Wirtschaft
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epa04604475 German Finance Minister Wolfgang Schaeuble (L) and Greek Finance Minister Yanis Varoufakis (R) sit for a joint press conference in Berlin, Germany, 05 February 2015. The meeting between Varoufakis and Schaeuble comes after the European Central Bank (ECB) decided to turn up the pressure on Greece over its vow to renegotiate the terms of its bailout by refusing to accept Greek government bonds as security for loans.  EPA/MICHAEL KAPPELER

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble und der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis bei einer gemeinsamen Medienkonferenz.  Bild: EPA/DPA

Nach Varoufakis müssen auch Dijsselbloem und Schäuble abtreten!

Nach dem Nein der Griechen braucht Europa einen wirtschaftlichen Marshall-Plan und einen politischen Neuanfang.



Das überraschend deutliche «Oxi» der Griechen verleitet zu falschen Schlüssen: Die Griechen wollen den Grexit und damit gibt es ein Ende mit Schrecken. Die hoffnungslos zerrüttete Ehe zwischen Griechenland und der EU wird geschieden. Es herrschen wieder klare Verhältnisse. 

Das ist eine Illusion. So etwas wie klare Verhältnisse wird es zwischen Athen und Brüssel so schnell nicht geben. In Europa tobt ein Glaubenskrieg. Zwar wird nicht über Ablass und die Stellung des Papsts gestritten, sondern darüber, ob die Schuldner büssen oder ob ihnen ein Schuldenerlass und damit ein Neuanfang gewährt werden soll. 

Die neuen Calvinisten und Katholiken

Wie die Religionskriege im Mittelalter wird auch dieser ökonomische Glaubenskrieg selbstgerecht und dogmatisch geführt. Angeführt von Deutschland pochen die «Calvinisten» darauf, dass jeder Staat für sein eigenes Schicksal verantwortlich ist und Schulden bezahlt werden müssen. Die «Katholiken» rund ums Mittelmeer plädieren jedoch dafür, dass nach einer Beichte für begangene Sünden jetzt Vergebung und ein Neuanfang gewährt werden sollten. 

Wie in jedem Glaubenskrieg kommen die beiden Ideologien zu völlig unterschiedlichen Interpretation der Welt. Die Calvinisten betonen immer wieder, was für Zugeständnisse die EU bereits an die Adresse der Griechen EU gemacht hätten, und dass weitere Zugeständnisse schlicht nicht mehr zu verantworten wären. Gleichzeitig verweisen sie auf die beiden anderen Schuldnerländer Portugal und Irland, die es mit ihrer Disziplin geschafft hätten, sich wieder aus der Obhut des europäischen Hilfsfonds EMS zu befreien. 

Warum sich Europa diesen Glaubenskrieg nicht leisten kann

Die Katholiken ihrerseits pochen darauf, dass die Hilfe der Troika Griechenland in eine noch weit schlimmere Lage gebracht und zu einem beispiellosen Zusammenbruch der Wirtschaft geführt habe. Zudem hätten die Mitglieder der Troika – notabene ein Gremium von nichtgewählten Technokraten – sich schlimmer aufgeführt als die Kolonialisten des 19. Jahrhunderts. Sie hätten den Griechen idiotische Massnahmen aufgezwungen und sie aufs Tiefste erniedrigt.

Diese beiden Interpretationen sind nicht unter einen Hut zu bringen. 

Einen ökonomischen Glaubenskrieg kann sich Europa jedoch nicht leisten. Vergessen wir nicht: Nicht nur Griechenland ist wirtschaftlich am Boden. In Finnland ist das Bruttoinlandprodukt immer noch zehn Prozent unter dem Niveau der Vorkrise-Zeit. In den baltischen Staaten sind jährlich bis zu zehn Prozent der Bevölkerung ausgewandert, hauptsächlich die Jungen und Tüchtigen. Dasselbe trifft auf Portugal zu, wo die Bevölkerung bald wieder auf das Niveau des 19. Jahrhunderts geschrumpft sein wird. Von den neuen wirtschaftlichen Verhältnissen profitiert einzig Deutschland.

Noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg war die Lage so gefährlich 

Die Europäische Zentralbank kann es mit ihrer Geldpolitik alleine nicht mehr richten. Tiefe Zinsen und eine Geldschwemme sind Nothilfen, mehr nicht. Um wirtschaftlich zu gesunden, braucht nicht nur Griechenland, sondern ganz Europa einen Neuanfang. Das bedeutet im Klartext ein umfangreiches Investitionsprogramm, eine Art Marshall-Plan zum Aufbau einer Infrastruktur für eine digitale Wirtschaft des 21. Jahrhunderts. 

Nur mit einer gesunden Wirtschaft kann eine sich abzeichnende politische Katastrophe verhindert werden. Überall sind die Populisten auf dem Vormarsch, von Frankreich (Marine Le Pen) über Holland (Geert Wilders) bis Italien (Matteo Salvini). Europa ist auf keinem guten Weg, wie die plötzlich erschreckend gleichgeschalteten deutschen Medien uns glauben machen wollen. Europa befindet sich heute in der gefährlichsten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. 

Die EU als zentralistischer Staat unter deutscher Führung ist ein Albtraum

Das Nein jetzt als Vorwand zu nehmen, die Griechen aus dem Euroland oder gar aus der EU zu drängen, ist dumm. Beide Seiten würden als Verlierer dastehen: Die Griechen müssten damit rechnen, in einem wirtschaftlichen Chaos zu versinken. Und Europa würde seinen Charakter zum Schlechten ändern. Bisher hat die EU – allen Mängeln zum Trotz – als föderalistische Gemeinschaft erstaunlich gut funktioniert. Jetzt besteht die Gefahr, dass es sich in einen Zentralstaat unter Berliner Fuchtel verwandelt. Daran kann niemand ein Interesse haben, am wenigsten die Deutschen selbst.

Glaubenskriege haben die blöde Eigenschaft, lange zu dauern. Um sie zu beenden, braucht es die Fähigkeit, über den eigenen Schatten zu springen. Das gilt für beide Seiten und könnte in der Praxis bedeuten: Die Griechen bilden trotz des Sieg der Syriza beim Referendum eine Regierung der nationalen Einheit und opfern den umstrittenen Finanzminister Yanis Varoufakis. 

Update Montagmorgen

Die Realität hat unseren Kommentar überholt – und bestätigt: Am Montagmorgen hat der griechische Finanzminister Varoufakis auf Twitter seinen Rücktritt bekanntgegeben. Mehr dazu im Liveticker.

Genauso wie Varoufakis müssen auch Dijsselbloem und Schäuble weg

Genau wie Varoufakis ist auch der holländische Hardliner Jeroen Dijsselbloem als Präsident der Eurogruppe untragbar geworden. Und ja: Wenn die Deutschen es ernst meinen mit einem föderalistischen Europa, dann muss auch ihr Finanzminister Wolfgang Schäuble den Hut nehmen. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • MediaEye 06.07.2015 19:28
    Highlight Highlight Diesem Artikel kann ich nun mal zu 100 % zustimmen; selten genug.

    Ja, es braucht eine GESAMTLÖSUNG für den Euro und für die EU !

    Anders geht es nicht mehr; weg von der neoliberalen Austerität und hin zu einem sozial ausgerichteten Europa !!!
  • christianlaurin 06.07.2015 18:12
    Highlight Highlight Ich wünsche das Leute wie sie mal die Gründe sehen warum es schlecht geht in Griechenland! Und Tsipras macht nichts dagegen! Lesen sie mal diesen Artikel. Und warum gehen die IT Leute weg? Korruption, Meritorcracy, usw... Alles was Tispras (auch die andrer) NICHT löst.

    http://www.zdnet.com/article/its-a-graveyard-the-software-devs-leaving-greece-for-good/
  • Sirius 06.07.2015 10:59
    Highlight Highlight Richtig, Herr Löpfe! Zur Geschichte Deutschlands: Deutschland hat mit der Währungsreform 1948 erst einmal seine privaten Gläubiger zu grossen Teilen enteignet (das konnte es, weil es seine eigene Währung hatte), dann bauten die Allierten mit einem massiven Investitionsprogramm (Marshall-Plan) die deutsche Industrie wieder auf (das wollen die neoliberalen Sektenprediger heute Griechenland nicht geben), weiter erhielt Deutschland 1953 einen grossen Schuldenschnitt. 3 x auf heute umgerechnet 3stellige Milliardenbeträge. Zudem hat Deutschland seine Kriegsschulden Griechenland nie zurückbezahlt.
  • Roger Gruber 06.07.2015 09:49
    Highlight Highlight Gute Analyse von Hr. Löpfe. Nur in einem Punkt werden wir uns wohl nie einig: das Ziel ist nicht, die EU und den EURO am Leben zu erhalten. Ich werde nie verstehen, dass ausgerechnet im Linken Gedankengut EU und EURO ein so hohes Ansehen geniessen. Es müsste doch mittlerweile jedem klar sein, dass dies keine EU der Menschen und Völker, sondern des Kapitals und der Konzerne ist. Die Linken sind also in dieser Angelegenheit die Ultra-Kapitalisten. Mark Twain: "Menschen zu täuschen ist einfach. Menschen klar zu machen, dass sie getäuscht wurden, fast unmöglich". EU ist Täuschung!
    • Raphael Bühlmann 06.07.2015 11:03
      Highlight Highlight Es gibt eben nicht "das linke Gedankengut". Die linken EU(RO)-Gegner bzw. -kritiker gibt es sehr wohl, die sind halt meist weiter links anzusiedeln als "Sozialdemokraten". Erinnern Sie sich an Tony Blair? Und die Haltung seiner sozialdemokratischen Regierung im Irakkrieg? Eben.
    • Linus Luchs 06.07.2015 14:29
      Highlight Highlight Herr Gruber, solange Sie EU und Europa synonym verwenden, werden Sie "die Linken" nicht verstehen.
      Lesen Sie die Rede, die Winston Churchill – definitiv kein Linker! – 1949 in Zürich hielt (siehe unten).
      Darum geht es vielen Europabefürwortern, Herr Gruber: ein kooperierendes, solidarisches Europa zur Stärkung des Friedens. Wer sich für ein solches Europa stark macht, kann sehr wohl an der antidemokratischen, neoliberal geprägten EU leiden.
      http://www.europarl.europa.eu/brussels/website/media/Basis/Geschichte/bis1950/Pdf/Churchill_Rede_Zuerich.pdf
    • Roger Gruber 06.07.2015 14:37
      Highlight Highlight Moment mal, Linus: wer setzt hier EU und Europa synonym? Ich bestimmt nicht. Bitte keine Unterstellungen, ja!
    Weitere Antworten anzeigen
  • flyingdutch18 06.07.2015 08:25
    Highlight Highlight Hier noch der lesenswerte Blog des zurückgetretenen griechischen Finanzministers.
    http://yanisvaroufakis.eu/2015/07/06/minister-no-more/
  • flyingdutch18 06.07.2015 08:17
    Highlight Highlight Ein sehr guter Beitrag! Die Forderung nach Rücktritt des deutschen Finanzministers ist natürlich symbolisch gemeint. Die EU-Politik gegenüber den südlichen Ländern mit Arbeitslosenzahlen von 25 bzw. 50% muss sich ändern, sonst zerbricht die ganze EU und mit ihr der riesige Friedensbeitrag für Europa. Zur Gleichschaltung vieler deutscher Medien: Ja, das ist so und erinnert an die der amerikanischen Medien vor dem Irakkrieg. Das Ergebnis kennen wir.
  • Crecas 06.07.2015 08:07
    Highlight Highlight Seh ich auch so. Die ganzen anderen Kollegen, welchen in einer gleichen Situation waren, haben sich auch herausgekämpft.
  • Sillum 06.07.2015 07:04
    Highlight Highlight Das ist jetzt so ziemlich das Dümmste was ich bei Watson (Löpfe) betreffend Grexit schon gelesen habe. Wenn ich meinen Kredit bei der Bank nicht zurückzahlen will, so muss der Bankdirektor zurücktreten! Momoll, Herr Löpfe der Hitzesonntag hat Ihnen nicht sehr gut getan.
    • phreko 06.07.2015 07:56
      Highlight Highlight Sillum, natürlich müssten die Bankdirektoren zurücktreten, welche einem insolventen Schuldner noch Kredite gegeben haben. Doch dies musste ja nicht geschehen, da diese Helden die Kredite den Staaten andrehen konnten...als sind die Banken trotz Hirnlosem handeln schadlos geblieben.
    • saukaibli 06.07.2015 15:51
      Highlight Highlight Der Vergleich mit einem Bankdirektor geht nicht. Das Verhalten Schäubles und Konsorten ist das eines Drogendealers. Alle wussten wie es um die griechischen Finanzen steht, trotzdem hat man der früheren Regierung noch U-Boote und sonstigen Militärschrott verkauft. Und anstatt dem ausstiegswilligen "Süchtigen" die Gelegenheit zu geben zu arbeiten, hat man (die Troika) ihm beide Hände abgehackt. Wie soll er (Griechenland) nun Geld verdienen, ohne Hände? Die Anstalt hat diesen traurigen Vorgang mal auf eine witzige Art aufgezeigt.
      Play Icon
  • Donald 06.07.2015 06:02
    Highlight Highlight "Europa befindet sich heute in der gefährlichsten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg."
    Schon dieser Satz nimmt dem Artikel jegliche Glaubwürdigkeit und verleitet den Leser zur Annahme, dass der Autor hier selbst eine Glaubensrichtung vertritt. Wer mit Superlativen um sich schiesst, sollte schon mehr Fakten liefern.
    • saukaibli 06.07.2015 07:19
      Highlight Highlight Bei so viel Nationalismus im EU-Raum kann diese Aussage wohl kaum verneint werden. Aber wenn du anderer Meinung bist, bringe doch ein paar Argumente für deine These an, anstatt nur dem Author die Glaubwürdigkeit abzusprechen.
    • Donald 06.07.2015 13:36
      Highlight Highlight Ich finde kein einziges Anzeichen für eine Krise, wie es der Zweite Weltkrieg war.
    • saukaibli 06.07.2015 15:54
      Highlight Highlight Aber du findest viele Anzeichen wie es vor dem ersten Weltkrieg war. Nationalismus, Egoismus, Überheblichkeit, null Solidarität. Und was man mit Griechenland nun macht ist das Gleiche wie mit Deutschland nach dem ersten Weltkrieg. Wozu so etwas führen kann wissen wir längst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Crecas 05.07.2015 23:57
    Highlight Highlight Ich weiss nicht wie ihr das seht, ich seh's jedenfalls nicht als Glaubenskampf oder Kampf der Ideologien. Nicht Pro Griechenland vs Pro Deutschland oder alle anderen Sujets und Schlagwörter, welche immer wieder herbeigezogen werden.

    Ich seh's so: Man hat nem Kollegen Geld ausgeliehen, der hat über seinen Verhältnissen gelebt und kann die Schulden nicht bedienen. Eine vernünftige Restrukturierung der Schulden, welche für auch für den Kollegen akzeptierbar ist, kam nicht zustande. Der Kollege wählt also den bankrott, dass hat er heute per Abstimmung getan. Ok. Dann ist das halt so. Jetzt ist der Kollege halt bankrott. Geld leihen tue ich ihm als schlechten Schuldner aber auch nicht mehr. Punkt. Ganz einfach.

    Wieso immer dieses Phatos....? Jeder würde so verfahren. Einem schlechten Schuldner gibt man kein Geld ausser er restrukturiert. Er kann aber auch nicht jede Bedingung akzeptieren, klar. Die Griechen haben gesagt was sie wollen und das sollen sie jetzt auch haben.
    • Matthias Studer 06.07.2015 03:18
      Highlight Highlight Jetzt hast du aber ein wenig Macht und nennen dich Deutschland. Dein Grieche hat dir schon früher aus der Patsche geholfen und gesagt, ne lass mal, behalte das Geld, komm zuerst selber wieder klar.
      Etwas später geht es dem Kollege nicht mehr gut, zwar ließ er keine Menschen abschlachten, dafür nahm er es mit den Steuern nicht so eng, aber das spielt jetzt ja keine Rolle. Also du bist Kollege und gibst ihm Geld mit einer Vereinbarung. In dieser steht, die Zinsen sind so hoch, dass du dir nichts kaufen kannst. Jetzt verliert er aber noch den Job. Er verkauft alles was er hat, aber es genügt einfach nicht. Du lässt nicht locker und schickst noch das Betreibungsamt vorbei, sollen die das regeln. Am Schluss ist er absolut unfähig noch irgendwas zu kaufen, sei es Lebensmittel oder Miete für die Wohnung. Du lässt wieder nicht locker, nimmst die Wohnung weg, schickst ihn zum betteln... Er kann so weder seine Schulden zahlen, noch wirst du jemals zu deinem Geld kommen.
      Aber wenigstens du warst im Recht.
    • Sillum 06.07.2015 07:10
      Highlight Highlight Gute Geschichte leider nur einseitig erzählt. Der arme Kollege hätte nämlich durchaus jene Gelegenheiten gehabt, seine finanziellen Verhältnisse zu verbessern. Schluss mit Steuern bescheissen, Schluss mit riesigem Beamtenapparat, Schluss mit Korruption, Schluss mit Vetterliwirtschaft, usw. usw.
    • saukaibli 06.07.2015 07:26
      Highlight Highlight Wenn dein Kollege klamm ist und du weisst das, wieso gibst du ihm dann immer mehr Geld, vor allem wenn du weisst, dass er damit nur Scheiss wie U-Boote und anderes Militär-Spielzeug kauft? Ja, klar, du bereicherst dich daran, deshalb hörst du nicht auf. Das ist in etwa das Geschäftsmodell eines Heroin-Dealers. Und wenn dein "heroinsüchtiger" Kollege sich aus seiner Situation befreien und einen Neuanfang inkl. Entzug machen will, würdest du ihm nicht dabei helfen und ihm einen Teil seiner Schulden erlassen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alex23 05.07.2015 23:08
    Highlight Highlight Herr Löpfe ist zurück mit der Deutschland-Dresche. Ach je, immer die gleiche Leier. Und nun soll auch noch Schäuble zurücktreten? Warum denn das? Weil die Griechen Nein gestimmt haben?
    • Hierundjetzt 06.07.2015 03:16
      Highlight Highlight Herr Loepfe scheint des französischen nicht ausreichend mächtig zu sein. Darum ist Deutschland böse. Ansonsten würde die Berichtetstattung differenzierter ausfallen. Was die französischen Medien schreiben deckt sich sehr wohl mit den Deutschen Medien. Aber die Sprachgrenze ist ja soweit entfernt (100km)
    • Damien 06.07.2015 07:01
      Highlight Highlight >Warum denn das?
      Weil Herr Löpfe sonst die Kavallerie sattelt und gen Norden reitet.
    • saukaibli 06.07.2015 07:29
      Highlight Highlight Wieso Schäuble zurücktreten muss? Weil er absolut miserabel ist in dem was er macht. Er ist so fixiert auf seine "schwarze 0", dass die ganze Welt zu Grunde gehen könnte, bevor er bereit wäre seinen "ausgeglichenen" Haushalt aufzugeben. Dabei prifitiert DE von der Krise weil DE praktisch zu Nullzinsen Geld aufnehmen kann, weil die Banken sonst niemandem mehr etwas auslehnen wollen. Schäuble hat auf dem Posten einen Finanzministers nichts verloren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • goschi 05.07.2015 22:56
    Highlight Highlight Das griechsche Volk hat seine Entscheidung getroffen, es soll jetzt bitte auch die potentiellen Konsequenzen zu tragen bereit sein und sich nicht verwundert geben, dass sich die €-Gruppe nun endgültig als hardliner darstellt und wenig Kompromissbereitschaft zeigt.

    Etwas anderes anzunehmen oder gar Wunder zu erwarten ist naiv, wer darauf gehofft hat ist schlicht selbst schuld.
    • saukaibli 06.07.2015 07:31
      Highlight Highlight Da hast du recht, die Griechen müssen jetzt mit all den negativen Konsequenzen leben, genau wie die Schweizer wegen der MEI. Die EU ist nun mal so mächtig, dass sie keine Kompromisse eingehen muss.
    • Amboss 06.07.2015 11:02
      Highlight Highlight @goschi: Was für Konsequenzen? Wer nichts hat, dem kann auch nichts genommen werden. Für die Bevölkerung kann es kaum schlimmer werden als es ist.
      Eine gewisse Zeit gibt es Unruhe, das stimmt, aber sonst?
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 05.07.2015 22:51
    Highlight Highlight Aussteigen. Neuanfang. Auf Stärken aufbauen.
    • phreko 06.07.2015 17:17
      Highlight Highlight Wo liegen denn die Stärken?

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