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Ricardo.ch geht an Tamedia

Ricardo.ch hat einen neuen Eigentümer.
Ricardo.ch hat einen neuen Eigentümer.Bild: screenshot
Für 240 Millionen Franken

Ricardo.ch geht an Tamedia

10.02.2015, 06:3710.02.2015, 10:57

Der Medienkonzern Tamedia kauft den Internetmarktplatz Ricardo, zu dem unter anderem die Auktionsplattform Ricardo.ch, das Onlineshoppingportal Ricardoshops.ch und die Kleinanzeigenseite Olx.ch gehören. Der Kaufpreis für das Unternehmen beträgt 240 Mio. Franken.

Bei Ricardo arbeiten rund 190 Mitarbeitende in der Schweiz. Zudem gehört ein 30-köpfiges Entwicklerteam in Frankreich zum Unternehmen mit Sitz in Zug, wie Tamedia am Dienstag mitteilte. Die Transaktion muss noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden. Bisherige Besitzerin war die südafrikanischen Naspers Gruppe. 

2014: 40 Millionen Franken Umsatz

Ricardo.ch ist der grösste Schweizer Online-Marktplatz. Sie erzielte 2014 einen Umsatz von rund 40 Mio. Franken. Laut Tamedia zählt die Plattform 2,3 Millionen Mitglieder. Pro Tag wechseln nach früheren Angaben im Schnitt 20'000 Artikel den Besitzer. 

Der Warenumsatz beläuft sich auf 660 Mio. Fr. pro Jahr. Umsatzstärkste Kategorien sind Fahrzeuge, Haushalt & Wohnen sowie Handwerk & Garten. Am meisten Angebote gibt es in den Kategorien Kleidung & Accessoires, Haushalt & Wohnen sowie Sammeln & Seltenes. 

Total befinden sich rund 700'000 Angebote auf Ricardo.ch sowie über 2,5 Millionen Markenartikel auf dem erst im September 2014 lancierten Neuwaren-Kanal Ricardoshops.ch. Hinzu kommen rund 100‘000 Fahrzeuge und 40‘000 Fahrzeug-Zubehörartikeln auf Autoricardo.ch.

Die Wurzeln von Ricardo reichen auf die 1999 in Baar ZG gegründete Plattform Auktion24.ch zurück. Diese wurde im Jahr 2000 von Ricardo.de übernommen. Mit dem Kauf von Ricardo.de durch Naspers wurde im Jahr 2008 auch Ricardo.ch Teil des südafrikanischen Medienunternehmens. (trs/sda)

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5 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Mäsee
10.02.2015 07:07registriert Juli 2014
Wieso muss dieses Tamedia alles kaufen?
Die haben schon fast alle Medien aufgekauft, ich hoffe Watson wird immer unabhängig bleiben!
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«Die Schweiz, die die Initianten im Kopf haben, gibt es nicht mehr»
Die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» will das Bevölkerungswachstum deckeln. Ein Demografie-Experte sieht kein Platz-, sondern ein Planungsproblem. Und ruft dazu auf, die Identität der Schweiz neu zu denken.
Herr Lerch, die Schweiz stimmt am 14. Juni über die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» ab. Wie entwickelt sich die Schweizer Bevölkerung?
Mathias Lerch: Die Schweizer Bevölkerung hat ein moderates Wachstum von etwa einem Prozent pro Jahr. Im europäischen Vergleich liegt sie damit im höheren Bereich. Aber nicht nur die Schweizer Bevölkerung wächst. Die Schweiz befindet sich auf einer europäischen Wachstumsinsel, zu der auch Norditalien, Süddeutschland und Ostfrankreich mit ihren wirtschaftlichen Zentren wie Milano, Stuttgart und Lyon gehören. Diese Insel ist ein demografisches und ökonomisches Powerhouse.
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