Toyota-Gewinn sinkt um fast einen Fünftel wegen Zöllen und Krieg
Der japanische Autobauer Toyota hat im Geschäftsjahr 2025/26 deutlich weniger verdient und blickt wegen des Nahostkriegs vorsichtig auf das laufende Jahr. Der Konzerngewinn sank per Ende März um 19,2 Prozent auf 3848 Milliarden Yen respektive umgerechnet rund 19,1 Milliarden Franken, wie Toyota am Freitag mitteilte. Belastet wurde das Unternehmen unter anderem durch US-Zölle auf Autoimporte.
Der weltgrösste Autohersteller steigerte seinen Umsatz zwar um 5,5 Prozent auf 50'685 Milliarden Yen. Finanzchef Yoichi Miyazaki erklärte jedoch, die Auswirkungen der amerikanischen Zölle und der Entwicklungen im Nahen Osten könnten bisher nicht vollständig abgefedert werden.
Die USA hatten japanische Autoimporte zwischen April und September 2025 mit Zusatzzöllen von 25 Prozent belegt, danach wurden sie auf 15 Prozent begrenzt. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Toyota allein dadurch mit Belastungen von rund 1380 Milliarden Yen beim operativen Gewinn. Trotz der höheren Zölle stiegen die Verkäufe in den USA 2025 um 8 Prozent. Der amerikanische Markt macht knapp einen Viertel des Konzernabsatzes aus.
Toyota erwartet weiteren Gewinnrückgang
Zusätzlich sorgen der Krieg im Nahen Osten und höhere Rohstoffpreise für Unsicherheit. Laut Toyota verteuern sich unter anderem Aluminium und andere wichtige Komponenten, was Lieferketten belastet. Japanische Autobauer beziehen einen grossen Teil ihres Aluminiums aus dem Nahen Osten.
Für das Geschäftsjahr 2026/27 erwartet Toyota einen weiteren Gewinnrückgang um 22 Prozent auf 3000 Milliarden Yen. Die Verkäufe dürften dagegen weitgehend stabil bleiben. (sda/awp/afp)
