Wirtschaft
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epa07593691 The logo of Deutsche Bank is pictured before the Deutsche Bank annual general meeting  in Frankfurt am Main, Germany, 23 May 2019. Deutsche Bank presented the annual financial statements and managment report for the 2018 financial year, as well as the report of the supervisory board. According to media reports, the German bank said it will cut more than 7,000 jobs.  EPA/THORSTEN WAGNER

Die deutsche Grossbank streicht tausende Stellen. Bild: EPA/EPA

Radikaler Umbau: Deutsche Bank streicht 18'000 Jobs



Die Deutsche Bank will in den kommenden Jahren rund ein Fünftel ihres Personals streichen. Wie die Bank am Sonntag mitteilte, will sie im Zuge ihres geplanten Umbaus rund 18'000 Stellen abbauen und Mitarbeiterzahl bis 2022 auf 74'000 reduzieren.

Dadurch und durch den Rückzug aus dem weltweiten Aktiengeschäft will die Bank bis 2022 ihre bereinigten Kosten auf 17 Milliarden Euro senken. Aufgrund ihres geplanten Umbaus rechnet die Deutsche Bank mit einem Verlust von 2,8 Milliarden Euro im zweiten Quartal.Vorstandschef Christian Sewing erklärte, es handle sich um die «umfassendste Transformation der Deutschen Bank seit Jahrzehnten». Dies sei «ein echter Neustart». Die Bank kehre zu ihren Wurzeln zurück und besinne sich voll auf das Kundengeschäft.

Zum Sanierungsplan Sewings, dem der Aufsichtsrat am Sonntag zustimmte, gehört auch die Gründung einer Bad Bank, die schlecht laufende Finanzprodukte abwickeln soll. Ausserdem will Sewing bis 2022 rund 13 Milliarden Euro in Digitalisierung investieren. Die Aktionäre sollen dafür dieses und nächstes Jahr auf ihre Dividenden verzichten

Vom Goldesel zum Sorgenkind

In den Jahren vor der Finanzkrise 2007/2008 war das Investmentbanking zeitweise eine Goldgrube für die Deutsche Bank. Die Sparte steuerte den Löwenanteil zum Konzerngewinn bei.

Doch die Krise offenbarte die Schattenseiten vieler Geschäfte: Über Jahre musste sich der Dax-Konzern danach mit Klagen herumschlagen und zahlte etliche Milliarden an Geldstrafen. In den vergangenen beiden Quartalen schrieb die Investmentbank rote Zahlen.

Der derzeitige Chef der Sparte, der Brite Ritchie, wird die Deutsche Bank «in gegenseitigem Einvernehmen» zum 31. Juli verlassen. Sewing macht die Führung der zuletzt schwächelnden Unternehmens- und Investmentbank zur Chefsache.

In Berichten mehrerer Medien hiess es am Sonntag, dass auch Privatkundenchef Frank Strauss seinen Posten verlieren wird. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Auch Sylvie Matherat, die im Vorstand für Regulierungsthemen zuständig ist, gilt schon seit längerem als Wackelkandidatin. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 07.07.2019 22:59
    Highlight Highlight Wenn man bedenkt was eine Bank die sich „nur“ auf das Kundengeschäft zurückzieht in digitalisierten Zeiten tut, sind 74‘000 übrigbleibende Mitarbeitende immer noch viel. Das wird weiter gehen.
  • Newski 07.07.2019 22:15
    Highlight Highlight Das ist nun der Output vob Joe Ackermanns Geschäftspolitik. Dafür hatte er sich ja noch ein paar "Milliönchen" zuschanzen lassen.
    Joe Ackermann löffelt die Suppe nicht aus, die er angerichtet hat. Das dürfen dann die Angestellten, welche ihre Stelle verlieren. Geradezu obszön ist aber der Umstand, dass die Reputation von Ackermann nahezu unbeschadet geblieben ist. Hier kann man nun exemplarisch sehen, wie gross das Risiko und die Verantwortung eines solchen Managers ist (es gibt für diesen weder das eine, noch das andere).
    • Jein 08.07.2019 01:34
      Highlight Highlight Ackermann hat den Schaden angericht, anschliessend hat es Achleitner 7 Jahre lang verpasst den Schaden zu bereinigen. Ein Wunder erlaubt er es Sewing (seinem 3ten oder 4ten CEO?) endlich die notwendigen Reformen in die Wege zu leiten.
    • mukeleven 08.07.2019 01:40
      Highlight Highlight einverstanden, aber: den grossen batzen hat joe mit grossen risiken im investmentbanking verdient (die bank und er).
      so unbeschadet ist sein ruf glaube ich nicht mehr - klar, er hat die schäfchen im trockenen.
      fuer die angestellten im klassischen kundengeschäft dürfte weiterhein ein steiffer wind wehen und entsprechend einige mehr ihre stelle verlieren.
    • bebby 08.07.2019 06:56
      Highlight Highlight Ich bin mir nicht sicher, wieviel ein Ackermann damit zu tun hat, dass sich das Bankengeschäft radikal ändern wird. Viel mehr automatisiert, viel mehr passiv und tiefere Margen.
      Und die vielen Filialen haben noch nicht mal angerührt...
  • Maya Eldorado 07.07.2019 19:16
    Highlight Highlight So und jetzt möchte ich noch wisssen, wer die 10 ärmsten Schweizer sind.
  • Goon 07.07.2019 17:38
    Highlight Highlight Bei Bänkern hält sich mein Mitleid in Grenzen
    • T13 07.07.2019 21:59
      Highlight Highlight Es wird normales schalter personal and backoffice personal treffen.

      Die bei welchen sich auch mein mitleid in grenzen halten würde werden weiterhin überbezahlt.
    • Jein 08.07.2019 01:32
      Highlight Highlight @T13: Mehrheitlich wird im Equitytrading im Investmentbanking abgebaut, die haben einiges an Backoffice aber keine Schaltermitarbeiter (die zwar im Zuge der Postbankintegration etwas abgebaut werden). Und auch die hochbezahlten trifft es, in London und New York wurden schon einige MDs entlassen (und nun fällt auch die hochbezahlte IB-Führungsriege um Garth Ritchie weg).

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