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Krypto-Blog

Blockchain-Massaker: Start-ups im Zuger Crypto Valley verlieren die Hälfte ihres Werts

Die Marktbewertung der 50 grössten Schweizer Blockchain-Unternehmen hat sich innerhalb von drei Monaten mehr als halbiert. Ausserdem gibt es immer mehr Zweifel am Potenzial der Blockchain. Doch die Branche zeigt sich kämpferisch.

Maurizio Minetti / ch media



Nach einem lange andauernden Hype sind 2018 die meisten Kryptowährungen ins Bodenlose abgestürzt. Analog dazu mussten in den letzten Monaten einige Krypto-Unternehmen wie zum Beispiel die Zuger Wechselstube Shapeshift oder der ebenfalls in Zug ansässige Krypto-Schürfer Bitmain Stellen streichen oder ihre Strategien anpassen. Diese allgemeine Ernüchterung wird in der Branche «Krypto-Winter» genannt.

Muenzen der Bitcoin Waehrung, virtuelles Geld, aufgenommen am Freitag, 10. Jaunuar 2014 in der ETH in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

20 Milliarden Franken sollen die 50 grössten Schweizer Blockchain-Unternehmen noch wert sein.  Bild: KEYSTONE

Der Einbruch der Kryptowährungen drückt auch auf die Bewertung dieser Start-ups, die sich mit Kryptowährungen finanzieren.

Ein Report des Beratungsunternehmens PwC in Zusammenarbeit mit der Zuger Blockchain-Beteiligungsgesellschaft CV VC und dem IT-Dienstleister Inacta zeigt, dass die Marktbewertung der 50 grössten Schweizer und Liechtensteiner Blockchain-Unternehmen vom dritten zum vierten Quartal 2018 von 44 auf 20 Milliarden US-Dollar gesunken ist. Über die Hälfte dieser Unternehmen hat ihren Sitz im Kanton Zug, wo in den letzten Jahren das Crypto Valley entstanden ist.

Einhornstatus futsch

Noch im Herbst zählte das Crypto Valley mit Xapo, Bitmain, Cardano, Dfinity und Ethereum fünf Unternehmen oder Projekte, die eine Bewertung von einer Milliarde US-Dollar erreicht hatten. Solche hoch bewerteten Start-ups nennt man «Einhörner», weil sie so selten sind wie der Legende nach die Fabelwesen. Gemäss der neusten Analyse gehört der Zahlungsdienstleister Xapo nun aber nicht mehr zu diesem illustren Kreis, der von den USA nach Zug zog.

Obschon die Bewertungen der Firmen aus dem Crypto Valley massiv eingebrochen sind, hat sich die Anzahl der Schweizer Unternehmen, die mit der Blockchain-Technologie arbeiten, im gleichen Zeitraum von 629 auf 750 erhöht. Das entspricht einem Wachstum von fast 20 Prozent gegenüber der letzten Erhebung per Ende September 2018. Insgesamt beschäftigt die Branche in der Schweiz und in Liechtenstein rund 3300 Mitarbeitende. Die Daten stammen aus CV Maps, einem von CV VC unterhaltenen Online-Verzeichnis der Blockchain-Firmen in der Schweiz und in Liechtenstein.

Blockchain zu unpraktisch?

«Der Report zeigt, dass sich Unternehmen, die Blockchain-basierte Anwendungen und Infrastrukturlösungen entwickeln, halten konnten. Und dass es eine beeindruckende Anzahl neuer Startups mit innovativen Anwendungsfällen an die Spitze geschafft haben», lässt sich der Chef von CV VC, Mathias Ruch, in einer Mitteilung zitieren. Ralf Glabischnig von Inacta beobachtet zudem «verstärkte Aktivitäten der Grossunternehmen, die mit eigenen Projekten oder Start-up-Investments in den Blockchain-Markt einsteigen.»

Allerdings gab es in den letzten Monaten auch Anzeichen, dass Blockchain-Projekte nicht immer die erhoffte Effizienzsteigerung bringen. Für Aufsehen sorgt dieser Tage eine McKinsey-Studie, die aufgezeigt hat, dass die Blockchain zu komplex und für viele Anwendungen gar nicht erforderlich ist.

Kurz davor war die US-amerikanische Behörde für Entwicklungszusammenarbeit (Usaid) nach der Analyse von 43 Blockchain-Projekten zum Schluss gekommen, dass es keinerlei Beweise für den Erfolg auch nur einer der Lösungen gibt. (aargauerzeitung.ch)

Kryptoindustrie kann Stromversorgung an ihre Grenzen bringen

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • djangobits 26.01.2019 08:10
    Highlight Highlight Der Artikel ist eigentlich gut und ausgewogen. Titel und Zwischentitel sind allerdings lachhaft reisserisch. Wer die Blockchain Szene seit Jahren beobachtet, sieht überall Fortschritte und weiss auch, das Blockchain kein Mittel für jedes Problem ist. Dass das Jahr 2017 komplett überhyped war, ist mittlerweile jedem klar.
  • Papa la Papp 25.01.2019 08:18
    Highlight Highlight UND
    demnächst im Kino:
    Ich bau mein Schloss auf Sand.
    In den Hauptrollen:
    Prinz Einhorn
    und
    Robert DeNutzlos
    Eine Produktion von DeVerschwenibus Films
    😂
  • Raphael Conca 25.01.2019 07:16
    Highlight Highlight Blockchain eignet sich nur für sehr spezifische Anwendungen.
    Ansonsten sind konventionelle verteilte Datenbank Lösungen effektiver.
    Überall wo gegenseitiges Vertrauen in Transaktion lückenlos nachvollziehbar sein muss, ist Blockchain im Vorteil.
    Hier haben Master Slave Lösungen in verteilten Umgebungen ein Manko, da es von der korrekten Administration Dritter abhänget, dass alle Datenbanken dieselben Transaktion aufweisen. In der Praxis entstehen viele Fehler. Und ein Audit gestaltet sich ungleich komplizierter.
    • Madison Pierce 25.01.2019 10:57
      Highlight Highlight Richtig. Es vielfach wurde die Blockchain als Lösung für Sachen angepriesen, für die sie nicht ideal ist.

      Ein Beispiel aus einem Vortrag eines Blockchain-Unternehmers: "Firma X sterilisiert Produkte nach der Herstellung. Damit die Kunden sicher sein können, dass ihr Produkt steril ist, legt man das Datum und die Seriennummer in die Blockchain."

      Aber: da hätte eine normale Datenbank auch gereicht. Begründung: wenn man dem Ersteller der Daten nicht traut, hilft die Blockchain nicht. Man kann auch dort Produkte als steril eintragen, die es nicht sind.
  • sunshineZH 25.01.2019 07:13
    Highlight Highlight Abwarten und Tee trinken :)

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