Wirtschaft
Digital

OpenAI gibt 2026 50 Milliarden US-Dollar für Rechenleistung aus

Sam Altman, center, and OpenAI president Greg Brockman, right, arrive at the U.S. District Court in Oakland, Calif., Thursday, April 30, 2026. (AP Photo/Godofredo A. Vásquez)
Sam Altman,Greg Brockman
Sam Altman (l.) und Greg Brockman beim Eintreffen vor Gericht.Bild: keystone

OpenAI gibt 2026 angeblich 50 Milliarden US-Dollar für Rechenleistung aus

Der ChatGPT-Entwickler OpenAI wird allein in diesem Jahr Unsummen für Rechenleistung ausgeben, wie ein Co-Gründer im Rahmen eines Gerichtsverfahrens verriet.
06.05.2026, 07:2006.05.2026, 08:05

Der amerikanische IT-Manager Greg Brockman nannte die 50 Milliarden Dollar im Zeugenstand – im Prozess zu einer Klage, die Tech-Milliardär Elon Musk gegen OpenAI führt.

Musk war einst bei der Gründung von OpenAI dabei gewesen. Nun wirft er den Mitgründern Sam Altman und Greg Brockman vor, sie hätten entgegen ursprünglichen Verabredungen OpenAI in ein auf Profit ausgerichtetes Unternehmen umgewandelt und damit «eine wohltätige Organisation gestohlen». Sie weisen das zurück.

Brockman nannte die bisher nicht öffentlich bekannte Zahl bei der Befragung durch seine Anwältin. Der Betrag illustriert, wie viel Geld KI-Firmen für Betrieb und Entwicklung ihrer Software ausgeben – während die Technologie erst noch am Anfang steht. OpenAI hat für die nächsten Jahre Investitionen von insgesamt mehr als einer Billion Dollar in Infrastruktur für Künstliche Intelligenz angekündigt.

Streit um OpenAI-Struktur

OpenAI wurde mit dem Ziel gegründet, im Interesse der Menschheit an Künstlicher Intelligenz zu forschen. Musk behauptet, dass unter der Aufsicht von Altman und Brockman inzwischen der gesamte Wert von OpenAI stattdessen in einem auf Gewinn ausgerichteten Teil konzentriert sei. OpenAI kontert, dass die Kontrolle weiterhin beim Non-Profit-Kern liege. Die Gründung einer zusätzlichen gewinnorientierten Firma sei notwendig gewesen, um die nötigen Milliarden-Investitionen zu stemmen.

Der Anwalt der Musk-Seite unterstellte Brockman bei der Befragung Gier und verwies unter anderem auf einen Eintrag in dessen Tagebuch, in dem dieser über einen Weg zu einem Milliardenvermögen zu sinnieren schien. Brockman seinerseits sagte, Musk habe die volle Kontrolle über den gewinnorientierten Teil von OpenAI angestrebt, weil er 80 Milliarden Dollar für den Bau einer Stadt auf dem Mars gebraucht habe.

ChatGPT ist der Chatbot, der vor über drei Jahren den aktuellen Hype um Künstliche Intelligenz ausgelöst hatte. Inzwischen hat OpenAI starke Konkurrenz unter anderem von der KI-Firma Anthropic und Google. Musk ist ebenfalls ein Rivale mit seinem KI-Entwickler xAI.

Greg Brockman ist 38-jähriger, studierter Informatiker und IT-Unternehmer, der vor allem als Mitbegründer und Präsident von OpenAI Bekanntheit erlangt hat. Er und seine Frau Anna gelten als einflussreiche Trump-Unterstützer.

1 / 26
Die verrückte Geschichte von OpenAI und ChatGPT

ChatGPT hat die Welt im Sturm erobert. In dieser Bildstrecke erfährst du, wie aus der Non-Profit-Organisation ein Milliardenbusiness wurde. Und wir erinnern an die technischen Meilensteine, die schliesslich zur bahnbrechenden Technologie führten.

quelle: shutterstock
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Quellen

  • Nachrichtenagenturen SDA/DPA

(dsc)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Tiere, die so unfotogen wie du sind
1 / 31
Tiere, die so unfotogen wie du sind
Bild: via tumblr
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Reportage: Wie die Ukraine (verletzte) Veteranen wieder fit für den Arbeitsmarkt macht
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
Digitale Gesellschaft bezeichnet Bundesrat als «Geisterfahrer» – das steckt dahinter
Trotz heftiger Kritik aus allen Teilen der Gesellschaft will das zuständige Departement offenbar die digitale Massenüberwachung ausbauen. Ein von der «Republik» geleakter Entwurf bringt die Gemüter zum Kochen.
Die Techjournalistin Adrienne Fichter sorgte am Donnerstag mit einem neuen Enthüllungsbericht für Aufsehen. Im «Republik»-Magazin berichtete sie über ein bislang geheimes Dokument des Bundes, das zeigen soll, wie der Bund trotz massiver Kritik aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft am Ausbau des Überwachungsapparats festhalten will.
Zur Story