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Renault betrügt wohl schon seit mehr als 25 Jahren beim Diesel

15.03.2017, 18:42
Bild: Thibault Camus/AP/KEYSTONE

In der Diesel-Abgasaffäre hat eine französische Behörde schwere Vorwürfe gegen den Autobauer Renault erhoben: Bei dem Konzern gebe es möglicherweise schon seit mehr als 25 Jahren Strategien, um bei Abgastests zu betrügen, heisst es in einem Bericht der Behörde für Wettbewerb, Verbraucher und Betrugsbekämpfung (DGCCRF), der am Mittwoch bekannt wurde.

In die Affäre verstrickt sei die gesamte Führungsriege bis hoch zu Renault-Chef Carlos Ghosn.

Die dem französischen Wirtschaftsministerium untergeordnete Behörde wirft dem Autobauer die Erfindung einer Software vor, um «die Ergebnisse von Abgastests zu fälschen». Einige dieser Praktiken seien schon 1990 eingeführt worden, heisst es unter Berufung auf einen Ex-Mitarbeiter.

Im Zug des Diesel-Skandals bei Volkswagen hatte eine Expertenkommission in Frankreich Abgastests an zahlreichen Autos vorgenommen. Bei vielen Fahrzeugen wurde eine deutliche Überschreitung der zulässigen Grenzwerte festgestellt, unter anderem bei Renault-Autos. Renault hat stets beteuert, sich an französisches und europäisches Recht zu halten.

Wegen der Vorwürfe ermittelt bereits die französische Justiz gegen Renault. Im Januar übernahmen Untersuchungsrichter den Fall.

Ins Visier der französischen Justiz ist auch der Renault-Konkurrent PSA Peugeot Citroën geraten: Das französische Wirtschaftsministerium teilte Mitte Februar mit, dass die DGCCRF das Ergebnis ihrer Untersuchung zu PSA ebenfalls der Justiz übergeben habe. (sda/afp)

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