Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07991626 Tesla CEO Elon Musk attends the awarding ceremony of 'Das Goldene Lenkrad' (lit. the Golden Steering Wheel) in Berlin, Germany, 12 November 2019. For the 43rd time, the weekly 'BILD am SONNTAG' and the European AUTO BILD Group award the Europe's most important car prize - 'The Golden Steering Wheel'.  EPA/CLEMENS BILAN

Elon Musk am Dienstagabend bei der Verleihung des «Goldenen Lenkrads». Bild: EPA

Tesla gründet Fabrik bei Berlin – Twitter-Nutzer lachen über Berliner Flughafen



Selten hat die Ankündigung einer neuen Fabrik in Deutschland ein derart grosses Medienecho ausgelöst: Am späten Dienstagabend verkündete Tesla-Boss Elon Musk bei der Verleihung des «Goldenen Lenkrads», dass seine erste europäische Grossfabrik im Umland von Berlin gebaut werden soll.

Musk erklärte, dass die Fabrik bei Berlin voraussichtlich Ende 2021 in Betrieb gehen solle. Der Tesla-Chef konnte sich einen Seitenhieb gegen die Betreiber des Berliner Flughafens nicht verkneifen: «Wir werden definitiv ein höheres Tempo vorlegen müssen als der Flughafen.»

In dasselbe Holz schlugen auch zahlreiche Berliner und andere Spötter des ohnehin schon am Boden liegenden Flughafens:

Auch Der Postillon gab natürlich seinen Senf dazu ...

Andere witzelten lieber über die Berliner Mietpreise:

Auch der erstaunte Gesichtsausdruck von Barbara Schöneberger bei Musks Verkündung sorgte für Schmunzler:

Neben Brandenburg waren auch andere Bundesländer im Gespräch um die heissbegehrte Tesla-Fabrik, die der Region rund 7000 Arbeitsplätze bescheren soll. Etwa das Saarland und Niedersachsen.

Nach «Tagesspiegel»-Recherchen handelt es sich bei dem Standort um eine potenzielle Industriefläche im brandenburgischen Grünheide im Landkreis Oder-Spree südöstlich von Berlin, die bereits einmal im Rennen für die Ansiedlung eines BMW-Werkes war. Brandenburgs Regierungssprecher bestätigte dies nicht. Details zum konkreten Standort wolle Tesla bekannt geben, sagte er.

In Europa montierte Tesla bisher in den Niederlanden einige Fahrzeuge der teureren Modellreihen S und X. Musk stellte aber wiederholt klar, er sehe die Zukunft der Firma vor allem im Model 3 und im Model Y.

Wie Elon Musk mit Tesla durchstartete

Tesla ist ein Vorreiter bei der Elektromobilität, kämpfte aber angesichts teurer und verzögerter Produktions-Anläufe bei neuen Modellen immer wieder mit hohen Verlusten. Zugleich wird praktisch nach jeden Quartalszahlen der Firma diskutiert, ob die Nachfrage nach Elektroautos generell stark genug ist, um Musks ambitionierte Wachstumspläne zu tragen. Auch zeichnet sich wachsende Konkurrenz aus China ab, wo Elektrofahrzeuge massiv vom Staat gefördert werden.

Die Ansiedlung der Fabrik in Deutschland hat auch symbolische Kraft. Tesla wagt sich ins Heimatland der deutschen Premium-Autobauer, die oft um dieselben Käufer-Schichten kämpfen - so kommt das Model 3 als direkter Gegenspieler von BMWs 3er-Reihe daher. Die Deutschen sind gerade auch dabei, ein breiteres Angebot an Elektro-Fahrzeugen auf die Beine zu stellen. Tesla kaufte vor drei Jahren den deutschen Maschinenbauer Grohmann, der auf Fertigungslinien spezialisiert ist.

(pb/ mit dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die meistverkauften Elektroautos der Welt 2018

Sich selber ein Elektroauto bauen?

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Teslas Model 3 schlägt in der Schweiz voll ein – und stürmt die Auto-Verkaufscharts

Der Automarkt schrumpft in der Coronakrise, doch Elektroautos und insbesondere Tesla sind gefragt wie nie zuvor.

Teslas Model 3 war im September mit Abstand das meistverkaufte Auto in der Schweiz – wohlverstanden von allen Autos und nicht nur E-Autos. Knapp 900 Model 3 wurden neu zugelassen. Insgesamt kamen während eines Monat 1144 neue Teslas auf Schweizer Strassen. Allein das Model 3 verkaufte sich beinahe doppelt so oft wie der seit Jahren beliebte Familienwagen Škoda Octavia, der auf Platz 2 der Monatsrangliste verdrängt wurde. Mit Renaults Zoe und VWs brandneuem ID.3 landeten im September zwei …

Artikel lesen
Link zum Artikel