Wirtschaft
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ABB mit deutlich weniger Aufträgen und Umsatz im zweiten Quartal



ARCHIVBILD ZU QUARTALSZAHLEN DES TECHNOLOGIEKONZERNS ABB --- Ltd. company's annual shareholder meeting in Zurich, Switzerland, Thursday, May 02, 2019. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: KEYSTONE

Für den Industriekonzern ABB ist das zweite Quartal 2020 – wie im April angekündigt – wegen der Corona-bedingten Wirtschaftsflaute sehr schwierig gewesen. Dies zeigt sich nicht nur bei Umsatz und Auftragseingang, welche beide zweistellig zurückgefallen sind, sondern auch am Einbruch des operativen Gewinns.

Der Auftragseingang sackte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 18 Prozent auf 6.05 Milliarden US-Dollar markant ab; auf vergleichbarer Basis resultierte ein Minus von 14 Prozent, wie ABB am Mittwoch mitteilte. Am meisten zu leiden hatten die Divisionen Robotik & Fertigungsautomation (-25%) und Industrieautomation (-17%). Der Umsatz kam auf bereinigter Basis um 10 Prozent auf 6.15 Milliarden zurück.

Die Covid-19-Pandemie habe das Ergebnis im zweiten Quartal wie erwartet deutlich beeinträchtigt, wird CEO Björn Rosengren in der Mitteilung zitiert. Man habe sich darauf fokussiert, die Kosten zu senken, und damit die Widerstandsfähigkeit erhöht.

Antriebstechnik hielt sich besser als erwartet

Der operative Gewinn vor Abschreibungen (EBITA) brach auf vergleichbarer Basis um 20 Prozent auf 651 Millionen US-Dollar ein, während die entsprechende Marge auf 10.6 von 11.5 Prozent im Vergleichsquartal zurückging. Sie lag damit über der Marge vom ersten Quartal mit 10.2 Prozent. Besser abgeschnitten als erwartet hat insbesondere der Geschäftsbereich Antriebstechnik.

Der neue CEO Björn Rosengren hatte anlässlich seines ersten öffentlichen Auftritts vor den Medien im Juni noch herausgestrichen, dass bei ABB in Zukunft Stabilität und Profitabilität vor Wachstum gestellt würden. Er sei nicht glücklich, ehe die Marge 15 Prozent erreicht habe.

Das Konzernergebnis war mit 319 Millionen Dollar deutlich höher als im Vorjahr mit 64 Millionen. Allerdings wurde im zweiten Quartal 2019 eine Sonderbelastung wegen des Verkaufs des Solarwechselrichtergeschäfts in Höhe von 455 Millionen verbucht.

Damit hat ABB die Erwartungen der Analysten klar übertroffen. Der AWP-Konsens für den Auftragseingang lag bei 5.76 Milliarden, für den Umsatz bei 5.59 Milliarden und für den EBITA bei 462 Millionen Dollar.

Mit Blick nach vorne bleibt ABB weiter vorsichtig. Die operative Margen würden sich im Q3 stabilisieren, hiess es zum Ausblick. Der Umsatz dürfte sich dagegen frühestens im vierten Quartal etwas erholen. (sda/awp)

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