Wirtschaft
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epa05867970 Ranking Member of the House Permanent Select Committee on Intelligence Adam Schiff responds to a question from the news media during a press conference on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 24 March 2017.Ranking Member Schiff provided an update to the ongoing investigation of intelligence collected on Trump administration members and associates.  EPA/SHAWN THEW

Ein gefragter Mann: Adam Schiff beantwortet Reporterfragen. Bild: EPA/EPA

Dieser Mann wird nun Trumps härtester Gegner

Dank dem Sieg der Demokraten im Abgeordnetenhaus wird Adam Schiff neuer Vorsitzender des Committee on Intelligence. Damit wird die Bühne frei für eine politische Aufarbeitung der Russland-Affäre.



Rein äusserlich gesehen ist Adam Schiff unauffällig. In TV-Interviews kommt der demokratische Abgeordnete aus dem Bundesstaat Kalifornien stets wie aus dem Ei gepellt daher. Er spricht unaufgeregt und mit wohlformulierten Sätzen.

Schiff ist sehr oft am TV-Bildschirm zu sehen, vor allem auf den Kabelstationen MSNBC und CNN. Meist drehen sich die Fragen um den Stand der Russland-Affäre, denn Schiff ist die Nummer zwei im Committee on Intelligence, der Aufsichtsbehörde, welche die Russland-Affäre politisch aufarbeiten muss.

File-This April 12, 2018, file photo shows Rep. Devin Nunes, R-Calif. speaking during a committee hearing on Capitol Hill in Washington. The House intelligence committee chairman said Sunday, Sept. 16, 2018, he plans to release the transcripts of dozens of private interviews conducted during its investigation into Russian election-meddling and would push the director of national intelligence to declassify others. ``I think full transparency is in order here, so I expect to make those (transcripts) available from our committee to the American public here in the next few weeks,'' said Nunes, months after the GOP colleague who led the investigation said such a release could have a “chilling impact” on testimony in future inquiries. (AP Photo/Jose Luis Magana, File)

Tat alles, um die Aufdeckung der Russland-Affäre zu verhindern: Devin Nunes. Bild: AP/FR159526 AP

Bis anhin musste Schiff meist Niederlagen kommentieren. Präsidiert wurde dieses Gremium nämlich vom Republikaner Devin Nunes, ebenfalls aus Kalifornien. Nunes ist ein Speichellecker von Donald Trump. Er tat alles, um die möglichen Verstrickungen des Wahlkampfteams von Trump mit den Russen zu verwedeln.

Kurzzeitig musste Nunes gar in den Ausstand treten, weil er vermeintlich brisante Informationen, die er aus dem Weissen Haus erhalten hatte, wieder ins Weisse Haus zurückbrachte, um sie danach als sensationelle Enthüllung zu feiern. Das war dumm, plump – und selbst für die Republikaner zu viel.

Trotzdem blieb das Committee on Intelligence weiterhin fest in republikanischer Hand. Das hatte zur Folge, dass nicht die Verstrickungen mit Russland untersucht wurden, sondern vermeintliche Skandale bei FBI, Justizministerium und Sonderermittler Robert Mueller aufgebauscht wurden. Wichtige Zeugen gegen Trump wurden mit Samthandschuhen angefasst oder gar nicht erst befragt.

epa06883812 Deputy Assistant FBI Director Peter Strzok is sworn-in prior to testifying before a House Judiciary Committee and House Oversight and Government Reform Committee hearing on 'Oversight of FBI and DOJ Actions Surrounding the 2016 Election' in the Rayburn House Office Building in Washington, DC, USA, 12 July 2018. Mueller removed Strzok from the Russia probe after anti-Trump texts between Strzok and his girlfriend came to light.  EPA/JIM LO SCALZO

Der geschasste FBI-Agent Peter Strzok beim Kongress-Hearing. Die Republikaner wollten die Schuld auf die Justizbehörden schieben. iBild: EPA/EPA

Mit Schiff wird sich das ändern. Der unscheinbare Politiker aus Kalifornien hat sich als knallharter Strafverfolger einen Ruf und Respekt verschafft. Seine Feinde im konservativen Lager und bei Fox News haben ihm bereits einen Übernamen verpasst, «shifty Schiff» (wankelmütiger Schiff).

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Bereits im Vorfeld hat Schiff deutlich gemacht, dass er alles daransetzen will, damit das Parlament seiner Aufsichtspflicht über die Regierung nachkommt. Das bedeutet konkret, dass er wissen will, was sich beim ominösen Meeting im Trump Tower am 9. Juni 2016 abgespielt hat. Ebenfalls hat er angekündigt, dass er untersuchen will, ob die Trump-Organisation russisches Geld gewaschen hat.

Trump wird künftig ein eisiger Wind aus dem Kongress entgegen wehen. Nicht nur Schiff wird ein wichtiges Komitee leiten. Andere Demokraten werden dies in anderen Gremien tun. Das bedeutet, dass der Präsident seine Steuererklärungen endlich offenlegen und Auskunft über mögliche Verstrickungen von privaten und öffentlichen Geschäften geben muss.

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32 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
FrancoL
07.11.2018 08:41registriert November 2015
Und schon wieder hat der Trump einen neuen und harten Gegner.
Wann merkt man dass dies für die Zukunft nichts bringt?
Die Demokraten müssen sich endlich auf das Gestalten konzentrieren. Trump wird auch diesen härtesten Gegner überstehen und er wird weiterhin Fake News verbreiten, denn seine Anhänger mögen dies und die die es nicht mögen verstecken sich hinter der brummenden Wirtschaft.
Trump sitz fest im Sattel, weil die Demokraten KEIN Programm haben oder das Programm nicht genügend herausstreichen.
Trump kriegt man nicht mit "härtesten Gegnern" weg sondern mit einem GRIFFIGEN Programm.
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rodolofo
07.11.2018 09:21registriert February 2016
Das Problem von solchen Enthüllungen:
Sie interessieren die Fans von Donald Trump überhaupt nicht!
Im Gegenteil! Sie regen sich nur auf über die aufsässig neugierigen Untersuchungsbeamten und Journalisten!
Die wissen im Grunde sehr gut, dass die Trump-Regierung eine Mafia ist, die erstens sich selbst masslos bereichert und die zweitens alle Familienmitglieder, Günstlinge und Sponsoren am Geldsegen durch Steuersenkungen und durch Staatsaufträge teilhaben lässt.
Diesen Leuten ist es egal, ob das FBI der Trump-Regierung eine Zusammenarbeit mit der Putin-Mafia nachweisen kann, oder nicht...
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Flughund
07.11.2018 10:40registriert October 2016
Wenn die demokratische Partei nicht zeitnah einen Topkandidaten aufstellt, der strahlender ist als Obama, Macron und Tschernobyl zusammen, dann wird der nächste Präsident leider wieder Trump heißen.
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