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Malerische Umgebung: das Kloster Trisulti in der Nähe von Rom. bild: screenshot youtube.

Warum Steve Bannon ein italienisches Kloster gepachtet hat

Trumps ehemaliger Chefstratege will in der Nähe von Rom eine Kaderschule für Nationalisten gründen. Er sieht sich als Heilsbringer der europäischen Rechtsradikalen und als Retter des jüdisch-christlichen Abendlandes.



Die neue Rechte will bei den kommenden Wahlen für das europäische Parlament den Durchbruch schaffen. Eifrig werden Allianzen zu diesem Zweck gegründet: Lega-Chef Matteo Salvini trifft sich mit Ungarns Premier Viktor Orban. Heinz-Christian Strache, der Chef der österreichischen Rechtsaussenpartei FPÖ, pilgert ebenfalls nach Budapest.

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Steve Bannon schaut sich in der Bibliothek des Klosters um. bild screenshot youtube.

Auch ein Amerikaner glaubt, dass seine Stunde gekommen sei: Steve Bannon. Der ehemalige Wahlkampfmanager und kurzzeitige Chefstratege Trumps sieht sich in der Rolle eines Heilsbringers der europäischen Rechten.

«Im Vorfeld der europäischen Wahlen versucht Bannon, sich als Hohenpriester des Populismus zu etablieren», schreibt die «Financial Times». «Er will die Nationalisten zu einer einheitlichen Opposition gegen Immigration, progressive Werte und die EU zusammenschweissen.»

Bannon ist überzeugt, dass die jüdisch-christlichen Werte von der Achse China-Persien-Türkei bedroht sind. Den neuen Barbaren und Moslems aus dem Morgenland will er daher mit einer rechtsradikalen Front die Stirn bieten und so das Abendland vor dem Untergang bewahren.

Eine Bewegung braucht geschulte Kader. Das sieht auch Bannon so. Deshalb hat er in der Nähe von Rom die Klosteranlage Trisulti gepachtet. Das Kloster gehört dem italienischen Staat, ist aber seit Jahren unbewohnt.

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Bannon und das Kloster Trisulti werden in diesem Video vorgestellt. Video: YouTube/DW News

Bannon ist es gelungen, über den Umweg eines erzkatholischen Vereins namens Dignitatis Humanae Institute, das Kloster für die Dauer von 19 Jahren zu mieten. Vorsitzender dieses Vereins ist der Engländer Benjamin Harnwell. Dabei soll es sich jedoch um einen Strohmann handeln. Der starke Mann im Hintergrund ist neben Bannon der ultrakonservative US-Kardinal Raymond Burke.

Was verspricht sich Bannon von seiner Akademie? «Komm in ein paar Jahren zurück und du wirst rund 100 Studenten und 20 bis 25 Lehrer sehen», sagt er gegenüber einer Reporterin der «Financial Times». «Ein paar von ihnen werden ihren Kurs bereits abgeschlossen haben und in den Medien, in politischen Kampagnen oder als leitende Angestellte in der Regierung tätig sein.»

Bannon hat sehr konkrete Vorbilder: Beatrix von Storch von der AfD beispielsweise oder Shooting Star der österreichischen Politik, Kanzler Sebastian Kurz. Auch Marion Maréchal, die heissblütige Enkelin von Jean-Marie Le Pen, ist ein Vorbild. An Interessenten für die Akademie scheint es nicht zu mangeln. Mehrere hundert Anmeldungen aus allen Teilen der Welt sollen bereits eingetroffen sein.

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Starker Mann im Hintergrund: der erzkonservative US-Kardinal Raymond Burke. bild: screenshot youtube.

Man muss nicht katholisch sein, um in Bannons Akademie aufgenommen zu werden. «Wir wollen Kandidaten, die den Populismus und den wirtschaftlichen Nationalismus unterstützen», so Bannon. «Ich kann mir schwer vorstellen, dass Marxisten den Weg hierher finden.»

Das Kloster Trisulti soll kein einsamer Fels in der sozialistisch-muslimischen Brandung sein. Bannon will ein globales Netzwerk aufziehen. So strebt ihm eine Zusammenarbeit mit dem Institute of Social, Economic and Political Sciences in Lyon vor. Es wird geleitet von Marion Maréchal. Ebenso steht eine Koordination mit der rechtskonservativen School for Political Education in Mailand zur Diskussion.

Hochrangige Dozenten sollen regelmässig in Trisulti auftreten. Nebst Kardinal Burke denkt Bannon an Olavo de Carvalho, der Guru des rechtsextremen Präsidenten Brasiliens Jair Bolsonaro. Carvalho ist ein glühender Antikommunist, hat Zweifel an Darwins Evolutionstheorie und ist überzeugt, die Inquisition sei ein Hirngespinst der Protestanten.

Princess Gloria von Thurn und Taxis (R) and her mother Countess Beatrix of Schönburg-Glauchau (R) and other guests leave after the wedding of German Princess Maria Theresia von Thurn und Taxis and British artist Hugo Wilson at the St Joseph church in Tutzing, outside Munich, southern Germany on September 13, 2014. AFP PHOTO / DPA / URSULA DÜREN +++ GERMANY OUT

Sponsert sie Bannon? Gloria von Thurn und Taxis (Mitte). Bild: DPA

Und wer soll das bezahlen? Bannon hofft zwar auf Spenden von reichen Gönnern. Vorläufig aber finanziere er das Projekt aus dem eigenen Sack, «und zwar zu 100 Prozent», wie er betont. Die Verbindungen zu seinen einstigen Mäzenen, der Mercer-Familie, sind gekappt. Zudem würde diese mehr zu libertärem denn zu katholischem Gedankengut neigen, so Bannon.

Bannon glaubt jedoch, bereits eine weitere Mäzenin an der Angel zu haben: die ehemalige deutsche Skandalnudel und Adlige Gloria von Thurn und Taxis. Sie soll ihm ein Schloss in Deutschland für eine zweite Akademie angeboten haben.

Zwischen Bannons Vision und der Wirklichkeit bestehen, milde ausgedrückt, leichte Diskrepanzen. Die europäische Rechte hat nicht wirklich auf ihn gewartet, zumal seine Botschaft alles andere als originell ist.

So erklärt etwa Jan-Werner Müller, Professor an der Princeton University: «Ich bezweifle, dass es Geheimrezepte gibt, die nur Bannon kennt. Die Orbans und Salvinis sind durchaus in der Lage, ohne Hilfe von einem amerikanischen Populismus-Genie an die Macht zu kommen.»

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Örtliche Proteste gegen Bannons Kaderschmiede. bild: screenshot youtube.

Auch in der Praxis stösst Bannon auf Widerstand. Die örtliche Bevölkerung ist alles andere als begeistert von der Umwandlung des Klosters in eine faschistoide Kaderschmiede und protestiert dagegen. Inzwischen ist auch das italienische Parlament misstrauisch geworden und will den Pachtvertrag wegen Zweckentfremdung wieder auflösen.

Selbst Bannons Hardcore-Fans werden skeptisch. Die «Weltwoche», die Bannon einst in den höchsten Tönen gefeiert und nach Zürich eingeladen hat, geht auf Distanz. Anlass dazu ist ein ebenso hochtrabendes Projekt, das Bannon in Brüssel lanciert hat. Zusammen mit einem gewissen Mischaël Modrikamen hat er The Movement gegründet, eine Art Internationale der Nationalisten.

The Movement hätte zum Dreh- und Angelpunkt der Nationalisten auf Brüssel werden sollen. Ausser Spesen ist jedoch nichts gewesen. «Rastlos reist Trumps ehemaliger Einflüsterer durch die Weltgeschichte», jammerte die «Weltwoche» kürzlich. «(…) Doch mit welchem Nutzen? Vermag er damit auch nur eine einzige Stimme für das Lager der Populisten zu mobilisieren, die lokale Matadore nicht hätten selber gewinnen können?»

Hier zerstören Rechtsextreme ein Roma-Lager in der Ukraine

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34
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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ichwillauchwassagenbitte 06.05.2019 15:25
    Highlight Highlight Ist ja grauenhaft... als hätten wir nicht genug eigene Populisten, denen man auf die Finger gucken muss.
    Wer je zur Informationsgewinnung Breitbart verfolgt hat, kann auf so ein Projekt nur mit alarmiertem Gruseln reagieren.
  • malu 64 06.05.2019 13:30
    Highlight Highlight Wird Bannon auf die alten Tage noch religiös oder hegt er Kreuzritter Fantasien?
  • MapleLeafs 06.05.2019 08:39
    Highlight Highlight 🤮
  • Gregor Hast 05.05.2019 19:31
    Highlight Highlight Warum Steve Bannon ein italienisches Kloster gepachtet hat....

    Weil er gläubig ist?
    • Lamino 420 05.05.2019 22:47
      Highlight Highlight Gläubig bist du. Und zwar in Bezug auf Donald Trump.
  • karl_e 05.05.2019 18:00
    Highlight Highlight Bannon verteidigt das jüdisch-christliche Abendland gegen das jüdisch-muslimische Morgenland. Ein Hohn, wenn man an die christlichen und muslimischen Judenverfolgungen denkt.
  • RescueHammer 05.05.2019 16:49
    Highlight Highlight In den USA ist Bannon zur Lame Duck und ohne das Geld der Familie Mercer bedeutungslos geworden. Dass er sich nach Europa orientiert ist nur logisch, wird doch u.a. von Köppel hofiert. Diese Leute wollen einen 3. Weltkrieg anzetteln und deshalb sollten wir dagegen halten.
  • Don Kamillo 05.05.2019 13:03
    Highlight Highlight Wenn wir Ultra-Nationalisten wie Bannon das Substrat entziehen wollen, dann müssen wir Migration - und um diese geht es - als Chance und nicht als Bedrohung sehen und GEMEINSAM für Frieden und Freiheit zusammenstehen. Diese Erkenntnis ist zwar so alt wie die Menschheit, bleibt aber, wie Geschichte zeigt, Wunschdenken. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, aber auch sie stirbt, leider.
    • Ueli der Knecht 05.05.2019 15:44
      Highlight Highlight Ich finde auch, man soll Migration als Chance sehen, und nicht als Bedrohung.

      Die Rechtsnationalisten benutzen die Migration aber nur als Mittel zum Zweck. Würde es keine Migration geben, oder würde sie von der Bevölkerung endlich als Chance verstanden, dann würden die Rechtsnazis eine andere Bedrohungsfantasie heraufbeschwören, und eine andere Zielminderheit für ihre populistische Stimmungsmache missbrauchen.
    • redeye70 05.05.2019 18:26
      Highlight Highlight Nur machen da selbst Migranten (teilweise) nicht in ihrer Verachtung unserer liberalen Gesellschaft. Das konsequente ignorieren der zum Teil gewaltigen Probleme ist auch eine extreme Haltung. Diese Haltung hat erst dazu geführt, dass Rechtspopulisten derart auftrieb bekamen. Klar werden die sich schnell ein anderes Thema suchen aber ob das dann auch verfängt? Der Schuh drückt eben bei diesem Thema und die Schlagzeilen veranschaulichen wieso. Wir müssen unsere Spielregeln konsequenter durchsetzen, viel konsequenter.
    • Slavoj Žižek 05.05.2019 20:47
      Highlight Highlight Nazi ist Bannon bestimmt nicht. Er wird von Mercer finanziert, welcher jüdisch ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Moelal 05.05.2019 12:56
    Highlight Highlight Gestern lief auf RAI3 eine Augen öffnende Sendung über diese Aktivitäten. Diese Gruppe hat mit illegalen Mitteln und Lügen es geschafft, das Kloster zu mieten. Einziger Geldgeber ist Bannon. Die Bank, welche als Sicherheit angegeben wurde, ist eine offshore Bank, die mittlerweile abgestossen wurde. Direkt involviert ist Salvini und Rechtsextreme aus Belgien...
    • Ichwillauchwassagenbitte 06.05.2019 15:27
      Highlight Highlight Da wird einem so richtig übel 🤮
  • Don Alejandro 05.05.2019 12:51
    Highlight Highlight Man muss es akzeptieren. Leider. Vielmehr sollte die Frage beschäftigen, warum es soweit kommen konnte.
    • Basti Spiesser 05.05.2019 14:00
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Die aktuellen Politiker sollten daran arbeiten das Vertrauen wieder zu gewinnen, statt nur die Gegenseite zu verteufeln.
  • TanookiStormtrooper 05.05.2019 12:05
    Highlight Highlight Rassisten aller Länder vereinigt euch! Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man fast lachen...
  • MeineMeinung 05.05.2019 12:00
    Highlight Highlight Solche Entwicklungen bereiten mir grosse Sorgen!
    • redeye70 05.05.2019 18:18
      Highlight Highlight Mir nicht. Die Wirkung dieser Leute wird schon bald verpuffen. Am Ende des Tages muss man liefern und die lafern hauptsächlich. Die Realität sieht schlicht anders aus. Die Gesellschaft ist alles andere als homogen. Versucht man das Rad zu weit in die eine Richtung zu drehen, wird der Widerstand umso grösser. Dann dreht es sich wieder in die andere Richtung etc. Der Mittelweg wäre die Lösung.
  • winglet55 05.05.2019 11:57
    Highlight Highlight Man kann ja für solch geartete Gesinnungsgenossen ja auch Werbung betreiben, herzlichen Dank, Watson 😟
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 05.05.2019 12:51
      Highlight Highlight Lieber macht man solche Versuche öffentlich, als dass man sie im geheimen wirken lässt.
      Bannon ist ein gefährlicher Mensch. Und leider hat er viele Spinner, die ihn vergöttern.
      Lässt man diese braune Jauche im geheimen weiter gären kann man nicht reagieren, wenn sie ihr wirkliches Gesicht zeigen.
    • Basti Spiesser 05.05.2019 14:01
      Highlight Highlight @gähn verstehen dein Punkt. Dann sollte man aber beispielsweise auch dagegen sein, solche Personen auf Social Media Plattformen zu sperren.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 05.05.2019 14:26
      Highlight Highlight Nun basti, dafür hab ich folgendes bild:
      Benutzer Bild
  • Baron von Eberstein 05.05.2019 11:50
    Highlight Highlight keine Ahnung von wo er genau kommt, aber er soll dahin zurück.
  • Lazy Turtle 05.05.2019 11:37
    Highlight Highlight Das macht mir Angst, wir hatten schon mal so einer vor ca. 90 Jahren. Gut wurde es NICHT !
    • Basti Spiesser 05.05.2019 14:01
      Highlight Highlight Achja und wen genau?
    • Alienus 05.05.2019 15:08
      Highlight Highlight @BS

      Nun, da gab’s die „Nationalsozialistische Alternative für Deutsches Reich“, die NSAfDR.

      Genügt’s?
  • Arneis 05.05.2019 11:22
    Highlight Highlight Die "neue" Rechte in Europa ist völlig nutzlos. Gefangen in vorgeschichtlichen Weltbildern, treibt Sie Ihre Anhänger in immer neue Ängste.
    Orientierungslos verneint Sie sogar wissenschaftliche Zusammenhänge.
    Auf die Dauer funktioniert das nicht.
    • Ichwillauchwassagenbitte 06.05.2019 15:26
      Highlight Highlight Hoffentlich hast du recht 😬
  • stadtzuercher 05.05.2019 10:52
    Highlight Highlight "Bannon (...) sieht sich in der Rolle eines Heilsbringers der europäischen Rechten."

    «Im Vorfeld der europäischen Wahlen versucht Bannon, sich als Hohenpriester des Populismus zu etablieren», schreibt die «Financial Times».


    Sieht sich jetzt Bannon als Hohepriester, oder sinds nicht die Journalisten der Financial Times, die ihn als Hohepriester bezeichnen?

    Finde etwas journalistische Genauigkeit würde nicht schaden.
    • Schlumpfinchen 05.05.2019 14:21
      Highlight Highlight Die "Financial Times" erwartet halt von den Lesern, dass sie nicht nur einzelne Nomen rauspicken, sondern den Text im Kontext lesen. Ich finde die Bezeichnung "Möchtegern-Hohepriester" durchaus passend im Kontext mit dem Kloster und seinen Plänen.
    • DieFeuerlilie 05.05.2019 17:08
      Highlight Highlight Beides. :)

      Finde(,) etwas weniger Kleine-Punkte-Stuhl würde nicht schaden.
  • Triple A 05.05.2019 10:21
    Highlight Highlight Traurig, einfach traurig! Wer so gegen menschliche Werte einsteht muss aufgrund derselben zwar geduldet, darf aber keinesfalls unterstützt werden. Danke watson für die Aufklärung, Nur so kann man diese Irren stoppen!

Hat Trump 40'000 Tote in Venezuela auf dem Gewissen?

Der renommierte Entwicklungsökonom Jeffrey Sachs hat die Folgen der US-Sanktionspolitik gegen Venezuela untersucht. Er spricht von 40’000 Toten, darunter viele Kinder. Weitere 300’000 Leben sind in Gefahr.

Vorbemerkung: Dieser Artikel ist keine Rechtfertigung der Politik von Nicolas Maduro. Er fasst lediglich die Ergebnisse einer Studie zusammen, die ein anderes Bild von der aktuellen Situation in Venezuela zeigt.

Venezuela gilt als Symbol einer verfehlten sozialistischen Politik. Präsident Donald Trump und politische Kettenhunde bei Fox News werden nicht müde, den Demokraten vorzuwerfen, ihre Politik würde die USA im Nu in ein «zweites Venezuela» mit Hunger, Armut und Hyperinflation verwandeln.

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