So verbessert Swissgrid das Schweizer Stromnetz – und warnt vor Engpässen
Die nationale Netzgesellschaft Swissgrid hat die Kapazitäten der Stromleitung zwischen Bassecourt JU und Mühleberg BE erhöht. Damit ist gemäss Mitteilung ein Teilprojekt für eine zukünftige Netz- und Versorgungssicherheit abgeschlossen.
Die Spannungserhöhung sei besonders im Winter unerlässlich, wenn die Schweiz auf Stromimporte aus den Nachbarländern angewiesen ist, schreibt Swissgrid in einer Mitteilung. Damit sei ein weiterer Meilenstein in der Umsetzung des Projekts aus dem «Strategischen Netz 2025» erreicht.
Netz-Umbau kommt «nur langsam» voran
Nord-Süd-Verbindungen wie die Leitung Bassecourt – Mühleberg sind gemäss Mitteilung nicht nur für den Abtransport der Energie aus inländischer Produktion wichtig. Sie erhöhen auch die Importfähigkeit der Schweiz, da sie im Winter ihren Strombedarf nicht aus eigener Produktion decken kann.
Die Modernisierung des Übertragungsnetzes lege die Basis für eine nachhaltige Energiezukunft, schrieb Swissgrid weiter. Der Um- und Ausbau komme aber nur langsam voran. «Bloss ein Drittel des insgesamt 6700 Kilometer umfassenden Übertragungsnetzes von Swissgrid stammt aus der Zeit nach 1980.»
Angeblich alle Grenzwerte eingehalten
Die Leitung von Bassecourt nach Mühleberg ist 45 Kilometer lang und stammt aus dem Jahr 1978. Sie wurde gemäss Mitteilung ab Ende Juli drei Monate lang für Montagearbeiten und zur Modernisierung vom Netz genommen. Am 21. November sei sie schliesslich mit der höheren Spannung von 380 kV wieder in Betrieb genommen worden. Die Investitionen belaufen sich auf rund 17 Millionen Franken.
Dank der Modernisierung der Stromleitung würden beim Betrieb mit 380 kV alle aktuell gültigen Verordnungen und Grenzwerte bezüglich elektromagnetischer Felder und Geräuschen eingehalten, heisst es weiter.
Quellen
- swissgrid.ch: Erhöhte Netz- und Versorgungssicherheit
(dsc/sda)
