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epa06407080 A Bitcoin is pictured in Duesseldorf, Germany, 27 December 2017. Wild swings in the price of bitcoin took a pause, after it temporarily dropped to 10,800 US dollar. The cryptocurrency's value plummeted by nearly a third last week, and was dealt another potential blow when the Israeli Securities Agency said it would bar companies trading in bitcoin from operating on the Tel Aviv stock exchange and investigate how to regulate the digital currency because of concerns about volatile prices.  EPA/SASCHA STEINBACH

Hat ihren Glanz verloren: Die Kryptowährung Bitcoin. Bild: EPA/EPA

Gründer tot, Passwort futsch: Kryptobörse kann 190 Millionen Dollar nicht auszahlen 

Der Gründer der kanadischen Kryptobörse QuadrigaCX starb in Indien – und hat niemandem das Passwort zu seinem «Kühlschrank» verraten.



Die kanadische Kryptobörse QuadrigaCX kann Kryptowährungen und Fiat Money im Wert von 190 Millionen Dollar nicht zurückzahlen. Das meldet das Onlineportal Gizmodo. Als Grund für die Pleite wird angeführt: Der 30-jährige Gründer Gerald Cotton ist überraschend in Indien verstorben, ohne dass er jemandem das Passwort zu seinem Kryptosafe verraten hat.

Wer mit Bitcoin, Ether oder anderen Kryptowährungen handelt, der weiss, er muss das Passwort seines Wallets sehr sorgfältig aufbewahren. «Am besten ist, den Private Key auf drei oder vier verschiedenen Papieren zu notieren und diese dann an verschiedenen Orten zu lagern», rät beispielsweise Julian Hosp in seinem Buch «Kryptowährungen».

Der «Kühlschrank» lässt sich nicht öffnen

Gerald Cotten hat diesen Ratschlag offenbar in den Wind geschlagen. Das hat nun schlimme Folgen für seine Witwe Jennifer Robertson. Cotton ist nämlich im Dezember während eines Indien-Trips überraschend verstorben. Offenbar hat er niemandem sein Passwort für den «Kühlschrank» seiner Börse verraten. Darin ist ein Schatz in der Höhe von rund 190 Millionen Dollar gelagert, und zwar in verschiedenen Kryptowährungen und Fiat Money.

Weil sie keinen Zugang zu diesem Geld hat, musste Jennifer Robertson Bankrott beim Obersten Gericht der kanadischen Provinz Nova Scotia einreichen. Gemäss Gizmodo besitzt die Kryptobörse Bitcoins der verschiedensten Art in der Höhe von 147 Millionen Dollar. Sie befinden sich in dem «Kühlschrank».

Robertson gibt an, sie besitze zwar den Laptop ihres verstorbenen Gatten, aber nicht das Passwort zum «Kühlschrank». Die angefragten Techniker seien nicht in der Lage, das Passwort zu knacken.

Rätseltod in Indien

Ob diese Darstellung den Tatsachen entspricht, ist nicht über jeden Zweifel erhaben. Es gibt sogar Zweifel an Cottons Tod. Die Witwe will zwar eine Bescheinigung des Todes ihres Gatten haben, doch offizielle Stellen bestätigen bloss, dass ein Kanadier in Indien verstorben ist, ohne seine Identität preiszugeben.

Ebenfalls nicht wirklich vertrauenserweckend ist die Tatsache, dass die kanadische Imperial Bank of Commerce vor rund einem Jahr Vermögenswerte der QuadrigaCX eingefroren hat. Grund: Unregelmässigkeiten in der Abwicklung von Zahlungen.

Wie auch immer. Die Moral von der Geschichte für uns Normalsterbliche lautet: Wer sich auf Kryptowährungen einlässt, braucht nicht nur Nerven aus Stahl – sondern auch ein Gedächtnis wie ein Elefant. (pl)

Bitcoin-Millionär schmeisst Geld von Hochhaus

Video: watson/nfr

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