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US-Soldat wettete mit Geheimwissen bei Polymarket auf Maduro-Aktion

epaselect epa12878202 A person holds up a picture of ousted Venezuelan President Nicolas Maduro as people rally to mark the 20th anniversary of the Organic Law of Communal Councils in Caracas, Venezue ...
Protest Ende März in Caracas: Maduro wurde Anfang Januar von US-Truppen in der venezolanischen Hauptstadt festgenommen und nach New York entführt.Bild: keystone

Klage: US-Soldat wettete im Internet mit Insider-Wissen auf Maduro-Entführung

Die Online-Wette wurde auf dem auf Kryptowährung basierenden US-amerikanischen Prognosemarkt Polymarket platziert.
24.04.2026, 05:4224.04.2026, 08:53

Ein US-Soldat hat laut Vorwürfen von Ermittlern auf einer Vorhersage-Plattform über 400'000 Dollar mit geheimem Wissen über Pläne zur Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro verdient. Der 38-Jährige war dem US-Justizministerium zufolge an der amerikanischen Militäraktion Anfang Januar beteiligt.

Der Soldat nutzte demnach seine Informationen auf der Plattform Polymarket, auf der man nach dem Prinzip von Börsenkontrakten Wetten auf das Eintreten bestimmter Ereignisse abschliessen kann.

Der Soldat setzte der Klageschrift zufolge gut 33'000 Dollar unter anderem darauf, dass Maduro Ende Januar nicht mehr im Amt sein werde und zugleich US-Truppen in Venezuela eingesetzt würden. Das habe ihm knapp 410'000 Dollar eingebracht.

Rätselraten seit Januar

Die verdächtig erfolgreiche Wette hatte gleich im Januar Aufsehen erregt. Mit der Anklage könnte das Rätsel gelöst sein, welcher Insider dahintersteckte. Dem Soldaten wird unter anderem vorgeworfen, Regeln gegen den Einsatz nicht öffentlicher Regierungsinformationen für Geschäfte verletzt zu haben. Ihm droht in der Spitze eine jahrzehntelange Haft.

Der Klageschrift zufolge schleuste der Soldat seinen Gewinn über ein Kryptowährungs-Konto im Ausland – und beantragte bei Polymarket auch die Schliessung seines Accounts, um seine Identität zu verschleiern.

Umstrittene Plattformen

Die Vorhersage-Plattformen Polymarket und Kalshi sind in den USA gerade umstritten. Einige Bundesstaaten versuchen, solche Angebote wie Wett-Dienste zu regulieren. Die Handelsaufsicht CFTC beharrt dagegen darauf, dass es sich dabei eher um Börsen handelt, und sieht sich in der Zuständigkeit. Die CFTC (Commodity Futures Trading Commission) zog auch gegen den Soldaten vor Gericht.

Maduro war Anfang Januar von US-Truppen in der Hauptstadt Caracas festgenommen und nach New York ausgeflogen worden. Dort ist er unter anderem wegen des Vorwurfs des «Drogenterrorismus» angeklagt.

(sda/dpa)

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Das ist Nicolas Maduro
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Das ist Nicolas Maduro

Seinen letzten Auftritt hatte Nicolás Maduro am Donnerstag. In der Nacht auf Samstag, den 3. Januar, wurde er von den USA entführt.

quelle: keystone / miguel gutierrez
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Venezuela hungert und Maduro lässt eine Brücke sperren
Video: srf
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