Wirtschaft
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Die Schweizer Wirtschaft brummt, doch warum steigt dein Lohn nicht?

Der Aufschwung kommt nicht im Geldbeutel an – Ökonomen haben eine neue Theorie.

Niklaus Vontobel / ch media



Die Wirtschaft brummte, doch die Arbeitnehmer bekamen keine Lohnsteigerungen. Nun stellt das Wirtschaftsforschungsinstitut Bak Basel eine Erklärung zur Diskussion: Die Personenfreizügigkeit habe das Lohnwachstum gebremst. «Die Öffnung des Schweizer Arbeitsmarkts zu Europa hat die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer geschwächt», sagt Bak-Chefökonom Martin Eichler an einer Prognosetagung.

Zahltag Frau

Wo ist denn bloss das Geld hin? Bild: shutterstock.com

Hintergrund der Debatte ist eine ungewöhnliche Entwicklung am Arbeitsmarkt. Die Wirtschaft legte 2018 um beachtliche 2.5 Prozent zu. Die Arbeitslosenquote stand zuletzt bei 2.6 Prozent.

Eine solche Hochkonjunktur hätte die Konsumentenstimmung abheben lassen sollen. Doch sie blieb am Boden, wie der entsprechende Index des Staatssekretariats für Wirtschaft zeigt. Die Konsumenten bleiben überzeugt, in ihrem Portemonnaie komme der Aufschwung nicht an.

Diese Skepsis hat mit der vergleichsweise kurzen Dauer zu tun: Der Aufschwung war vorbei, ehe er richtig losging. Im Sommer 2018 brach das Wachstum des Bruttoinlandproduktes weg. Im dritten Quartal schrumpfte die Wirtschaft, im vierten legte sie nur noch geringfügig zu. In einem solch schleppenden Tempo geht es wohl so weiter: 2019 wird es ein Wachstum von 1.1 Prozent geben. So lautet zumindest die Prognose von BAK Basel.

Bestätigte Skepsis

Bislang wurde die Skepsis der Konsumenten bestätigt. Der Aufschwung brachte nicht die erhofften Lohnsteigerungen. Im Gegenteil, 2018 gingen die Löhne gar real zurück. Schon im Vorjahr ging es real kaum nach oben.

Somit blieb es ein Aufschwung ohne reales Lohnwachstum, wie es in vielen anderen Industriestaaten zu beobachten war. Der Länderverein OECD warnte deshalb schon vor einem «wageless growth», also Wirtschaftswachstum ohne Lohnsteigerungen.

So schnell ist dein Monatslohn verpufft – ein Szenario

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Warum die Löhne nicht ansteigen – darüber sind sich die Ökonomen uneinig. Bak Basel sieht die Personenfreizügigkeit mit der EU als möglichen Grund. Sie habe die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer geschwächt. So lasse sich erklären, warum der Schweizer Arbeitsmarkt nahe der Vollbeschäftigung ist und die Löhne dennoch kaum ansteigen.

Wobei Chefökonom Eichler einschränkt: Es handle sich lediglich um eine Theorie, die die Entwicklung der einschlägigen Statistiken erklären könne. Eine vertiefte Studie habe man nicht erstellt.

George Sheldon, emeritierter Wirtschaftsprofessor an der Uni Basel, hält die Personenfreizügigkeit ebenfalls für eine mögliche Erklärung. Die Arbeitgeber könnten so in der EU nach Arbeitnehmern suchen, die in der Schweiz gerade knapp seien. Besonders gefragte Arbeitnehmer hätten weniger Gelegenheit, für sich Lohnsteigerungen auszuhandeln. Insgesamt falle der Aufwärtsdruck auf die Löhne dadurch in einer Hochkonjunktur schwächer aus.

Streit um die Zahlen

Sheldon schränkt seine Aussage jedoch ein: Die Personenfreizügigkeit verhindere lediglich, dass das Schweizer Lohnwachstum in einer Hochkonjunktur kurzfristig überschiesst – und dies nachher wieder korrigiert werden muss.

In der langen Frist werde das Lohnwachstum mit Personenfreizügigkeit mindestens gleich stark ansteigen wie ohne Personenfreizügigkeit. Eher verhelfe sie gar zu mehr Lohnwachstum, weil der Schweizer Arbeitsmarkt dadurch effizienter werde.

Die Arbeitsmarktspezialisten der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich haben eine simplere Erklärung für die Lohnstagnation der Jahre 2017 und 2018. Sie geben vorsichtig Entwarnung. Die zwei schwachen Jahre sind hauptsächlich der Ausgleich für die beiden überdurchschnittlichen Vorjahre.

In den Lohnrunden für 2015 und 2016 seien die Sozialpartner von steigenden Preisen ausgegangen oder zumindest von konstanten. Dies wollten sie mit nominalen Lohnsteigerungen ausgleichen. Heraus kam eine negative Teuerung – und somit ein unerwartet starkes Lohnplus.

Die Diskussion der Ökonomen geht allerdings noch tiefer. Infrage gestellt wird auch, ob in der Schweiz wirklich Vollbeschäftigung herrscht. So stand die Arbeitslosenquote gemäss Staatssekretariat für Wirtschaft zwar bei 2.6 Prozent im Jahr 2018. Die Erwerbslosenquote des Bundesamts für Statistik – sie gibt das Niveau der Arbeitslosigkeit besser wieder – stand trotz Aufschwung bei 4.7 Prozent. Dieses Auseinanderklaffen wird derzeit im Rahmen einer Studie untersucht. (bzbasel.ch)

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61Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ichsagstrotzdem 26.04.2019 12:17
    Highlight Highlight Mir ist noch nie aufgefallen, dass das Wirtschaftswachstum etwas mit meiner Lohnentwicklung gemeinsam hat.
    (Ausser wenn es stagniert natürlich.)
  • TanookiStormtrooper 26.04.2019 10:27
    Highlight Highlight Die Wirtschaft brummt:

    "Das dürfen wir jetzt nicht mit Lohnerhöhungen abwürgen."

    Der Wirtschaft gehts schlecht:

    "Lohnerhöhungen können wir uns in dieser Situation nicht leisten."
  • DrFreeze 26.04.2019 10:16
    Highlight Highlight Ziemlich einfache Aussage des Bak Basel. Die PFZ ist nur ein Faktor. Dazu kommen noch

    In den grossen Unternehmen in Basel laufen gefühlte 20% Inder herum. Zu welchen Lohn? Das hat mir PFZ nichts zu tun, da Indien meines Wissens nach nicht in der EU ist.

    Dann gibt es noch den Willen der globalen Konzerne Jobs in Billig Lohn Länder auszulagern, was die Bereitschaft der Leute für höhere Löhne zu kämpfen ebenfalls beschränkt.

    Zuletzt: da die Inflation tief ist, gibt es auch von dieser Seite keinen Grund die Löhne anzupassen.

  • Pandas 26.04.2019 09:57
    Highlight Highlight Es ist immer der böse Ausländer, nicht.
    Es ist der Chef der Firma welche die billigeren Arbeitskräfte anstellt. Die HSG Manager sehen nur den Profit.
    • WID 26.04.2019 12:45
      Highlight Highlight @Pandas: Ausländer sind nicht böser als Inländer. Es sind aber die allzu offenen Grenzen welche böse Folgen haben können.
    • WID 26.04.2019 12:46
      Highlight Highlight @Pandas: Es ist auch nicht der HSG Manager, der optimiert nur den Gewinn, das ist sein Job. Verantwortlich ist die Poltik, die Wähler und die Lobbyisten welche offene Grenzen durchgesetzt haben. Also wach auf, Du bist wahrscheinlich auch Wähler.
    • sowhat 26.04.2019 13:01
      Highlight Highlight Kleine mE wesentliche Ergänzung: den kurzfristigen. Profit.

      Dass ein Unternehmen Profit macht, liegt in der Natur der Sache. Ein guter Unterehmer sorgt dafür, dass das langfristig geschieht.
  • Platon 26.04.2019 09:56
    Highlight Highlight Weil die arbeitende Bevölkerung in der Schweiz lieber auf Ablenkungen der Bürgerlichen hineinfällt, statt einzusehen, dass sie als Arbeiter auf Gewerkschaften angewiesen sind.
  • kyoryu 26.04.2019 08:33
    Highlight Highlight Durch bürgerliche Sparpolitik kommen die Löhne unter Druck. So werden Leistungen durch Ausschreibungen des Staates seit Jahren gekürzt. Bei Reinigubgsfirmen wird zum Beispiel das günstigste Angebot berücksichtigt. Die Arbeitsbedingungen sinken und das Management kassiert.

    Zudem führen die Sozialhilfe- und IV-Kürzungen dazu, dass sich die Löhne im Niedriglohnsektor nach unten verschlechtern.
    • James Blond007 26.04.2019 09:26
      Highlight Highlight Die Kürzungen in der Sozialhilfe hat natürlich nichts mit der "willkommens" Einstellung der linken gemeinsam. Je mehr Leute ihr rein holt je weniger für den einzelnen so einfach ist die Rechnung.
    • kyoryu 26.04.2019 10:09
      Highlight Highlight Die wenigsten Sozialhilfeempfänger sind Flüchtlinge und Vorläufigaufgenommene. Immer mehr 50+ Büezer rutschen in die Sozialhilfe ab, weil ihre Löhne für die Arbeitgebenden zu teuer sind. Zudem hat die IV Verischerung in den letzten Jahren die Kriterien verschärft, was ebenfalls dazu führt, das mehr Leute in die Sozialhilfe rutschen. Die Leute kommen nicht wegen der Willkommenskultur der Linken in die Sozialhilfe, sondern wegen der Spartpolitik der Bürgerlichen und Unternehmen, welche durch Profitgier getrieben sind und Kosten in Bereich Löhne optimieren.
    • Liselote Meier 26.04.2019 10:35
      Highlight Highlight @James Blond007; Wäre dies der Fall warum werden denn seit Jahren überall die Firmensteuern gesenkt? Würde deine Behauptung stimmen müsste die Tendenz ja gerade Umgekehrt sein.

      Kleinerer Steuersatz gleich weniger Anteil an die Sozialkosten.

      Gewinne Privatisieren, Verluste sozialisieren, das ist bürgerliches Programm.

  • kliby 26.04.2019 08:12
    Highlight Highlight "Die Personenfreizügigkeit habe das Lohnwachstum gebremst."

    Lustig, dass die Kritik an der PFZ 10 Jahre später selbst von linker Seite bestätigt wird. Aber der mediale Mainstream war immer zuerst damit beschäftigt, PFZ-Gegner als Nazis und Reaktionäre abzukanzeln.
  • DocShi 26.04.2019 08:05
    Highlight Highlight Der Grund liegt in der Gier der Arbeitgeber.
    • die Freiheit die ich meine 26.04.2019 08:31
      Highlight Highlight Quatsch.
      Wenn schon, an der Gier der Menschheit.
    • Cyberpunk 26.04.2019 08:43
      Highlight Highlight Nein, es liegt an der politik, welches durchmischt ist mit Lobbyisten (representative von eigeninteressen) und auf dieser muss druck ausgeübt werden. Steuern,steuern,steuern sollte das thema sein! Weniger arbeitszeit & bediengsloses einkommen muss thematisiert werden!Armut & ausbeutung muss bekämpft werden,es müssen konzepte ausgearbeitet werden.Politik steht in der verpflichtung.Weisst du eigentlich, das richard nixon 1969 beinahe das bedingungslose grundeinkommen in der USA einführte? Im representanten haus genehmigt, im senat gekillt, weil die demokraten mehr (oder zuviel) wollten..
    • Fairness 26.04.2019 09:17
      Highlight Highlight Stimmt. Wieso wird nur immer Pflästerlipolitik gemacht. Nur reagiert statt agiert? Alles immernur aussitzen funktioniert irgendwann nicht mehr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TodosSomosSecondos 26.04.2019 08:04
    Highlight Highlight Es gibt grundsätzlich zwei Motivationen für einen Arbeitgeber, einem Arbeitnehmer mehr Lohn zu zahlen. Eine mikroökonomische (Bindung Mitarbeiter mit hoher Wertschöpfung) und eine makroökonomische (Konsumwachstum).

    Ersteres ist selten geworden, da die Nachfrage nach Arbeitskräften im Vergleich zum Angebot stetig abnimmt und weiter abnehmen wird und letzteres ist in einem kleinen Land, das für einen globalen Markt produziert auch quasi irrelevant.

    Wenn ihr trotzdem steigende Löhne für alle wollt, bildet wieder grosse und starke Gewerkschaften anders geht's heute nicht mehr.
  • Fairness 26.04.2019 08:04
    Highlight Highlight Die starke Zuwanderung resultiert „nur“ in quantitativem Wachstum ohne jegliche qualitativen Verbesserungen für den einzelnen Bürger. Dafür steigen die Infrastrukturkosten für Gerichte, Gefängnisse, Schulen, ÖV, Strassen usw. usw. mehr als massiv. Ich möchte mal die effektiven Gesamtkosten der starken Zuwanderung sehen! Die zahlt der Steuerzahler und kassieren tut der neoliberale Raubkapitalismus. Das funktioniert nur bis die Volkswirtschaft ganz kaputt ist. Ein sozialer Kapitalismus wäre für sämtliche Beteiligte einiges besser.
  • Cyberpunk 26.04.2019 07:44
    Highlight Highlight Wir sind eines der reichsten industrieländer auf der welt & trotzdem funktioniert eine gerechte verteilung des ganzen vermögens nicht.An kader positionen wird dick garniert,und auf den untersten jobstufen wird bis zum erbrechen gespart.Motto:mehr arbeit,in gleicher zeit mit weniger manpower! Mich näme wunder,wie unsere dekadente wirtschaft & politik anfangen würde umzudenken, wenn pfleger,reiniger,post Ma, sbb Ma, müllabfuhr Ma,rettungsdienste,polizisten, produktions Ma, lehrer und sonstige auf streik gängen.. es ist höchste zeit wieder über ein bedingungsloses grundeinkommen zu debattieren!
    • Toni.Stark 26.04.2019 09:09
      Highlight Highlight Nein, der Schinken ist durch. Lieber über faire Löhne. Die CEO‘s kassieren und der Rest bleibt auf der Strecke...
    • Cyberpunk 26.04.2019 09:52
      Highlight Highlight Nein, es ist nicht durch. Utopien setzen sich durch, wenn vernunft und gesunder Menschenverstand anfängt für sich zu sprechen. Demokratie (insbesondere unsere indirekte demokratie) war ursprünglich auch eine utopie, das ende der sklaverei begann auch also utopie.. es braucht mut und ein dialog dafür. Das wir schweizer diese initiative schon hatten, spricht dafür dass die interesse besteht. Die zeit war damals nicht reif, aber sie wird es werden, mit zunehmender ungerechtigkeit in der wirtschaft und der digitalen automatisation und somit der Abschaffung verschiedenster jobfunktionen..
  • Fehler beim Bearbeiten der Anfrage vong OLAF her 26.04.2019 07:28
    Highlight Highlight Das ist seit Jahren in allen westlichen Ländern so, das hat mit Schengen nichts zu tun. Es verschlimmert die Sache vielleicht, das kann ich nicht beurteilen. Das Problem liegt grundsätzlich seit Jahren beim neoliberalen Raubtierkapitalismus. Kann mir jemand erklären, wieso seit Reagan und Tatcher die Wirtschaft Milliardengewinne macht, die Boni pervers hoch sind, die Löhne aber nicht im Geringsten in diesem Masse steigen, wenn überhaupt. Weshalb ich für mein Geld auf der Bank praktisch keine Zinsen mehr bekomme. Wieso das Geld von unten nach oben verteilt wird? Kann mir das jemand erklären?
    • Hallosager 26.04.2019 10:30
      Highlight Highlight Ein überblähtes Wirtschaftssystem, gepaart mitneinem Finanzsystem, das auf Überblähung ausgelegt ist. Bis es irgendwann BOOM macht und alles nochmals von vorne beginnt. Eine Alternative hab ich leider auch nicht :)
  • Fairness 26.04.2019 07:26
    Highlight Highlight Die Anfangslöhne der Studienabgänger sind um gut 20% tiefer als vor gegen 20 Jahre! Das, wenn sie überhaupt eine Festanstellung finden. Oft müssen sie sich mit einem schlecht bezahlten Praktikum zufrieden geben. Und das, auch wenn sie für ihr Studium gearbeitet und gewisse Erfahrungen mitbringen. Einfach nur unfair. Kranke gierige Wirtschaft und ihre ewig gleichen Ausreden. Dass so die Wirtschaft kaputt geht, merken sie nicht. Darum: Nein zum Steuer/AHV-Kuhhandel. Es landet nur bei denen, die es nicht brauchen. Glaubt nicht an die Angstmacherei.
    • ströfzgi 26.04.2019 08:31
      Highlight Highlight Sorry, aber das stimmt sicher nicht in allen Bereichen. Würde eher sagen dass die meisten PLUS 20% Anfanglohn haben gegenüber vor 20 Jahren.
    • dorfne 26.04.2019 08:52
      Highlight Highlight Tiefe Löhne und schlechtbezahlte Praktika für die Jungen zw. 18 und 25 führen zu tiefen AHV Renten im Alter. Und die gleichen Leute, die Schuld sind an dieser Misere behaupten immer wieder, es seien die Alten, die den Jungen die Renten wegfressen.
  • mrmikech 26.04.2019 07:25
    Highlight Highlight Und gebe es keine Personenfreizügigkeit dann hätte es kein Hochkonjunktur gegeben, und der kreis ist rund. So oder so keine höhere löhne. The house always wins, wie in jedes casino...
  • DerTaran 26.04.2019 07:17
    Highlight Highlight Heute bekommt man (und gerade auch frau) seine Lohnerhöhing nicht mehr automatisch. Arbeitgeber behalten es sich vor gute (aber nur wenn sie es fordern) Mitarbeiter übermässig zu kompensieren, auf kosten aller anderen. Also wenn man seinen Job gut macht, immer nach Lohnerhöhung fragen und (indirekt) mit Arbeitgeberwechsel drohen (z.B. mit einem Zwischenzeugnis). Neue Arbeitnehmer enzulehrnen kostet viel Geld und schadet der Produktivität, auch wenn sie aus der EU kommen (und die fordern auch mehr Geld, sobald sie die schweizer Lebenshaltungskosten kennengelernt haben).
    • ströfzgi 26.04.2019 08:37
      Highlight Highlight Der mit indirekt drohen ist gefährlich und relativ einfach zu durchschauen. Man kann beim Pokern auch verlieren…
    • DerTaran 26.04.2019 09:26
      Highlight Highlight Wer pokert denn?

      Aber ja, kann man, wer aber auf Nummer sicher geht, der muss sich nicht wundern, wenn es nicht klappt mit der Lohnerhöhung. Grundsätzlich ist ein Arbeitsplatzwechsel immernoch der beste Weg zu einem höheren Lohn. Loyalität wird leider nicht gefördert. Wenn der Arbeitgeber mir gegenüber aber nicht loyal ist, warum soll ich das dann sein?
    • Hallosager 26.04.2019 10:39
      Highlight Highlight DerTaran hat völlig recht. Hab 8 Jahre in der gleichen Bude gearbeitet. 4 Jahre Lehre und 2 Weiterbildung. In der Abteilung wusste ich beinahe alles. Wenn der Server ausfiel, verbrachte ich auch schon Abende dort und war auch der einzige der ab und zu am Wochenende arbeitete. Während gewisse Mitarbeiter massiv zu viel für die Branche verdienen, hiess es bei mir, mehr läge nicht drin. Wieso sollte ich mir das gefallen lassen? Nun gut 1,5 Jahre später verdiene ich viel besser und lach mir ins Fäustchen, wenn Ex-Kollegen von den alltäglichen Problemen berichten, die es mit mir nicht gab 🤷‍♂️
  • dorfne 26.04.2019 07:16
    Highlight Highlight Das mit der Negativteuerung ist so eine Sache. Die Krankenkassenprämien werden bei der Berechnung der Teuerung nicht berücksichtigt. Nur die Preise für erbrachte Leistungen des Gesundheitswesen. Die Erwerbslosenquote von 4,6% ist nichtssagend. Es werden nur Stellensuchende erfasst, die bei der Arbeitslosenversicherung angemeldet sind, weil sie Anspruch auf deren Leistungen haben. Die Ausgesteuerten fehlen in der Statistik. Ich schätze mal, ca. 10% der erwerbsfähigen Bevölkerung möchte arbeiten, findet aber keinen passenden Job.
  • die Freiheit die ich meine 26.04.2019 07:16
    Highlight Highlight Also jetzt ist sicher nicht der Moment um über die Löhne zu jammern.
    🤷‍♂️
    Darf ich daran erinnern, dass die Linken zusammen mit der economie suisse am EU Beitritt werkeln. (Jeden Tag lesen wir hier die Werbung)

    Mit dem Rahmenvertrag werden wir diesen praktisch realisiert haben.

    Und dann werden sich Löhne so richtig bewegen.

    Aber in den Keller.
    • Shlomo 26.04.2019 08:08
      Highlight Highlight Wer werkelt hier am EU-Beitritt? Und die Linke ist wohl eher dezidiert gegen den Rahmenvertrag.
      Aber schon gewusst, dass die Famillie Blocher in Ihren Fabriken (EMS und Dottikon) konsequent tiefere Löhne zahlt als üblich in der Branche.
    • die Freiheit die ich meine 26.04.2019 08:56
      Highlight Highlight @sholom

      „Und die Linke ist wohl eher dezidiert gegen den Rahmenvertrag“

      🤦‍♂️ Um Himmels Willen was schreiben Sie da!
    • ingmarbergman 26.04.2019 10:12
      Highlight Highlight Gähn. Immer diese leeren Worte von Rechts. Fakt ist: wir haben seit 1848 eine bürgerliche Regierung und Parlamentsmehrheit - und das sowohl im Bund als auch in den Kantonen.
      Wie es die Rechten immer schaffen, die Linken für etwas verantwortlich zu machen was sie selber entschieden haben, ist mir ein Rätsel.
      Und wieso so viele Wähler darauf hineinfallen ebenfalls. Aber ja, träum weiter davon dass die Ausländer oder „die EU“ Schuld daran ist, dass deine Löhne nicht steigen.
      🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ichwillauchwassagenbitte 26.04.2019 07:11
    Highlight Highlight Ich habe zwar keine Studie an der Hand, die das belegen würde, aber ich nehme mal an, dass diese Stagnation lediglich bei den kleinen und mittleren Löhnen festzustellen ist...
    • Fairness 26.04.2019 07:18
      Highlight Highlight Bis relativ weit hoch sind sie seit Jahren eingefroren oder gesunken. Nur das Topmanagement kassiert.
    • Gubbe 26.04.2019 09:19
      Highlight Highlight Ichwillauchwassagenbitte
      Chefökonom Eichler schränkt ein: Es handle sich lediglich um eine Theorie.
      Deine ist um Längen besser.
  • dorfne 26.04.2019 06:56
    Highlight Highlight Stagnierende Löhne wegen der Personenfreizügigkeit!
    Dem stehen schwache Gewerkschaften gegenüber. Die Gewerkschaften sind nur so stark wie sie Mitglieder haben. Wer als Durchschnittsverdiener SVP oder FDP wählt und über die Linke schimpft sollte sich nicht über steigende Unternehmensgewinne bei gleichzeitig sinkenden Löhnen beklagen. Umso wichtiger finde ich den Kampf des Gewerkschaftsbundes für den Erhalt der Flankierenden Lohnschutz-Massnahmen.
    • Pisti 26.04.2019 07:09
      Highlight Highlight Als ob sich die Gewerkschaften zum Beispiel für Akademiker einsetzen, dort sind die Lohnunterschiede noch viel höher als bei den Leuten mit einem kleinem Lohn.
      Die flankierenden Massnahmen sind leider absolut wirkungslos.
    • dorfne 26.04.2019 08:55
      Highlight Highlight @Pisti. Wie hoch ist denn der gewerkschaftliche Organisationsgrad der Akademiker? Wenn die sich nicht organisieren können auch keine Verbesserungen für Alle durchgesetzt werden.
  • zeusli 26.04.2019 06:51
    Highlight Highlight Ein Wort reicht als Antwort auf diese Frage: Gewinnoptimierung!
    Alles andere ist nur Bla Bla Bla...
  • Eskimo 26.04.2019 06:44
    Highlight Highlight Und wieder einmal hatte die SVP im nachhinein recht. Die PFZ schadet uns mehr als sie uns nützt. Hinzu kommt der Kriminaltourismus, die steigenden Sozialkosten und der AHV wird sie ebenfalls das Genick brechen.
    • dorfne 26.04.2019 09:01
      Highlight Highlight Ohne die PFZ hätten wir nicht weniger ausländische Arbeitskräfte im Land. Die Wirtschaft hat sich schon immer geholt, was sie braucht. Ohne die PFZ wars dann halt ein wenig aufwendiger an ausl. Personal zu kommen. Man musste beim Kanton dauernd Kontingenterhöhungen verlangen, die auch gewährt wurden.
    • dorfne 26.04.2019 09:15
      Highlight Highlight Die PFZ ist unterm Strich positiv, trotz einiger unerwünschter Nebeneffekte. Das Problem seh ich eher bei der unbegrenzten Zuwanderung von Armutsmigranten z.B. aus Afrika. Fast 90% von ihnen hangen von Fürsorgeleistungen ab. Steigenden Sozialkosten seh ich auch wegen der vielen Scheidungen. Alleinerziehende Mütter können nur teilzeit arbeiten oder finden den Einstieg ins Arbeitsleben lange Zeit nicht. Und dann gibt es noch die entlassenen Ü50, die keinen Job mehr finden usw..
  • Maple 26.04.2019 06:43
    Highlight Highlight Weil die Chefetagen ihre Boni schützen müssen. Ganz einfach, das ist der Skandal. Von den Mitarbeitern verlangen sie jedes Jahr mehr, ohne dabei selbst mehr zu leisten oder auch Verantwortunge bei Misserfolgen zu übernehmen. Ja, wir finanzieren den Luxus unserer Chefs!
  • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 26.04.2019 06:40
    Highlight Highlight Völlig „überraschend“ bringt die starke Zuwanderung nur quantitatives Wachstum ohne qualitative Verbesserungen für den einzelnen. Dafür steigen jetzt zügig die Infrastruktur-Kosten (Schulen, Strassen, ÖV...).
  • Bimbeli 26.04.2019 06:39
    Highlight Highlight Warum steigt der Lohn nicht?
    Ganz einfach dann würde die Wirtschaft ja nicht mehr brummen.
    Die brummt nur wegen der immer schlechteren Arbeitsbedingungen und den miserablen Löhnen.
    • ströfzgi 26.04.2019 08:41
      Highlight Highlight Ist jetz aber etwas gar Stammtisch :-)
    • dorfne 26.04.2019 09:04
      Highlight Highlight Der Schuss könnte aber nach hinten losgehen. Wenn die Leute wegen zu tiefer Löhne, steigender Mieten und KK -Prämien immer weniger konsumieren können gehts mit der Wirtschaft auch bergab. Jeder 2. Franken wir im Inland verdient.
  • Pedro878 26.04.2019 06:34
    Highlight Highlight Und auch wenn es vorgängig ein paar Jahre besser ausgesehen hat; keine höheren Löhne, weniger freude bei dem Konsum. Weniger freude bei dem Konsum, weniger Wachstum. So pendelt sich das auch noch ein mit der Wirtschsft
    .. Zusätzlich wenn man aber hört das die Löhne bei uns dem gemeinem Volk um 0.4 bis 0.6 höher wird aber de Abteilungsleiter satte 4 Prozenz Erhöhung kriegt will ich keine verda**ten Theorien hören.

  • bebby 26.04.2019 06:30
    Highlight Highlight Die Differenz zwischen Arbeitslosigkeit und Erwerbslosigkeit ist vermutlich eine Frage der Definition. Generell gilt auch nur derjenige als arbeitslos, welcher nach Arbeit sucht. Also sind diejenigen, welche die Suche aufgegeben haben, auch nicht dabei. Dann gibt es noch die Beschäftigtenquote, die zum Teil eine bessere Aussagekraft hat.
    Und jeder Politiker nimmt natürlich die Definition, die seinem Anliegen am besten nützt.
    • victoriaaaaa 26.04.2019 07:52
      Highlight Highlight Ich denke nicht dass denen so ein offensichtlicher Fehler unterlaufen ist, es wäre bestimmt schon längst irgendjemandem aufgefallen...
    • Töfflifahrer 26.04.2019 09:14
      Highlight Highlight Nur teilweise richtig, die Ausgesteuerten Jungen und ü50 fallen aus der AL Statistik, sind aber nach wie vor Erwerbslos. Daher sind die AL Zahlen reine Augenwischerei und reflektieren nur die beim RAV gemeldeten Arbeitslosen.
    • James Blond007 26.04.2019 09:22
      Highlight Highlight Hat aber mit dem Artikel wenig zutun. Es geht um nicht steigende Löhne trotz grossem Wirtschaftswachstum. Und die Zuwanderung hat ein negativen Einfluss darauf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • iNDone 26.04.2019 06:20
    Highlight Highlight Liegt wohl eher am System. Mehr Gewinn für die die keine Steuern zahlen.

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