Bitcoin baut Gewinne im neuen Jahr aus
Die Kryptowährung Bitcoin hat die zum Jahresbeginn erzielten Gewinne im Verlauf der letzten Woche ausbauen können. Während Analysten in der Erholung noch keine nachhaltige Trendwende sehen, erwarten Branchenvertreter auch in diesem Jahr eine zunehmende Adaption durch institutionelle Investoren.
Am Mittwochvormittag notiert der Bitcoin bei rund 94'950 Dollar und damit rund 3,3 Prozent höher als vor einer Woche. Die Marktkapitalisierung beläuft sich aktuell auf rund 1,9 Billionen Dollar. Ein Plus von gut 50 Milliarden im Wochenvergleich.
Neue Rekorde am Horizont
Zeitweise stieg der Bitcoin erstmals seit November über 96'000 Dollar. Laut Analyst Timo Emden ist der Anstieg aber in erster Linie «ein Spiegel erhöhter geopolitischer Unsicherheit». Die Kursbewegung sei weniger ein Zeichen für neue fundamentale Stärke, sondern eher eine Reaktion auf die angespannte globale Lage.
Bitcoin profitiere dabei insbesondere von seiner Rolle als «liquider Stellvertreter für makroökonomische Erwartungen». Von einem «nachhaltigen Befreiungsschlag» könne indes nicht die Rede sein, schreibt Emden.
Für den weiteren Jahresverlauf zeigen sich Branchenvertreter indes optimistisch. So sieht etwa Russell Barlow, CEO des Spezialisten für börsengehandelte Kryptowährungsprodukte (ETP), 21Shares, als realistisches Basisszenario für Bitcoin im Bereich der jüngsten Höchststände: «Mit zusätzlichem Aufwärtspotenzial bis in den Bereich von 150'000 bis 180'000 Dollar», so Barlow.
Massgeblich dafür seien die strukturelle Nachfrage über regulierte Anlagevehikel, eine breitere institutionelle Distribution sowie das makroökonomische Umfeld, insbesondere Zinsen, Liquiditätsbedingungen und die globale Risikobereitschaft. Abwärtsrisiken sieht Barlow vor allem in operativen oder politisch-regulatorischen Ereignissen. (sda/awp)
