Wirtschaft
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Euro-Wechselkurs übersteigt 1.10-Franken-Marke



ARCHIV - Ein Papierschiff aus Scheizer Banknoten schwimmt auf einem Meer von Euro-Banknoten, aufgenommen am 12. Mai 2010. - Ein Monat nach dem Entscheid der Nationalbank, den Euro-Mindestkurs aufzugeben, ist der erste Schock fuer Politik und Wirtschaft zwar vorbei. Doch die Unsicherheit bleibt. Einige Unternehmen reagieren mit Abbau und Einsparungen. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Bild: KEYSTONE

Ein Euro ist erstmals, seitdem die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Euro-Mindestkurs aufgehoben hat, mehr als 1.10 Franken wert. Der Wechselkurs hat am Freitagmorgen kurz vor 11.20 Uhr die entsprechende Marke überschritten.

In den Minuten danach hat sich der Kurs dann über dem Wert etablieren können. Um 11.35 Uhr war ein Euro knapp 1,101 Franken wert. Bereits in den letzten Tagen hat der Euro-Franken-Kurs nach oben tendiert. So notierte ein Euro in der Nacht auf Freitag rund einen halben Rappen höher als die Nacht davor. Grund für die Kursveränderung ist eine Erstarkung des Euro.

Der Euro hat insbesondere gegenüber dem Dollar deutlich zulegen können. Im Handel macht man dafür die Zweifel darüber, ob die US-Notenbank Fed kommende Woche einen Zinsschritt verkünden wird, verantwortlich. Inwiefern von diesem Effekt auch der Euro-Franken-Kurs beeinflusst wird, ist aber nicht klar.

Positiv beeinflusst wird der Euro im Vergleich zum Franken auf alle Fälle aber durch positiv anmutende Konjunkturzahlen aus dem europäischen Wirtschaftsraum. Der Franken verliert an Stärke, weil das wirtschaftliche Umfeld dadurch nicht mehr als so unwägbar angesehen wird wie auch schon. Die Rolle des Frankens als sicherer Hafen in turbulenten Zeiten lässt dadurch nach, wie Devisenexperten festhalten. 

(sda)

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