Wirtschaft
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FILE - In this Thursday,  March 6, 2014  file photo President of European Central Bank Mario Draghi speaks during a news conference in Frankfurt, Germany, following a meeting of the ECB governing council.  Investors and analysts are nearly certain: The European Central Bank will take action at its next meeting to boost the tepid recovery. What's not at all certain is how much good that can do. Any help is needed. The weak recovery in the 18 countries that use the euro is a source of risk and uncertainty for the rebounding U.S and global economy. The eurozone economy grew only 0.2 percent in the first quarter, gaining no speed from the quarter before. Worse, inflation is dangerously low at an annual 0.7 percent, well below the ECB's goal of just under 2 percent.. (AP Photo/Michael Probst, File)

EZB-Präsident Mario Draghi. Bild: Michael Probst/AP/KEYSTONE

Europäische Zentralbank

EZB brummt Banken Strafzinsen auf



Die Europäische Zentralbank (EZB) senkt ihre Zinsen auf Rekordtiefs. Der Leitzins wird von 0,25 auf 0,15 Prozent gekappt, teilte die Notenbank am Donnerstag in Frankfurt mit. Zudem müssen Banken künftig einen Strafzins bezahlen, wenn sie Geld bei der EZB parken. 

Dafür wird der Einlagezins erstmals unter die Nulllinie auf minus 0,10 Prozent reduziert. Der Strafzins für Banken wird fällig, wenn sie Geld bei der EZB parken, statt es an Unternehmen und Haushalte weiterzuverleihen. Zudem kündigte die Notenbank weitere unkonventionelle Schritte an. Details sollten noch am Donnerstag bekanntgegeben werden, sagte ein Sprecher.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte schon vor einem Monat beim letzten Treffen der Notenbanker die Tür für den Einsatz weiterer geldpolitischer Instrumente weit aufgemacht. Letztlich sollen die aktuellen Prognosen der EZB-eigenen Ökonomen für Wachstum und Teuerung in den kommenden Jahren den Ausschlag geben. Es wurde erwartet, dass diese mit einer längeren Phase niedriger Inflation rechnen. 

Der deutsche Aktienindex DAX stieg nach dem Zinsentscheid erstmals über die Marke von 10'000 Punkten. Auch der Schweizer SMI reagierte positiv.

Tiefe Jahresteuerung

Im Mai war die Jahresteuerung im Euroraum auf 0,5 Prozent gesunken. Sie liegt damit deutlich unterhalb der Zielmarke der EZB von knapp unter 2,0 Prozent. «Wir werden nicht zulassen, dass die Inflation zu lange auf zu niedrigem Niveau bleibt», hatte Draghi erst in der vergangenen Woche betont.

Denn der geringe Preisauftrieb schürt Sorgen vor einer Deflation, also einer Abwärtsspirale der Preise quer durch alle Warengruppen. Unternehmen und Konsumenten könnten dann Investitionen und Anschaffungen in Erwartung weiter sinkender Preise hinauszögern. Das würde die ohnehin fragile Konjunkturerholung in Europa abwürgen. (whr/pma/sda) 

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