Wirtschaft
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epa07829897 Counterfeit money captured by the Criminal Investigation Police (PJ) in Operation Deep Money is diplayed at the Judicial Police Building in Lisbon, Portugal, 09 September 2019. In collaboration with EUROPOL, PJ has uncovered one of the largest European networks for counterfeit currencies. Five people were arrested and more than 1,800 counterfeit 50 and 10 euro banknotes seized.  EPA/MARIO CRUZ

Wegen Corona stecken die Euro-Länder tief in der Krise. Bild: EPA

Europa am Abgrund: «Die Covid-Rezession droht die Euro-Zone zu zerreissen»



Der EU-Währungskommissar Paolo Gentiloni hat die Staats- und Regierungschefs der EU aufgerufen, sich schnell auf einen Plan zum Wiederaufbau nach der Coronavirus-Krise zu einigen. Dies nahm der Italiener in einem Interview mit der Zeitung «Welt» vom Samstag vor.

«Wovor wir immer gewarnt haben, bestätigt sich jetzt: Die Covid-Rezession droht die Euro-Zone zu zerreissen», sagte er. Die neue EU-Konjunkturprognose zeige, dass die Coronavirus-Krise die wirtschaftlichen Unterschiede schneller verstärke als gedacht.

«Wovor wir immer gewarnt haben, bestätigt sich jetzt: Die Covid-Rezession droht die Euro-Zone zu zerreissen.»

Paolo Gentiloni

epa08531823 European Commissioner for Economy Paolo Gentiloni speaks during a media conference on the summer 2020 economic forecast at EU headquarters in Brussels, Belgium, 07 July 2020. Economic output in the euro zone could slump by 8.7 percent in 2020 due to the economic effects of the coronavirus crisis.  EPA/Virginia Mayo / POOL

Paolo Gentiloni. Bild: keystone

«Die Rezession wird tiefer als erwartet und die Länder im Euro-Raum entwickeln sich wirtschaftlich noch stärker auseinander als noch im Frühjahr prognostiziert», warnte Gentiloni. Doch falls die amtierende EU-Ratspräsidentin und deutsche Kanzlerin Angela Merkel einen Kompromiss vorantreibe, «können wir noch in diesem Monat eine Einigung erzielen».

Grosses Interesse sieht Gentiloni am Hilfsprogramm SURE, mit dem die Kommission den EU-Staaten 100 Milliarden Euro Kredite zur Finanzierung von Kurzarbeitsprogrammen bereitstellt. Frankreich, Deutschland und die Niederlande würden wohl keine Anträge einreichen. Doch es gebe Hinweise, dass zwei Drittel der Mitgliedstaaten dieses Programm nutzen wollten. «Wir haben für die Verteilung der Mittel keinen Schlüssel festgelegt, aber die 100 Milliarden sollten ausreichen», sagte Gentiloni. (sda/dpa)

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32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 13.07.2020 05:31
    Highlight Highlight Seit Anbeginn vor mehr als 20 Jahren sagten die Ökonomen, dass die europäische Währungsunion nicht funktionieren könne. In der heutigen Form ist der Euro eine wirtschaftliche Fehlkonstruktion.
  • Abendländer 12.07.2020 11:15
    Highlight Highlight Das Privatvermögen in allen sozialen Schichten ist in Italien doppelt so hoch wie in Deutschland. Schwarzarbeit und Steuervermeidung ist so hoch wie nirgends sonst. Die Steuerbelastung hingegen einiges tiefer als in Deutschland. Seit jeher ist Italien nicht in der Lage an sein rechtmässiges Steuersubstrat zu kommen.
    Deutschland soll zahlen und Italien finanzieren? Naiv genug wäre der deutsche Bürger. Werden wohl auch noch die hohle Hand der Franzosen bedienen so dass diese weiterhin mit 62 in Rente gehen können. Auch gehören die schwarzarbeitenden Rentner immer noch zur italienischen Kultur.
  • Black Cat in a Sink 11.07.2020 14:05
    Highlight Highlight Nur gemeinsam kann die EU bestehen, nur gemeinsam kann sie die Corona- und Wirtschaftskrise meistern. Tut die EU das nicht und jeder Staat denkt nur für sich, laufen alle ins verderben; alle! Auch die Schweiz. Was passiert, wenn keine Führung da ist und jeder tun und lassen kann, was er will, zeigt sich gerade sehr eindrucksvoll in den USA.
  • CalibriLight 11.07.2020 13:51
    Highlight Highlight Den Euro einzuführen war ein Riesenfehler. Es wäre für die EU besser, ihn wieder abzuschaffen. Die meisten Länder können die Vorgaben sowieso nicht einhalten, geraten unter Druck, andere Länder kaufen Euros um die Lage zu stabilisieren und die Währung künstlich hoch zu halten. Dieses Karussell kommt nicht gut. Griechenland war ein Beispiel. Und in Italien wäre es nicht besser.
  • TrustIssues 11.07.2020 11:59
    Highlight Highlight Die Artikel in denen steht, dass die Krise die EU zusammenschweisst oder eben auseinanderreisst wechseln sich ziemlich schön ab...

    Wenigstens die Hälfte davon wird in ein paar Jahren stimmen 👍
  • DerTaran 11.07.2020 11:03
    Highlight Highlight Totgesagte leben bekanntlich länger. Ich glaube Covid wird eines der Ereignisse sein, die die Prozesse und Institutionen der Eurozone letztendlich definieren.
  • GraveDigger 11.07.2020 10:05
    Highlight Highlight Nicht nur die EU wird davon betroffen sein. Das Schuldgeldsystem ist sowieso am Ende. Covid ist nicht der Auslöser sondern nur der Beschleuniger. Das es zum Crash kommt hat sich seit Jahren immer deutlicher abgezeichnet. Die masslose Gier in Politik und Wirtschaft und Banken wird mit einen harten Aufschlag gestoppt werden.
    Jede Epoche ist an Gier, Machtmissbrauch und Überheblichkeit untergegangen. Die Geschichte wiederholt sich immer.
    In den nächsten ein zwei Jahren zu einer Entwicklung kommt die wir in unseren kühnsten Albträumen nie vorstellen konnten. Die Götzen werden fallen.
    • Miimiip! aka Roadrunn_er 11.07.2020 10:27
      Highlight Highlight Leider hast du in dem Punkt das sich die Geschichte wiederholt recht. Die Menschheit lernt nicht aus der Vergangenheit 😔. Immer sind es dieselben Themen, Gier, Machtmissbrauch und Überheblichkeit. Sieht man sehr deutlich auch wenn man über den grossen Teich guckt nach 31/2 Jahren Trump. Denke Europa kann sich im Moment noch ein bisschen halten weil in den Staaten ein völlig idiotischer Präsident an der Macht ist und der Schaden noch grösser ist als in Europa. Wird sich aber ändern und dann sehe ich schwarz für die EU in der jetzigen Form ohne Reformen.

      Ps. Cooler Nick👍🏻
    • Faethor 11.07.2020 12:41
      Highlight Highlight So, und das weisst du woher?
    • GraveDigger 11.07.2020 15:25
      Highlight Highlight @Miimiip! aka Roadrunn_er
      Bevor Trump kam war Amiland am Ende. Die hatten ihre goldene Zeiten nach dem WW2. Haben sich dumm und dämlich verdient und wurden träg und vollgefressen. Man hat den Menschen beigebracht das man nicht zu arbeiten braucht und besser das Geld arbeiten lassen sollte. Nur haben die wenigsten begriffen das Geld keine Nägel einschlägt und Felder pflügt und keine Häuser baut und essen kann man es auch nicht. Sämtliche Präsidenten haben eine verschuldete Konsumgesellschaft ohne Wertschöpfung geschaffen und Millionnen Verlierer und eine Hand voll Gewinner produziert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sa5 11.07.2020 09:40
    Highlight Highlight Und es gibt doch tatsächlich Leute die behaupten die Zukunft der Schweiz liege in der EU.
    Schön das wir bald Rahmenverträge mit einem Scheintoten abschliessen.
    Schade das die Europäische Idee so kläglich scheitert. Gut gemeint heisst noch lange nicht gut gemacht.
  • Ökonometriker 11.07.2020 09:08
    Highlight Highlight Die Eurozone wird nicht durch Unterschiede zerrissen. Sie wird dadurch zerrissen, dass es keine Institution gibt, welche die fiskalische Disziplin ihrer Mitglieder überwacht und kontrollieren kann. Das schwächt das Vertrauen in die Währung Euro.

    Jede Lösung wäre besser als keine Lösung. Die Euroländer sollten sich dringend zusammenraufen und einen Kompromiss finden. Egal welche Lösung: Europa würde mittelfristig profitieren und der Euro könnte den USD als Reservewährung der Welt ernsthaft konkurrieren.
    • kuery vo züri 11.07.2020 13:14
      Highlight Highlight Die EU ist eine Erfindung aus Amerika. Europa wurde zu stark und muss geschwächt werden. Wenn sich die Amis nicht stärken können muss hald der Rest geschwächt werden. Das selbe mit Russland und China. Deutschland als Zugpferd der EU ist immer noch ein besetztes Land und nur Russland hat ihren Teil an die Deutschen Bürger zurück geben wollen. Geben wollen, und die Amis, Frankreich und England haben aus Dreiviertel neu Dreidrittel gemacht.
    • sa5 11.07.2020 13:19
      Highlight Highlight Die EU muss neu gegründet werden. Status quo ist eine Schuldenunion. Eine Institution die nicht mal einfache Ankündigungen wie die Abschaffung der Sommerzeit zur Tat werden lassen kann.
      Die Menschenrechte sind in der EU nicht garantiert. EU-Land Spanien ist Weltmeister bei der Inhaftierung von Musikern. Dazu kommen etliche politische Gefangene.
      Soll die EU eine Zukunft haben, dann hilft nur Auflösung und Neugründung. Zu Konditionen die alle in Europa erfüllen wollen und können.
      https://www.heise.de/tp/features/Spanien-ist-Weltmeister-bei-der-Inhaftierung-von-Musikern-4704884.html
  • De-Saint-Ex 11.07.2020 08:51
    Highlight Highlight Solches Geschwätz liegt wohl daran, dass er Italiener ist. Würde Italien, so wie seine nördlichen EU-Mitglieder Steuern eintreiben, wäre dieses Land nicht pleite... Covid19 hin oder her.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 11.07.2020 09:51
      Highlight Highlight Die Steuerkriminellen haben im Zentrum von Europa einen Partner, der ihnen jahrzehnte lang geholfen hat, Gelder vor der Regierung zu verstecken. Wie heisst dieses Land schon wieder... ich habe es vergessen. Liegt wohl am kollektiven Gedächtnisverlust, der sich breit macht, wenn das eigene Land selber nicht sauber ist.
    • Der Rückbauer 11.07.2020 13:49
      Highlight Highlight Morgenthaler: Luxemburg. Erinnerung: Juncker gegen Juncker. Er musste als Kommissionspräsident der EU seine eigenen Verfehlungen als Finanzminister von Luxemburg sanktionieren. - Aber eben: Wenn die Ganoven ganz oben sitzen, haben die Sparsamen nichts zu bestellen. In der EU ist jeder sich selbst der nächste. Nur die Notenpresse hält die EU noch zusammen, sonst nichts.
    • De-Saint-Ex 11.07.2020 14:13
      Highlight Highlight Morgenthaler... dann wäre Deutschland ja nicht besser dran.
      Rückbauer. Hat jetzt mit „Ganoven ganz oben in der EU“ nichts zu tun. Es ist nun hinlänglich bekannt, dass das Italienische Steuereintreiben vorsichtig ausgedrückt optimierungsbedürftig ist und dies nicht erst seit gestern. Ist halt bequemer in Brüssel anzuklopfen. War schon bei Griechenland so.
  • Telomerase 11.07.2020 08:40
    Highlight Highlight Eine Spaltung des Euros für die "reichen" und "armen" Länder wäre ökonomisch gar keine schlechte Idee. Beispielsweise profitiert Deutschlands Exportindustrie davon, dass der Euro gemessen an der Wirtschaftsleistung viel zu tief ist. Für Italien ist's gerade umgekehrt, italienische Exportprodukte leiden an einem Euro, der für Italiens Verhältnisse viel zu hoch ist.
    • who cares? 11.07.2020 13:03
      Highlight Highlight Das wäre evtl. ein Argument für die wirklich armen EU-Staaten im Osten. Italien gehört da nicht dazu. Ständig die eigene Währung abzuwerten, weil man die Staatsverschuldung durch reinen Unwillen nicht in den Griff bekommt sollte von keinem Land die längerfristige Strategie sein.
    • Liserl 11.07.2020 13:24
      Highlight Highlight Deutschland überrollt jetzt mit seinen billigen Waren die Industrie und Handelsfirmen der Südländer,die viel zu niedrigen Zinsen, lassen die Südländer fleissig deutsche Industrieprodukte kaufen,und keiner merkt was da wirklich abgeht ! Das ginge mit der DMark niemals, die wäre zu teuer, so sind die Deutschen eigentlich die Parasiten in der EU !
    • Der Rückbauer 11.07.2020 13:54
      Highlight Highlight Das wäre dann eben die EU-Kernzone: BRD, NL, DK, AUT, SWE, BEL GB, N und ....CH! Ein ziemlich gleichgepolter EWR. Himmel auf Erden äh in Europa.
  • Abendländer 11.07.2020 08:23
    Highlight Highlight Euro-Zone zu zerreissen ?? Na und ? Wo ist hier ein Verlust ? Was hat die Euro-Zone ausser Ärger und Geldvernichtung bis Anhin gebracht. Kriegsverhinderung ? Na ja, da reichen auch 2 Tafeln mit den 10 Geboten. Ah ja richtig, EUZ braucht Parlamentarier, Abgeordnete, Richter und sonstige Clowns und hat somit Arbeitsplätze geschaffen für Leute die sonst nirgends zu brauchen sind. Also EUZ weiter so !!! :-)
  • elco 11.07.2020 08:20
    Highlight Highlight Es ist keine Corona-Krise. Es ist eine Corona-Massnahmen-Krise.
    Corona bedroht uns als Menschheit nicht, die von uns getroffenen Massnahmen hingegen schon.
    • RicoH 11.07.2020 13:16
      Highlight Highlight Ooooke. Und Schuld an der "Corona-Massnahmen-Krise" ist natürlich Bill Gates (ich wusste schon von Anfang an, dass der die Finger darin hat) – oder Aliens, die von Hulk gerufen wurden...
    • elco 11.07.2020 13:42
      Highlight Highlight @RicoH, nein wir Bürger.
  • Der Rückbauer 11.07.2020 08:15
    Highlight Highlight Nur noch die Notenpresse hält die EU zusammen.
  • rodolofo 11.07.2020 08:13
    Highlight Highlight "Die geizigen Vier" müssten über ihren Schatten springen.
    Erfreulicherweise gehören Wolfgang Schäuble und Mutti dieses Mal nicht zum Club der "Geiz ist geil! - Schnäppchenjäger"!
    Grosszügig sein gegenüber den Banken und gegenüber Multinationalen Konzernen können alle Länder der Europäischen Union ja schon sehr gut!
    Jetzt den letzten, ganz kleinen Schritt auch noch gehen und auch mal grosszügig zu den "KLEINEN LEUTEN" sein!
    Oder fehlt das Geld dazu?
    Ooon! Was für ein Jammer aber auch!
    Der "Militärisch-Industrielle Komplex" hat schon alle Steuergelder verbraten und verböllert...
  • ruvos 11.07.2020 08:03
    Highlight Highlight Die Mafia freut sich schon auf das viele frisch gedruckte Geld😂
  • benn 11.07.2020 07:48
    Highlight Highlight Na ja, die italiener und franzosen brauchen mal wieder dringend geld und deutschland und holland sollen gefälligst zahlen. Kennen wir ja, die deutschen tun mir langsam leid, wie lange lässt sich das volk wohl noch so ausnehmen bevor es wieder einmal kracht? Während die italiener kaum steuern zahlen und viel privatbesitz aufweisen!

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