpass 04.10.2019 23:47
      Highlight Highlight Widersprichst Du Dir da nicht? Trump kann als Exekutive nichts machen? Wer soll den bestimmen, dass in die Infrastruktur und die Bildung investiert wird? Macht er nicht genau das Gegenteil? Streuern senken, in der Bildung und Gesundheit sparen? Oder zählt die geplanten Mauer als Infrastruktur?
    • Jason84 05.10.2019 00:28
      Highlight Highlight Trump hat die Geldpolitik gelockert und schimpft auf seinen FED Präsident das er schneller die Zinsen senkt. Oboma hat vorher das Gegenteil gemacht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kramer 04.10.2019 22:35
    Highlight Highlight Es gäbe eine einfache Lösung um wieder mehr Geld in den Umlauf zu bringen, das reichste Prozent der Weltbevölkerung enteignen, und das Geld verteilen.
    Einigen wenigen ginge es schlechter, aber die große Mehrheit würde profitieren.
    • Klaus07 04.10.2019 23:01
      Highlight Highlight Wenn man das Vermögen auf der ganzen Erde ausgleichen würde und jeder Erdbewohner hätte gleich viel, würde es nicht lange dauern und die grosse Mehrheit hätte nur noch wenig oder gar kein Vermögen mehr und eine kleine Gruppe hätte das ganze Vermögen unter sich aufgeteilt.
      Finanzielle Gerechtigkeit wird es niemals geben, man kann aber die Ungerechtigkeit verkleinern.
    • K1aerer 04.10.2019 23:06
      Highlight Highlight Und wer investiert dann in die Unternehmen? Meinen Sie der 0815-Bürger wird grosse Investitionen tätigen? Auch wenn es hart tönt, nicht jeder ist als Unternehmer geignet und nicht jeder ist ein Investor, die meisten sind Konsumenten.
    • Butschina 04.10.2019 23:38
      Highlight Highlight Das wäre aber auch nicht korrekt. Besser mal die Steuergeschenke reduzieren. Zumindest in einem Rechtsstaat funktionniert dies zum Glück nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wasps 04.10.2019 21:53
    Highlight Highlight Rezession? Die US-Arbeitsmarktdaten, die heute veröffentlicht wurden, sagen aber etwas anderes, Löpfe.
    • Beat-Galli 04.10.2019 22:12
      Highlight Highlight Jeee die Amerikaner haben Arbeit.
      Juhuuu sogar nicht wenige drei vier Jobs.
      Sooo guet....
    • bebby 04.10.2019 22:35
      Highlight Highlight Wenn man bedenkt, wie oft Oekonomen und Zeitungen den Untergang prophezeit haben und er dann wieder erwarten nicht gekommen ist, mache ich mir auch weniger Sorgen.
      Alleine die stark gewachsenen Vermögenswerte spiegeln die Verschuldung ziemlich genau. Und dank den negativen Realzinsen ist das heutige Problem mehr eines der Gläubiger (Pensionskassen, etc.) als der Schuldner (Hauskäufer, Immobilientycoons wie Trump).
    • Klaus07 04.10.2019 23:09
      Highlight Highlight Die Arbeitsmarktdaten sind schlechter als erwartet.

      https://finanzmarktwelt.de/aktuell-us-arbeitsmarktdaten-schwaecher-als-erwartet-142917/

      Die Arbeitslosenquote sind um Monate verzögert zu den Finanzdaten. Also ein schlechter Indikator für eine Rezession.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dho 04.10.2019 21:30
    Highlight Highlight Philipp Hildebrand, ehemaliger Präsident der Schweizerischen Nationalbank, denkt laut über Helikopter-Geld nach: das ist schon fast die Einführung des 2016 abgelehnten Bedingunglosen Grundeinkommens von oben.

    Vergessen wir nicht: die Reichen wollen auch in Zukunft Geld verdienen, was aber nur geht, wenn die Konsumenten die notwendigen Mittel haben, um zu KAUFEN.

    Wenn die Leute ärmer werden, muss man ihnen beim Geld ausgeben helfen, indem man ihnen Geld zum Ausgeben gibt.

    Interessante Welt. Das ist ein Paradigmenwechsel.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 04.10.2019 21:45
      Highlight Highlight Eigentlich purer Zynismus.
      Zuerst lassen sich geldgierige Menschen sich ihr Vermögen dank ebenso geldgierigen Politikern wachsen, auf Kosten der Bevölkerung.
      Und wenn die Bevölkerung plötzlich zu wenig Einkommen für Konsum über das lebenswichtige hinaus hat, gibt man ihr einfach wieder mehr Geld, damit das eigene Vermögen durch fremden Konsum wieder gesteigert wird.
      Irgendwie einfach nur noch vollkommen zynisch und schizophren zugleich.
      Zynophren?🤔 wäre das eine psssende Wortkreation, welche diese Absurdität passend zusammenfasst?
    • FrancoL 04.10.2019 22:29
      Highlight Highlight Ein Denkfehler machen Sie; es ist entscheidend woher das Geld (Helikoptergeld) kommt. So wie ich es sehe werden die ärmeren Schichten und der Mittelstand dieses Geld aufbringen müssen und es sich eben leihen müssen unten der Annahme dass dann wenn die Wirtschaft wieder läuft durch Mehrsteuern die Schulden getilgt werden können, doch dies ist eine Fehlsicht.
      Gerade in IT läuft ein solches Projekt; Grundeinkommen für ca 10 Mio Italiener. Das Geld? kommt über eine grosse Neuverschuldung? Aufschwung wohl Fehlanzeige, weil Investitionen fehlen, die ausbleiben weil das Land zu hoch verschuldet ist.
    • FrancoL 04.10.2019 22:32
      Highlight Highlight @dho: Folgt man Stiglitz so gäbe es schon die Möglichkeit die Kaufkraft der Massen etwas zu verbessern ohne zu übermachen, man müsste die Früchte der Wirtschaft etwas besser verteilen und schon würde sich ohne Verschuldung die Wirtschaft regenerieren. Doch dies wollen Viele nicht, das scheint für viele in Richtung Kommunismus zu gehen, obwohl es ganz und gar nicht zutrifft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Black Cat in a Sink 04.10.2019 21:09
    Highlight Highlight Es ist wie 2008, als die Finanzkrise ausbrach, die USA in ihrer Gier haben sie verursacht! Die Welt steht jetzt wegen einer unfähigen Trump-Administration an der Schwelle zu einer weiteren Krise. Amerika wird die ganze westliche Welt in den Abgrund reissen und wir allen werden es ausbaden müssen. Das wird schmerzhaft und es wird uns lange, sehr lange beschäftigen. Es ist Zeit, Trump ins Exil nach Nord Korea zu schicken.
    • LaPalomaOhe 05.10.2019 20:26
      Highlight Highlight Versteh ich nicht, Trump führt doch nur das weiter was Obama hinterlassen hat, er versucht allerdings das Ruder herumzureißen, wie man an den Arbeitslosenzahlen in den USA sieht, die sind durch seinen mutigen Einsatz nämlich auf einem 50jahres-Tief.
  • Bert der Geologe 04.10.2019 21:06
    Highlight Highlight Angenommen, der Abschwung setzt erst dann richtig ein, wenn Trump wieder gewählt worden ist? Dann wird er sich wie ein Berserker benehmen, allen die Schuld zuschieben und ablenken, auch die Auslösung eines Krieges wäre ihm dann durchaus zuzutrauen.
    • weachauimmo 05.10.2019 06:01
      Highlight Highlight Trump hat bisher alle Kriegsgurgeln rechtzeitig ausgebremst oder entlassen. Das ist eines der wenigen, überaus positiven Dinge, die man ihm zugutehalten muss. Ich denke nicht, dass er einen Krieg starten wird, egal ob in dieser oder in einer allfälligen zweiten Amtszeit. Drohgebärden ja, Umsetzung nein. Zum Glück.
    • Disclaimer 06.10.2019 12:51
      Highlight Highlight @rodolofo: stark grenzwertige Aussage. Und, solche „braungebrannten“ (was für eine hässliche Aussage) gibt es schon seit mindestens 30 Jahren. Die besorgen sich übrigens ihr Inventar bei lokalen „Bleichgesichtern“ die diesen sinnlosen Ramsch bei den „Gelbhäuten“ einkaufen. (Was für eine üble Denkweise, Leute auf ihre Hautfarbe zu reduzieren)
    • Bert der Geologe 06.10.2019 14:53
      Highlight Highlight @weach: hast du schon mal beobachtet, wie sich Narzisten verhalten, wenn sie in die Enge getrieben werden. Rational ist da nichts mehr.
  • rodolofo 04.10.2019 21:02
    Highlight Highlight Anderer Gedanke:
    Trump hat sehr viele Steuergeschenke für die Sponsoren seines Wahlkampfes gemacht, die Super-Reichen.
    Nun fehlt ihm natürlich Geld in seiner Staatskasse.
    Einerseits wird alles geschleift, was irgendwie mit Umweltschutz, Sozialhilfe und Demokraten zu tun hat.
    Woher bekommt Trump aber neue Gelder, damit er vor allem die Militärausgaben erhöhen kann, so dass auch die Waffen-Lobby zufrieden ist mit ihm und weiter unterstützt?
    Vom "White Trash" kann er sie nicht verlangen.
    Aber immer mehr Zölle kann er erheben!
    Wie ein Fürst im Mittelalter...
  • Teslerigs 04.10.2019 20:40
    Highlight Highlight Trump will nicht wiedergewählt werden. Er hat seine Familie finanziell saniert und abgesichert. Seine Wahl (und da ist er unserer Meinung) war ein Unfall.
    • Ueli der Knecht 04.10.2019 20:55
      Highlight Highlight Ich meine schon, dass er nicht nur wiedergewählt werden will, sondern dass er in seinen Augen unbedingt wiedergewählt werden muss.

      Denn wenn er nicht mehr Präsident wäre, dann würde er kurz darauf angeklagt und dann mit ziemlicher Sicherheit auch ins Gefängnis gesteckt werden.

      Das kann er nur vermeiden, indem er Präsident bleibt. Komme was wolle. Und dafür geht er über Leichen, denn er hat tatsächlich nichts mehr zu verlieren.
    • MSpeaker 05.10.2019 00:03
      Highlight Highlight Da Trump nicht auf lebenszeit Präsident bleiben kann ist es ja eher ein Hinauszögern.

      Ich denke nicht das Trump gross Angst hat.

      Trump ist ein Narzisst aus dem Lehrbuch. Ich denke er glaubt wirklich, dass er der beste ist und das er auch für Amerika das beste ist. Und nach der Logik ist es natürlich notwendig, dass er möglichst lange dem Land "dient". Viele Narzissten neigen auch dazu amoralisch zu handeln, da sie eine komplett eigene Moralvorstellung haben.

      Ich hoffe sehr, das Trump eines Tages noch ins Gefängnis kommt, weniger wegen ihm, sondern als Statement für die Zukunft.
    • Ueli der Knecht 05.10.2019 01:17
      Highlight Highlight MSpeaker:
      In einem anderen Beitrag habe ich 10 Merkmale bösartiger Narzissten aufgezählt:
      https://www.watson.ch/!312057819#comment_2145429

      Darunter fällt (3) Kritikunfähigkeit, (4) extremes Misstrauen und (6) null Eigenverantwortung.

      Das ist natürlich sehr verkürzt. Aber für Narzissten, die mit der Realität konfrontiert werden, ist die ganze Welt bösartig und feindlich. Sie sind (die einzigen) Kämpfer des Guten.

      http://www.psyheu.de/6527/narzissmus-und-paranoia/

      Ausgeprägter Narzissmus und extreme Paranoia gehören leider zusammen. Das macht aus den Betroffenen gefährliche Monster.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cornelxcvi 04.10.2019 20:36
    Highlight Highlight Leider werden sich die wirtschaftlichen Folgen erst zeigen, wenn Trump nicht mehr imt Amt sein wird. Dann können die Reps wieder schön auf die bösen Dems zeigen, die die Wirtschaft in die Krise geführt haben, obwohl diese nur die Fehler der vorherigen Regierung geerbt haben. Ähnlich wie Trump stets die Lohrbeeren für die gut laufende Wirtschaft eingeheimst hat, obwohl er da nur von der Vorarbeit Obamas profitierte. Das einzig gute an einer zweiten Amtsperiode Trumps wäre dann, dass ihn seine Inkompetenz einholen würde und seine blinden Anhänger endlich ein Einsehen hätten.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 04.10.2019 20:57
      Highlight Highlight Auch wenn ich hoffe, dass uns das erspart bleibt, so sehr hofft doch meine dunkle Seite darauf.
      Nur schon um des Chaos Willen, dass aus der Wirtschaftskrise entstehen wird. Denn im Strudel dieser Ereignisse werden es nicht mal mehr sämtliche Republikaner gelingen, Trumps Hals zu retten.
      Denn in diesem Szenario wird man seine unglaubliche Inkompetenz nicht mehr verdecken können.
    • weachauimmo 05.10.2019 06:10
      Highlight Highlight @Planet Escoria aka Gähn
      Und wieso wünscht sich Deine dunkle Seite das Chaos?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 05.10.2019 13:37
      Highlight Highlight Weil es die selbe Finsternis ist, wie sie jeder Mensch kennt.
      Nur mit dem Unterschied dass ich sie zu 100% als Teil von mir akzeptiere.
      Wenn du gnadenlos ehrlich zu dir selbst bist und tief in dich hinein hörst, wirst du sie auch finden und die Antwort auf deine Frage.
  • G. 04.10.2019 20:29
    Highlight Highlight Ja, vorne durch verkündet er lauthals wie sehr ihn der Wirtschaftsabschwung schmerze.

    Hinten durch hat der ja definitiv sein privates Business und seinen Geldsack gestärkt und gefüllt.

  • banda69 04.10.2019 20:24
    Highlight Highlight Trump oder SVP ist Hans was Heiri.

    Steuergeschenke für Reiche und Abzocker.
    Das Volk für dumm verkaufen.
    Sich auf Kosten des Volkes bereichern.
    Hetze gegen Menschen in Not und davon profitieren.
    Rechtsgerichtet und Verständnis für Nazis.
    Geld vor Mensch und Umwelt.
    Verleumden und lügen.
    Und und und.

    Sind wir doch alle froh, hat die SVP nie mehr als 30% Wähleranteil erreicht. Und ich hoffe, dass diese volksschädigende Partei bei den nächsten Wahlen saftig abgestraft wird.
    • kaderschaufel 04.10.2019 21:01
      Highlight Highlight Ok, ich bin auch kein Fan der SVP, aber dieser Kommentar ist Quatsch. Ich habe noch nie einen hohen SVP-Politiker (Bundesrat, Parteipräsident, Fraktionschef) gehört, der

      - gegen Menschen in Not hetzt. Die SVP will ihnen einfach kein Geld geben, aber Hetze ist etwas anderes.

      - Verständnis für die Nazis zeigt, so wie es Trump in Charlottesville gemacht hat.

      - offensichtliche Lügen erzählt, wie wir sie von Trump täglich hören, oder politische Gegner ohne jegliche Anhaltspunkte verleumdet.

      Ich bin froh, ist unsere einzige Partei, die als rechtspopulistisch gilt, nicht auf Trump-Niveau.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 04.10.2019 21:08
      Highlight Highlight Köppel, Glarner und Freysinger sind da eigentlich ziemlich gut passende Beispiele.
    • Astrogator 04.10.2019 21:09
      Highlight Highlight "gegen Menschen in Not hetzt. Die SVP will ihnen einfach kein Geld geben, aber Hetze ist etwas anderes."
      Scheininvalide, Sozialschmarotzer, wer nicht zu faul zum arbeiten ist findet einen Job...

      Linke und Nette Würmer zerstören die Schweiz, Kosovaren stechen Schweizer ab, FDP beschützt radikale Islamisten...


      Sieht für mich schon ein bitzeli nach Hetze aus...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stratosurfer 04.10.2019 20:23
    Highlight Highlight Er wird uns nächstens wissen lassen, dass die bösen Demokraten, Greta oder die Zeugen Jehovas schuld sind an der Misere. Ein stabiles Genie wie er, würde niemals einen Wirtschaftsabschwung verursachen. Nein, nein absolut unmöglich.... 🤦🏻‍♂️
    • Walter Sahli 04.10.2019 20:54
      Highlight Highlight George Soros wird schuld sein.
    • Magnum44 04.10.2019 22:01
      Highlight Highlight Mexico nicht vergessen, ist noch Notstand oder?
    • Äuää 05.10.2019 00:58
      Highlight Highlight Richtig - Diese Verkündung über seinen wirtschaftlichen Erfolg und die vielen Jobs, natürlich nur dank ihm; "never seen since 100 years", hat er heute bei dem young black leadership summit 2019 bereits schon mal rausposaunt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ueli der Knecht 04.10.2019 20:21
    Highlight Highlight "Quantitativen Easing (Notenbanken kaufen im grossen Stil Vermögenswerte wie Staatsanleihen, Unternehmensobligationen oder Aktien auf.)"

    Das heisst dann nicht "quantitative" sondern "qualitative Easing".

    Quantitativ Easing ist eine Geldmengen-Ausweitung (Zinssenkung).

    Demgegenüber weitet Qualitative Easing die von der Notenbank übernommenen Risiken aus, meist kombiniert mit quantitative Easing, welches aber dennoch in erster Linie ein qualitative Easing (=Risikoübernahme) ist.

    Qualitative Easing: How it Works and Why
    it Matters:
    http://bit.ly/30OWQCy

Widerstand gegen Cannabis-Versuche im Nationalrat: Das musst du jetzt als Kiffer wissen

Der Nationalrat ist gegenüber Versuchen zur kontrollierten Abgabe von Cannabis grundsätzlich positiv eingestellt. Trotzdem gibt es noch Widerstand gegen den Experimentierartikel. Wann die ersten Versuche in Schweizer Städten starten und was du sonst noch dazu wissen solltest, liest du hier.

2018 gab der Ständerat grünes Licht für die Cannabis-Versuche und einen neuen Experimentierartikel. Der Ball lag damit beim Nationalrat. Hier hat sich nun Widerstand gegen die Vorlage formiert. Die Gesundheitskommission des Nationalrates hat auf Stichentscheid des Kommissionspräsidenten die Vorlage knapp abgelehnt.

Der Nationalrat konnte daraufhin lediglich darüber entscheiden, ob er die Gesetzesvorlage gutheisst, über die Details wird er jedoch vorerst nicht befinden. Nun wird die …

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