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Schweizer Börse ungerührt über Trumps Zollhammer gegen EU

Schweizer Börse ungerührt über Trumps Zollhammer gegen EU

14.07.2025, 18:4814.07.2025, 18:48

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag nach einem schwächeren Verlauf die Abschläge noch wettmachen können und praktisch unverändert geschlossen. Der Markt sei einmal mehr im Banne des Zollstreits gestanden, hiess es am Markt.

US-Präsident Trump hatte am Wochenende per 1. August für Waren aus der EU Importzölle in die USA von 30 Prozent angekündigt. Trump sei zwar für Verhandlungen weiterhin offen. Es sei aber fraglich, ob sich die Zeit und Mühe lohne, mit einer Regierung zu verhandeln, die anscheinend den Überblick verloren habe, meinte dazu die Onlinebank Swissquote. Derweil ging das Zittern der Anleger hierzulande weiter. Nach wie vor hat die Schweiz keinen Zoll-Brief oder Ähnliches von Trump erhalten.

Der Vermögensverwalter Amundi sprach die wachsende Besorgnis über das hohe Haushaltsdefizit der USA an, sowie die Inflationserwartungen der Konsumenten. Nachdem sich die Aktien bislang relativ widerstandsfähig gezeigt hätten, könnte es in nächster Zeit zu einer Abschwächung kommen, so Amundi.

Das Geschäft verlief aber trotz allem bei moderaten Umsätzen in ruhigen Bahnen. Händler verwiesen auf einen gewissen Gewöhnungseffekt betreffend Zolldrohungen. Dennoch sorge die Eskalation zu Beginn der Berichtssaison für neue Unsicherheit, schrieb die Zürcher Kantonalbank. Am Dienstag werden einige US-Grossbanken ihre Zahlen veröffentlichen und es stehen die US-Konsumentenpreise auf der Agenda.

Der Leitindex SMI bewegte sich meist in leicht negativem Territorium. Er konnte im späten Geschäft die Abschläge aber ausgleichen und schloss kaum verändert bei 11'939,89 Punkten (+0,02%). Der aktuell 31 Titel umfassende SLI ermässigte sich dagegen um 0,09 Prozent auf 1972,06 Punkte und der breite SPI war stabil bei 16'629,11 Zählern. Im SLI schlossen 19 Titel tiefer, elf fester und ABB unverändert. (hkl/sda/awp)

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