Wirtschaft
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ZUR COOP FILIALE IM EINKAUFSZENTRUM SEEWEN MARKT STELLEN WIR IHNEN HEUTE FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- The meat counter in a branch of retailer Coop at the shopping center Seewen Markt in Seewen, Canton of Schwyz, Switzerland, on May 15, 2018. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Fleischtheke in einer Filiale des Detailhaendlers Coop im Einkaufszentrum Seewen Markt, aufgenommen am 15. Mai 2018 in Seewen, Kanton Schwyz. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein Angestellter von Coop bei der Fleischabteilung. Bild: KEYSTONE

Coop lässt Angestellte zu lange arbeiten – Hunderte Verstösse aufgedeckt



Die Arbeitsbelastung für Mitarbeitende bei Coop nimmt immer wieder unzumutbare Ausmasse an. Dies zeigt ein Dokument, das dem Blick vorliegt. Die Zeitung schreibt, dass der Detailhändler alleine im Kanton Bern im Monat November 475 Mal gegen das Arbeitsgesetz verstossen hat.

Um welche Verstösse handelt es sich?

Was sagt Coop dazu?

Coop bestätigt die Echtheit des Dokuments und gibt an, dass es sich um keinen Ausreisser handle. In anderen Regionen würde sich das ähnlich verhalten. Coop-Personalchef Luc Pillard und Sprecherin Andrea Bergmann sagen gegenüber dem «Blick», dass sie sich bemühten, die Verstösse auf einem Minimum zu halten.

Ganz vermeiden lasse sich das Problem aber nicht. Ausserdem werde Coop von den kantonalen Arbeitsinspektoraten kontrolliert und habe in den letzten Jahren keine Busse oder einen Verweis kassiert.

Handelt es sich um ein einzigartiges Problem?

Nein. Anzunehmen ist, dass die Mitarbeitenden nicht nur bei Coop unter zunehmender Arbeitsbelastung leiden. Der Onlinehandel und die längeren Öffnungszeiten bringen die Detailhändler und die Arbeitenden unter Druck. Gewerkschafter sagen gegenüber dem «Blick», dass das Dokument für sie ein Beweis sei, dass die Situation im Detailhandel immer prekärer werde. (cma)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Meier (1) 29.01.2020 09:54
    Highlight Highlight Coop ist kein Einzelfall. Bei der Post sieht es nicht besser aus, dies als Staatsbetrieb. Genau so einige Gemeinden, missachten die Arbeitsgesetze und niemand reklamiert. Und wer ist schuldig? Wir alle, da niemand sich wirklich einschränken will. Weder links noch rechts, alle wollen dass "die Anderen" zur Kasse gebeten werden. Dieses eingeschränkte Denken, das Ausblenden was einem nicht passt, dass ich immer im Recht/der Gute bin und der Andere der Böse ist. Selbstreflexion? Fehlanzeige! Aus diesem Grund wird sich auch nichts ändern, denn z.B. niemand ist bereit überall mehr zu bezahlen.
  • fritzfisch 28.01.2020 19:56
    Highlight Highlight Was zur Hölle heisst „wir bemühen uns die Verstösse auf einem Minimum zu halten?“ die haben sich ganz einfach strikte ans Gesetz tu halten. Punkt! Ganz genau darum bin ich absolut gegen liberalere Öffnungszeiten. Am Schluss bezahlt immer das Personal die Rechnung.
  • So en Ueli 28.01.2020 19:51
    Highlight Highlight Ja ja der Detailhandel, miese Arbeitszeiten & miese Bezahlung, beste Kombination. Ich weiss warum ich diesem Beruf den Rücken gekehrt habe. Never again.
  • Noach 28.01.2020 18:03
    Highlight Highlight Oder bei Bahnhof Zürich div.Küchen dort musst du Kochwäsche zu Hause selber waschen.Habe 10 Jahre in Hotels und Restaurants im Ausland gearbeitet,da musste ich das nie,!!!??Von Überstunden reden wir lieber nicht!
  • Steckenpferd 28.01.2020 16:12
    Highlight Highlight Liebes Watson Team
    Könntet ihr mal beim kantonalen Arbeitsinspektoraten anklopfen und nachfragen, wie sie ihr Verhalten (Keine Busse, keine Verweise) rechtfertigen?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 28.01.2020 20:44
      Highlight Highlight DAS wäre definitiv äußerst interessant.
  • lily.mcclean 28.01.2020 15:14
    Highlight Highlight Meine ersten Weinachten im Coop: der Laden hat bis 20.00 offen, nacher fängt man an die Chinoiseplatten zu schneiden. Das dauert je nachdem ob man noch hilfe bekommt von den anderen MA bis 24.00-01.00 Uhr. Dann kam der Filialleiter in die Metzgt und hat angeordnet das alle zuerst ausstempeln gehen, er trage die Zeiten in denen wir gehen dann manuell ein.
    Da dachte ich mir schon hmmmm verdächtig. Neee, nicht mit mir.
    Als ich mich geweigert habe ausstempeln zu gehen mit dem Argument das ich dies erst tue wenn die Arbeit getan sei wurde mir mit einer Verwarnung gedroht...
    • lily.mcclean 28.01.2020 16:20
      Highlight Highlight Auf jedenfall, wenn man mir mit sowas droht dann schaltet mein Hirn auf stur...ich hab dann darauf bestanden das auf der Verwarnung drauf steht genau WARUM ich diese bekommen habe. So kam es also das ich nie eine Verwarnung bekommen habe weil er genau wusste das ich damit weiter gegangen wäre.
      Leider lassen sich andere MA leichter einschüchtern als ich und die kommen bei solchen Chefs, die genau wissen wen man wie unter druck setzen kann, voll unter die Räder.
    • Hirngespinst 28.01.2020 18:07
      Highlight Highlight So ein ....
      Gut reagiert, Lilly 👍
    • Lichtblau550 28.01.2020 18:37
      Highlight Highlight Danke, Lily. Sehr wertvoll, solche Einblicke aus erster Hand.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rethinking 28.01.2020 14:03
    Highlight Highlight Das ist auch bei uns, insbesondere in der IT Abteilung gang und gäbe...

    Interessieren tut‘s keinen. Hauptsache die unrealistischen Ziel- und Terminvorgaben der GL werden eingehalten...

    Die Einzige Massnahme die getroffen wurde: Neu wird auf die Zeiterfassung verzichtet...

    Wir seien nun quasi alles Unternehmer...

    Ja genau...
  • Julian_87 28.01.2020 14:01
    Highlight Highlight Bin ich jetzt der einzige der Coop verstehen kann bzw. die etwas über 400 Verstösse im Monat nicht so viel finde.

    a) ist nirgends gesagt, wie viele Mitarbeiter in der Genossenschaft Bern arbeiten
    b) Steht nichts zur Schwere dieser Verstösse

    und im allgemeinen kommt es nunmal vor, dass wenn ein MItarbeiter krank wird und man einen Kollegen fragt ob er spontan einspringen kann, er ggf. nciht die gesetzliche Ruhezeit einhalten kann.

    Und alle die, die hier meckern: Wenn ihr vor einer Verschlossenen Tür steht weil Personalmangel ist, dann wird doch genau gleich gemeckert...
    • Steckenpferd 28.01.2020 16:14
      Highlight Highlight Also entweder berschlossene türen wegen Personenmangel oder zu lange Arbeitszeiten/Überstunden? Eine andere Lösung müssen die Firmen in ihren Augen also nicht finden?
    • Mijasma 28.01.2020 17:12
      Highlight Highlight Man könnte auch mehr Personal einstellen und ja dann gäbe es etwas weniger Gewinn. Da coop aber eine Genossenschaft ist können sie eh keinen Gewinn ausschüten.

      Den Gewinn drücken die eh zum grossen teil ins Management. Wo eine Einsparung zu verkraften ist. Dann hätten die halt nicht jedes Jahr 10% Lohnerhöhung und dazu noch einen Bonus in Höhe eines Jahresgehalt.
    • Truth Bot 28.01.2020 18:03
      Highlight Highlight Je mehr Mitarbeiter, desto einfacher lassen sich Ausfälle berechnen (statistische Ausreisser sind kleiner bei grösserer Menge). Daher sollte Coop eigentlich kein Problem haben, seinen Mitarbeiterbedarf vernünftig zu berechnen, so dass sie die gesetzlichen Vorgaben einhalten. Wenn die aber nicht geahndet werden, wird natürlich gespart.
    Weitere Antworten anzeigen
  • anonymer analphabet 28.01.2020 13:42
    Highlight Highlight Bei den Berichten über die gillet jaune, sind die Kommentarspalten voll von abwertenden Kommentaren... klar was es die Franzosen manchmal übertreiben mit dem Streiken, sind die Schweizer einfach zu brav.
    • Murmeli82 28.01.2020 19:43
      Highlight Highlight Ah, les gilets jaunes ne savent pas pourquoi ils manifestent .. immerhin haben sie durch die wöchentlichen Treffpunkte eine gewisse Solidarität (wieder)entdeckt. Wenn FN neben Mélenchon-Anhänger demonstrieren, Stelle ich mir schon ein paar Fragen...
  • guby 28.01.2020 13:42
    Highlight Highlight Ich habe auch kurz bei Coop gearbeitet. Normalerweise habe ich um 6 angefangen (Gemüse/Obst ausladen) und bis um 10 gearbeitet. Dann so zwischen 12 und 14 wieder angefangen und bis 18 - 20 gearbeitet. Diese Arbeitszeiten sind Gift für ein Leben in der Freizeit und eigentlich sollten Coop und Konsorten gezwungen werden diese Praktik zu ändern. Ich kaufe denen nicht ab, dass es nicht anders möglich ist. Man kann immer Personal einstellen und die dazu benötigte Ausbildung ist auch überschaubar genug, dass man genug Leute finden kann.
    • Murmeli82 28.01.2020 19:46
      Highlight Highlight Spar ist auch so. Als ich mir damals den Zeh gebrochen hatte (bei der Arbeit) rief mich meine Chefin mehrmals an, dass andere wegen mir mehr Arbeit hätten. Meine Arbeitskollegin fiel Mal 2 Wochen aus, auch sie erhielt täglich Anrufe
    • guby 28.01.2020 19:59
      Highlight Highlight Denke solche Praktiken sind weit verbreitet. Dem sollte man konsequent einen Riegel schieben können.
  • Jekyll & Hyde 28.01.2020 13:18
    Highlight Highlight Ach ja, hoffe alle die sich hier empören, das nächste mal wenn es um die komplette Lieberalisierung der Öffnungszeiten geht nicht mit dem Argument kommen:
    Das schafft Arbeitsplätze !!!

    • guby 28.01.2020 13:26
      Highlight Highlight Naja. Würde es, wenn die Arbeitgeber sich an die Gesetze halten würden. Ich bin für die komplette Liberalisierung der Öffnungszeiten aber der Ausweitung des Arbeitnehmerschutzes. So können auch durch die Digitalisierung (Self-Checkout z.B.) verlorene Arbeitsplätze ausgeglichen werden. Aber eben, es kann nicht sein, dass dann die Angestellten leiden müssen. Vielmer sollten Coop etc. In die Pflicht genommen werden, faire Modelle zu schaffen.
    • Jekyll & Hyde 29.01.2020 23:51
      Highlight Highlight Die Läden stellen nun mal keine Leute ein weil es sich nicht rentiert, ergo werden die Läden bei der Ausweitung des Arbeitnehmerschutzes (was ich begrüsse) wahrscheinlich wieder um 18.30 schliessen.

      Wenn ich z.b 300 Franken in der Woche für Lebensmittel ausgeben kann, hab ich nicht plötzlich 400 nur weil der Laden bis um 21.00 statt 20.00 geöffnet hat !!
  • rüpelpilzchen 28.01.2020 12:56
    Highlight Highlight "Ganz vermeiden lasse sich das Problem aber nicht."

    So ein unsympathischer Laden. Lug und Trug, ohne Not.
    Schaut mal die Gewinne und Umsätze an, aber man versuchts eben, die Leute über den Tisch zu ziehen. Das ist die Unternehmenskultur. Das finden die Geil.
    • Kruk 28.01.2020 21:28
      Highlight Highlight Das stimmt. Eine solche Kultur ist aber leider normal in der heutigen wirtschaft. Auch dass die Firmen sich nicht an die Gesetze halten ist normal geworden, nicht einhalten der höchstarbeitszeiten sowieso. Coop kommt nur in den Medien weil es ein grosser ist, ist eigentlich noch einer der besseren.
  • Maranothar 28.01.2020 12:31
    Highlight Highlight Das ist der Grund warum ich gleichzeitig für und gegen längere Ladenöffnungszeiten bin.

    Länger offen ist toll für die Kunden, aber die Konzernspitzen werden dafür nie mehr Leute einstellen, was logisch wäre.
  • Beat_ 28.01.2020 12:30
    Highlight Highlight "...die Verstösse auf ein Minimum zu beschränken..." ...
    Sag mal Luc Pillard, was geht ab? Es darf gar keine Verstösse geben. Und wenn ihr dafür Personal einstellen müsst, dann macht das, aber subito!
  • Jekyll & Hyde 28.01.2020 12:20
    Highlight Highlight War schon in den 00er Jahren so. Hab da bei einem Elektronik-Discounter gearbeitet. 07.45 Arbeitsbeginn, 20.15 Arbeitsende dauwischen 2.5 Stunden Mittag.......Immerhin stimmte der Umsatz. 450 Stellenprozente (+1Lehrling) für einen Laden der von Mo-Sa von 08.00 - 20.00 offen hatte, da kann man wahrlich nicht von Zuviel Personal reden 😂

  • Heinzbond 28.01.2020 12:13
    Highlight Highlight Wie wäre es denn, wenn man für zwei bestehende stellen eine dritte schafft, sie ebenso zu 100% besetzt und so die Arbeit besser verteilen könnte...
    Ach so geht ja nicht, Herren Manager die selber 14 h am Tag arbeiten (fehlen ") haben a kein Verständnis für so was und b müssen ihre Boni für Einsparungen und gewinnmaximierung zu hause an ihre Hunger leidenden Familien abgeben.
    Ich finde das wenn schon nicht bestraft wird dann bitte in Zukunft auch personalentscheider, Manager und Vorgesetzte. Persönlich. Und nicht nur bei coop, fangt mal an in Spitälern, Gastronomie, Serviceangestellte ect...
  • circumspectat animo 28.01.2020 12:11
    Highlight Highlight Das ist leider nicht nur in Detailhandel so sondern im gesammten Dienstleistungssektor wo einige wenige auf Kosten der anderen viel Geld verdienen. Möglich machen dies der Liberalismus und die rechten Parteien.
    • karl_e 28.01.2020 15:46
      Highlight Highlight Nicht der Liberalismus, sondern dessen übelste Spielart: der Neoliberalismus. Höchste Zeit, den Scheiss auf dem Müllhaufen der Geschichte zu entsorgen.
    • dan2016 28.01.2020 18:26
      Highlight Highlight Im Detailhandel verdient niemand in der Schweiz richtig viel Geld. Und wenn ein Artikel erscheint, dass auf ausländische Einkäufe zumindest auch die Mehrwersteuer erhoben werden soll, geht im 20 Min und im Blick ein Geheul los....
    • Kruk 28.01.2020 21:31
      Highlight Highlight Das erste was getan werden sollte, es tut mir ja leid, ist die HSG zu schliessen.
  • Supermonkey 28.01.2020 12:11
    Highlight Highlight Immer der arme Detailhandel... Es gibt Branchen da sind 60-70 Stunden pro Woche Normal... Und das nicht weil die Firma Gesetze ignoriert, sondern weil es die Arbeit einfach so erfordert.
    • Triumvir 28.01.2020 12:53
      Highlight Highlight Würde man mehr Personal einstellen, dann könnte man die Arbeit besser und erst noch effizienter erledigen. Aber weil sich einige wenige, häufig gierige, Menschen bereichern wollen, wird beim Personal bewusst gespart...was eine Schande ist!
    • plop 28.01.2020 12:56
      Highlight Highlight Beispiele? Kreativbranche?
      Architektur? Weiss nicht ob es die Zeit wirklich „erfordert“ es ist einfach dort so...
    • ScottSterling 28.01.2020 13:12
      Highlight Highlight Wenn genügend Arbeit für 60-70 Stunden pro Woche da ist, sollte auch genügend Geld für mehr Personal da sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Angonis 28.01.2020 11:39
    Highlight Highlight Ich würde sagen das sehr viele Unternehmen gibt die so arbeiten. z.b Stadler Rail, dort habe ich in einem Jahr über 400h überzeit angehäuft. Privat Leben gibt es dort nicht. Dort sollte ebenfalls die Behörde mal vorbei schauen!
    • Hierundjetzt 28.01.2020 11:58
      Highlight Highlight Tja, geh zum SEV und klag nicht bei watson. Oder bist Du per Zufall in einer Führungsposition bzw Spezialistenfunktion daaann mein Lieber schau nochmal den Vertrag an.

      Denn, ganz ehrlich, 400h bei einem normalen MA ist nicht möglich.

      Nope
    • fidget 28.01.2020 12:19
      Highlight Highlight Du kannst dem Arbeitsinspektorat auch einen Hinweis geben. Wenn diese Zustände so existieren, dann dürfte es sie interessieren.
    • one0one 28.01.2020 16:39
      Highlight Highlight Hier wird dir niemand glauben dass Arbeiten bei Stadler nicht sooo toll ist wie es gerne verkauft wird...
  • aeschdan 28.01.2020 11:33
    Highlight Highlight Und wenn die Arbeitszeiten korrekt erfass werden würden, gebe es noch viel mehr Verstösse.
  • Fairness 28.01.2020 11:24
    Highlight Highlight Coop ist da überhaupt nicht allein. Bald sind diejenigen wenigen fairen Arbeitgeber die Ausnahme, die keine moderne Sklaverei betreiben.
  • Duscholux 28.01.2020 11:17
    Highlight Highlight Ich muss schon sagen dass das eine grosse Sauerei ist. Vorallem die langen eingeplanten (aber Ausgestempelten) Leerzeiten sind ein Witz! Was will man schon 2h über Mittag machen?
    • Heinzbond 28.01.2020 12:15
      Highlight Highlight Einen zweitjob bei migros weils Geld nicht reicht...
  • Karoon 28.01.2020 11:05
    Highlight Highlight Man schreibt sich gerne Genossenschaft auf die Fahne, da sympathisch.

    In Wirklichkeit Kapitalismus auf Kosten der kleinen Arbeiter. Pfui, Coop.
  • fidget 28.01.2020 10:38
    Highlight Highlight Die Verstösse sind nicht auf einem Minimum zu halten, die darf es gar nicht erst geben. Da gibt es nichts zu diskutieren. Das Gesetz ist dahingehend ziemlich klar. Und warum die Arbeitsinspektorate nicht handeln ist mir schleierhaft. Das ist beinahe skandalös. Solange es keine Sanktionen für das Verhalten von Coop gibt, ist es eine stillschweigende Zustimmung zu diesen unhaltbaren Zuständen.
    • G. Samsa 28.01.2020 10:48
      Highlight Highlight Das dachte ich auch. Wir können ja unsere Ladendiebstähle ebenfalls auf ein Minimum reduzieren.
      Als ob es besser wird wenn man die Gesetzesübertretung reduzieren will.
      Das Ziel muss doch sein dass sich ein Arbeitgeber Gesetzeskonform verhält.
  • paule 28.01.2020 10:19
    Highlight Highlight Das Verhalten von Coop ist absolut verständlich, warum neue Leute einstellen wenn demnächst Automatische Kassen diese ersetzen. Da muss man auch nicht zu viel Rücksicht nehmen. Die meisten werden eh entlassen!
    Ich werde so lange es möglich ist an Kassen mit Menschen anstehen, weil diese einen Job brauchen und hoffe einfach, dass nicht unmenschliche Menschen diese ausnützen und Quälen.
    • fidget 28.01.2020 12:24
      Highlight Highlight Mit den Self-Checkout-Kassen hätten die bestehenden Mitarbeiter aber mehr Kapazität für andere Arbeiten. Daher sollte die Arbeitsbelastung sinken. In der Praxis werden aber fluktuierende Mitarbeiter nicht mehr ersetzt, was dann wieder zu einer übermässigen Belastung führt.
  • Scaros_2 28.01.2020 10:00
    Highlight Highlight Ganz vermeiden lasse sich das Problem aber nicht.

    Doch - stell mehr Leute ein, damit die Schichten besser verteilt werden können.
    • Walter Sahli 28.01.2020 10:18
      Highlight Highlight Mehr Leute einstellen? Sicher nicht! Jetzt, da man diese schönen und praktischen Self-check-out-Kassen installiert mit denen man so gäbig Personal einsparen kann, wäre das ja ein Rückschritt. Möglichst wenige Mitarbeiter, die zu tiefen Löhnen viel arbeiten ist nicht nur voll im Trend sondern imfall auch voll fortschrittlich.
    • Ballisto 28.01.2020 10:35
      Highlight Highlight Ja diese Lösung ist leider einfacher gesagt als tatsächlich umgesetzt. Finden Sie zuerst mal die vielen dazu nötigen Menschen welche eine Job ausüben wollen er einerseits schlecht bezahlt ist und andererseits sehr viel (psychischen) Stress mit sich bringt. Es mag von aussen vielleicht einfach aussehen, das an-der-Kasse-sitzen und Regalauffüllen, Jedoch haben sie auch mit der immer gestressteren Kundschaft zu tun welche immer sofort alles auf Knopfdruck haben und am liebsten 24/7 einkaufen möchte.
    • insert_brain_here 28.01.2020 10:44
      Highlight Highlight Aber...aber...denk doch mal an die Gewinnmarge! Was sollen die Aktionäre denken???
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frausowieso 28.01.2020 09:53
    Highlight Highlight Es ist verbreitet, dass man mit wenig Mitarbeitern lange Öffnungszeiten abdecken will. Die Mitarbeiter müssen dann einfach 2 Stunden Mittag machen. Das bringt dem Mitarbeiter gar nichts. Der Tag wird nur länger und die Leerzeiten kann kaum jemand nutzen. Mir tun die Angestellten leid.
    • insert_brain_here 28.01.2020 10:44
      Highlight Highlight Auch tolle Praktik: Vor Weinachten, Ostern etc wird Personal das eigentlich nur Teilzeit beschäftigt ist - das sind zum grossen Teil Mütter von schulpflichtigen Kindern - einfach für 100% eingeteilt. Wie sie die Kinderbetreuung organisieren interessiert nicht, Zulagen für Überzeit, Wochenende, Feiertage usw. gibts auch nicht, schlucken oder rausfliegen. Die Detailhändler führen seit Jahren eine Abnützungsschlacht wer der billigste ist, den Preis bezahlen die Angestellten.
  • Capslock 28.01.2020 09:30
    Highlight Highlight und was gedenkt Coop dagegen zu tun? Wohl eher nichts und erklärt der Einfachheit halber, es seien keine regelmäßige Verstösse, Hauptsache man kann behaupten, das Unternehmen erachte es als vordringlich, als Sozialpartner seine Aufgaben auch zu erfüllen. Ist doch einfach zum lachen, was die verantwortlichen da von sich geben. Anderseits müssen sich auch alle Coop Kunden an der eigenen Nase nehmen denn sie sind es doch welche immer längere Öffnungszeiten der Geschäft verlangen.
  • Bruno S.1988 28.01.2020 09:16
    Highlight Highlight Ist zu wenig Arbeitskraft vorhanden um die Nachfrage an Angestellten durch die Detailhändler zu decken? Oder sind die Detailhändler nicht bereit noch mehr Personal einzustellen? Überstunden aufgrund eines grundlegenden Personalmangels sind nicht rechtens. Das wäre unter aller sau!

    Sollten die Detailhändler jedoch Probleme damit haben, diesen doch eher "unbeliebten" Beruf mit genügend Personal zu decken, sind die Self-Check-Out Kassen wohl die richtige Lösung, entgegen ihrem schlechten Image.
    • lily.mcclean 28.01.2020 12:32
      Highlight Highlight Es liegt halt im Interesse des Filialleiters Personal einzusparen damit ende Jahr schöne schwarze Zahlen auf dem Papier stehen und ein schönes Sümmchen auf seinem Konto landet das sich dann "Boni" nennt.
      Wenn man als Angestellter sich beschwert hab ich auch schon die Antwort vom Cher gehört: "Du kannst ja auch kündigen wenns dir nicht passt, in deinem Alter stellt dich aber sicher niemand wieder ein"
  • Ironiker 28.01.2020 09:14
    Highlight Highlight Ich habe mal vor 20 Jahren als Übergang zwischen zwei Lehren bei Coop gearbeitet. Am Morgen auf dem Arbeitsweg Check meiner Armbanduhr mit der Bahnhofsuhr - stimmt überein. Check meiner Armbanduhr mit dem Stempeluhr im Coop - stimmt überein.

    Am Feierabend Check meiner Armbanduhr mit der Stempeluhr - 15 Minuten Differenz. Check meiner Armbanduhr mit der Bahnhofsuhr - stimmt überein.

    Coop hat mich also jeden Tag 15 Minuten gratis arbeiten lassen. Auf alle Mitarbeiter hochgerechnet sehr einträglich. Keine Ahnung ob das heute noch so ist. Aber ich würde es denen zutrauen.
    • Duscholux 28.01.2020 11:18
      Highlight Highlight Es kann sein dass dort 15 Minuten Pflichtpause eingerechnet sind, die du eigentlich Ausstempeln müsstest.
    • Ironiker 28.01.2020 13:09
      Highlight Highlight Nö, die musste man separat ausstempeln. Ich spreche hier von der "aktuellen" Zeit auf der Stempeluhr.

      Nun gut, es ist zwanzig Jahre her, ich habe weitere Ausbildungen hinter mir und sitze gemütlich im Büro. Aber es würde vielen gut tun, auch mal eine gewisse Zeit so zu Arbeiten.

      Wie ich gestern gelesen habe, werden die Angestellten im Detailhandel von den Kunden zum Teil respektlos behandelt.
  • THEOne 28.01.2020 09:12
    Highlight Highlight das ist bei der migros alltag und nicht nur im verkauf. in den büros siehts genau gleich aus. dort muss auch von einer person die arbeit von 2 übernommen werden, weil arbeitsplatzeinsparung. kommt noch dazu, das zu diesem pensum min. 1x pro woche die hotline übernommen werden muss ( den ganzen tag) , das interne it system ist ein witz, würde es optimiert werden, könnte man viel papierkrieg mit einem klick verarbeiten.
    an der takeawaytheke wurde mir schon oft erzählt, dass sie einen 3 monats turnus haben in andere filialen, wenn du dich dagegen sträubst, kannst du gehen.
  • Frida Kahlo 28.01.2020 09:08
    Highlight Highlight ...und ich nerve ständig alle Abteilungsleiter und Mitarbeiter, dass sie gefälligst unser Zeit-Reglement einhalten sollen, da wir sonst vom Arbeitsinspektorat wieder eine Busse kassieren würden. Coop interessiert das anscheinend eher weniger und scheffelt weiter Millionen.
  • dä dingsbums 28.01.2020 08:48
    Highlight Highlight "dass der Detailhändler alleine im Kanton Bern im Monat November 475 Mal gegen das Arbeitsgesetz verstossen hat."

    Das ist ja nicht gerade wenig.

    "Ganz vermeiden lasse sich das Problem aber nicht."

    Es liesse sich schon vermeiden, wenn man es als wichtig erachten würde. Mehr Personal, kürzere Öffnungszeiten, bessere Planung, oder auch: ein besseres Management Team.

    Gerade Coop ist ja die treibende Kraft beim verlängern der Öffnungszeiten. Kein Aldi, Lidl oder Denner hat so lange offen und im Raum Zürich zieht die Migros erst nach wenn Coop vorgelegt hat.
    • Kruk 28.01.2020 09:00
      Highlight Highlight Wenn man teurer als die anderen ist, dann muss man den Kunden halt etwas anderes bieten.
    • Xonic 28.01.2020 09:32
      Highlight Highlight Volg hat eigentlich fast überall bis 21:00 auf, aber das interessiert ja niemanden. ;)
    • Lichtblau550 28.01.2020 19:21
      Highlight Highlight Volg gibts in Zürich nicht, dafür überall wenige Schritte neben einem grossen Coop noch eine kleine Filiale. Extrem unsympathisch, dieses sich in jeder Lücke Breitmachen. Das gilt nicht fürs Personal. Ich kaufe fast täglich in unserem eher stieren kleinen Coop an bester Lage ein, weil die Angestellten sehr herzig sind. Aber die Fluktuation ist hoch.
  • Asmodeus 28.01.2020 08:33
    Highlight Highlight "Ausserdem werde Coop von den kantonalen Arbeitsinspektoraten kontrolliert und habe in den letzten Jahren keine Busse oder einen Verweis kassiert."


    Ist das nicht der eigentliche Skandal? Wozu sollten sich die Firmen auch an geltendes Recht halten, wenn das Arbeitsinspektorat sowieso alles durchgehen lässt?

    Kann mal jemand das Supercard-Konto der Inspektoren testen?
    • Scaros_2 28.01.2020 10:00
      Highlight Highlight Oder noch besser. Kann watson mal diese "Arbeitsinspektorate" besuchen und schauen ob da überhaupt jemand arbeitet oder zumindest herausfinden, warum bei verstösse gegen geltendes Arbeitsrecht keine Bussen ausgestellt werden?

      Finde da ist der journalismus schon ein wenig in der Pflicht.
    • insert_brain_here 28.01.2020 10:37
      Highlight Highlight Der zuständige Regierungsrat ist sogar Sozialdemokrat, scheint ihn allerdings nicht gross zu kümmern. "Back to the roots" Genossen, kein Wunder haben die Rattenfänger der Sünnelipartei leichtes Spiel!
    • Maedhros Niemer 28.01.2020 11:05
      Highlight Highlight (Achtung Ironie!)
      Ich weiss nicht was du hast, der Arbeitgeberschutz funktioniert doch wunderbar! Alles wie gehabt hier im Land der Geldberge.
  • Charlie Runkle 28.01.2020 08:23
    Highlight Highlight Waaas? Der Detailhandel ist doch die fairste branche,.... für den Arbeitgeber.
  • AngelitosHE 28.01.2020 08:21
    Highlight Highlight Ich versuch ämel amigs au das zuschnell Fahren auf einem minimum zu halten. Klappt nur nicht immer.

    Im Unterschied zu Coop kassiere ich dafür die Quittung.
  • frnrsch 28.01.2020 08:20
    Highlight Highlight Schlimm ist dass die entsprechenden Behörden darüber informiert sind und nichts dagegen unternehmen! Es ist eine Schweinerei wie mit den Arbeitnehmern umgegangen wird. Es wird alles dem Markt und der Wirtschaft untergeordnet. Es sollten johe Bussen verteilt werden damit sich die Unternehmen sich entweder daran halten oder zusätzliches Personal einstellt.
  • Hope420 28.01.2020 08:16
    Highlight Highlight und das ist nur die Spitze des Eisberges!
  • ralck 28.01.2020 08:06
    Highlight Highlight Skandalös. Aber passieren wird leider nichts. Kein schmerzhafter Boykott, keine saftige Busse. Die Kassiererinnen und Kassierer werden wie der letzte Dreck behandelt.

    Hier müssten drastische Massnahmen ergriffen werden:
    – Auszahlung aller fehlbaren Stunden zu mind. 200%-Sätzen
    – letztjähriger Gewinn der Coop-Gruppe von 480 Mio. wird an die Angestellten mit weniger als 6000.– Netto-Lohn verteilt (als Entschuldigung)
    – Filialen, welche nicht innert 14 Tage für absolute Transparenz sorgen, dürfen max. noch von 8 bis 18.30 Uhr geöffnet haben.
    • samsam88 28.01.2020 08:45
      Highlight Highlight Der Neid regelt...
    • Liselote Meier 28.01.2020 10:05
      Highlight Highlight @samsam88; Was zum Geier hat dies mit Neid zu tun?

    • Maedhros Niemer 28.01.2020 11:01
      Highlight Highlight Ist es Neid, wenn die Mitarbeiter bemerken, dass das Unternehmen immer mehr Gewinn macht, die eigenen Arbeitsbedingungen aber immer schlechter werden?
      Wut, Unverständnis und ein bisschen Hilflosigkeit treffen es eher!
      Skandalös passt auch ganz gut!
      In der Schweiz herrscht Arbeitgeber- und Profitschutz, nicht Arbeitnehmerschutz.
      Ich hoffe irgendwann fliegt den Abzockern dies System um die Ohren - dann krachts aber richtig 👊
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  • Raembe 28.01.2020 07:53
    Highlight Highlight Bei Coop gibt es noch einige andere Probleme im Umgang mit Mitarbeitern, die aufgedeckt gehören.
    • Stehaufmännchen 28.01.2020 08:18
      Highlight Highlight Nicht nur dort. Sobald du im Verkauf arbeitest, bist du nichts wert. Coop, Migros, Valora usw.
      Überall viel leisten, wenig bis sehr wenig verdienen und ständig Überzeit.
    • DieFeuerlilie 28.01.2020 08:27
      Highlight Highlight Und was so?

      Nicht, dass ich dir nicht glaube, Raembe, aber ein oder zwei Beispiele würden deinem Kommentar Inhalt geben.
      So ist er leider nur komplett substanzlos, sorry..
    • Kruk 28.01.2020 09:04
      Highlight Highlight Und nicht nur bei Coop...
      Seit Jahren werden die von unseren Vorfahren mühsam erkämpften Rechte für Arbeitnehmer untergraben.
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